Kann man ohne zu studieren so viel wissen wie ein Arzt?

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8 Antworten

Du kannst natürlich Bücher auswendig lernen, den Herold, die Dualen Reihen, Anatomie Atlanten, aber was dir immer fehlen wird, ist der Erfahrungsaustausch, der viel der ärztlichen Ausbildung aus macht.

Praktische Fähigkeiten werden im Studium weniger über den universitären Betrieb, sondern in Tutorien und Famulaturen vermittelt.

Was viele vergessen ist der wissenschaftliche Hintergrund, Arzt sein heißt nicht nur diagnostizieren und therapieren, sondern auch zu forschen und wissenschaftliches Arbeiten, sowie die Beschäftigung mit Studien und Papern. Bis aktuelle Fakten in Büchern auftauchen, vergehen ein paar Jahre, da kommt man nie auf den aktuellen Stand.

Nicht ganz soviel, nur erweiterte Grundkenntnisse, schließlich haben Ärzte das studiert.

Aber nur Theorie hilft leider nichts ohne Praxis. Ich bin quasi verrückt nach Medizin und lerne seit 16 Jahren, da Medizin eine sehr große Leidenschaft ist. Ich bin schon annähernd gut bestückt wenn man es so sagen will. Doch durch das Wissen bekomme ich nichts praktisches. Doch muss ich auch sagen, dass ich wenn ich in manchen Fällen lieber weniger Ahnung haben würde besser dran wäre. Andererseits war es gut, da ich dadurch einen künstlichen Darmausgang verhindern konnte und jetzt durch mein Wissen auch endlich die richtige Behandlung bekomme von meiner Endometriose her.

Du kannst dir alle Bücher durchlesen, die praktische Erfahrung wird dir jedoch immer noch fehlen. Studieren ist nun mal mehr als einfaches auswendig lernen.

Rxjdx 08.08.2017, 01:40

Ich möchte das wissen haben und es nicht studieren außerdem mag ich es nicht wenn Menschen aufgeschnitten werden deshalb möchte ich das wissen haben und nicht die praktische Erfahrung 

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tryanswer 08.08.2017, 01:45
@Rxjdx

Das Wissen wird dir ohne die Erfahrung nur nicht viel bringen. Bleiben wir mal bei der Anatomie, du kannst dir die Lage der Organe auf einer Zeichnung ansehen, wo sie sich aber wirklich im Körper befinden, siehst du erst am Präparat.

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YellowCherish 08.08.2017, 07:13
@tryanswer

...Natürlich ist das eklig mit "dem Menscben aufschneiden". Der Gedanke daran gefällt wohl niemanden. Aber das eine ist leider ohne das andere nicht möglich, wenn es sich auch blöd anhört.

Durch das Sezieren von Leichen lernten die Ärzte früher die Anatomie des Menschen erst richtig zu verstehen. Bzw. besser zu begreifen, wie denn einzelne Abläufe im Körper entstehen und ablaufen. Und die Ärzte lernen heute noch dadurch.

....Dieses erworbene Wissen kam und kommt jedoch ebenfalls den Patienten zugute, also auch uns. Und leider gibt es auch heute noch Krankheiten, wo Operationen leider unabdingbar sind und Leben retten.

Meines Wissens kann man ohne Praxis, nur mit Lernen nie so gut sein wie ein praktischer Arzt. Und schon gar nicht alles behandeln.

...Würden Praxis und Theorie im Arztberuf nicht "zusammengehören", wie ein paar Stiefel, würde ein mancher wohl auch auf die "ekligen Praxiszugaben" verzichten, wenn er könnte. 

...Soweit ich weiß, müssen Ärzte auch auf Fortbildungen gehen, und Ihren Kenntnisstabd immer neu anzupassen.

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Es gibt wohl keinen Beruf, den man nur aus Büchern erlernen könnte, denn ein Beruf besteht immer aus theoretischem Wissen, praktischem Können und beruflicher Erfahrung. Medizin bildet dabei keine Ausnahme.

So viel wissen wie ein Arzt... Das ist sehr relativ und nicht jeder Arzt weiß zu jedem Thema gleich viel und es ist ja nicht so, als dass ein Arzt alles wüsste, was es im Bereich Gesundheit gibt.

Allerdings verschafft ein Medizinstudium eine große Menge an Grundlagen, einen Überblick und ein Gefühl für die Materie, auf dem man aufbauen kann, wie in jedem Studium eben.

Wenn man sich aber sehr für ein Thema interessiert, kann man sich selbst natürlich eine gewisse Kenntnis aneignen, die die eines Arztes übertreffen kann, wenn man sowohl die logischen und geistigen Fähigkeiten hat.

Für eine Diagnostik benötigt man viel Erfahrung und teilweise entsprechende Geräte, über die ein Laie nicht verfügen dürfte. Was aber nicht bedeutet, dass man in der Diagnose falsch liegen muss, wenn man etwas sehr gut kennt und am eigenen Körper erlebt hat.

Zudem sind Ärzte oftmals nicht die Besten, wenn es um Diagnosen geht, da diese bestimmten Schemen folgen.

Teilweise können Verfahren, die nicht schulmedizinisch gelehrt werden in bestimmten Fällen deutlich zielführender sein.

Nichtsdestotrotz benötigt es eine alternative Ausbildung oder sehr viel Zeit um sich umfassendes medizinisches Wissen anzueignen.

Wissen evtl, aber die Praxis fehlt dir. Du hast dann nur theoretisches Wissen.

Ja natürlich !

Bei den Ärzten gibt es vollpfosten, die haben vor 30 Jahren ihren Abschluss gemacht und seitdem keine Fortbildung.

Ergo stehen sie medizinisch auf den Stand von 1987.....

keenny 08.08.2017, 01:45

Du verbreitest hier Halbwissen! Ärzte in jedem Bereich haben nämlich Fotbildungspflicht. Wenn ein Arzt dieser nicht nachgeht, darf er auch nicht länger Arzt sein, sowas wird alles mitgeführt.

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Trogon 08.08.2017, 01:47
@keenny

Hoffentlich müssen sie nach jedem Kurs auch einen Test machen. Nicht dass sie nur zum Feiern dort waren.

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DanBlack 08.08.2017, 08:59
@Trogon

Woher kommt denn diese negative Einstellung ?

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rein theoretisch ist das ja studieren ,nur wird das nicht anerkannt

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