Kann man noch Salat,Erdbeeren,Gurken essen,wenn Bauern Nitratreichen Klärschlamm auf ihre Felder verteilen?

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3 Antworten

Nitrat ist für Pflanzen eigentlich ein Dünger, den sie nach der Aufnahme umbauen. Daher würde ich mir weniger Gedanken wegen dem Salat, Gurken, etc. machen. Dafür mehr darüber wo das überschüssige Nitrat (und Nitrit) hinkommt.

Es versickert und landet zu großen Teilen im Trinkwasser. Denn in den meisten Haushalten ist schon im Trinkwasser eine nicht unbeachtliche Menge an Nitrat (oft über 50 mg/l --> österreichischer Grenzwert für Nitrat).

 

Hauptsächlich reagiert das Nitrat im Magen mit Hilfe der Magensäure und anderen Stoffen zu sogenannten Nitrosaminen. Die sind tatsächlich krebserregend. Jedoch nicht so stark wie du das in deiner Frage behauptest.

Die Bildung dieser Nitrosamine wird übrigens durch Vitamin C (als auch durch die chemisch idente Form Ascorbinsäure) stark gehemmt bis komplett unterbunden. In industrialisierten Ländern ist die tägliche Aufnahme von Vitamin C definitiv sehr hoch.

 

Das die Betreiber der Kläranlagen, die Bauern, etc. nicht wissen, was Nitrat ist, bzw. was es bewirken kann, bezweifle ich stark. Es hat schon einen Grund, warum die Nitrate im Klärschlamm mit auf die Felder ausgebracht werden.

Denn Nitrate sind zu Hauf auch in chemischen Düngern (NPK - Dünger, reine Stickstoffdünger) enthalten. Weil es für Pflanzen eine gute Stickstoffquelle ist.

 

Das Nitrat stark krebserregend wirkt ist mir neu. Es gibt sehr viel krebserregendere Stoffe, die du (und so gut wie jeder andere auch) in vergleichbaren Dosen täglich zu dir nimmst.

 

lg und keine Panik. ;)

 

 

Nitrat ist  natürlich nicht  selbst krebserregend,sondern erst in Reaktionen mit anderen Stoffen.Und hierbei kann es Überraschungen geben.

MW werden die Ntriatgehalte,die aus Wässern von gedüngten Feldern stammen streng dur´ch die Behörden kontrolliert.

Soviel an Einnahme an Vit C ,wie du behauptest,nehmen Memschen auch nicht ein.Zum anderen je nach Stoffwechsel wird Vit.C rasch abgebaut,dass es nicht mehr für andere Stoffe zur Verfügung  steht.

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@soleil24

Und wenn die Behörde das kontrolliert, hält sich der Nitratgehalt dann deswegen an Grenzwerte?

Ja, es wird kontrolliert. Als Chemiker ist es aber einfach abzuschätzen wann man messen sollte, wenn man einen niedrigen Wert messen will.

Bsp. aus meiner Heimatgemeinde:

  • Frühjahrs Messung durch die Gemeinde (Ende Februar): ca. 35 mg/l
  • Sommermessung durch die Gemeinde Juli: ca. 49 mg/l
  • Eigenmessung im Labor (Ende April): 135 mg/l

 

Vitamin C ist in industrialisierter Nahrung fast überall zugesetzt. Als oxidationshemmender Zusatzstoff in z.B. fast allen Würsten, Fruchtzubereitungen, Marmelade (Konfitüre), Aufstrichen, und vieles mehr. Kennzeichnung: Ascorbinsäure

Vitamin C bzw. Ascorbinsäure kann zwar schnell verstoffwechselt werden, ist in diesem Falle aber egal. Da die hemmende Wirkung des Vitamin C im MAGEN von Nutzen ist. Dort wird verhindert das Nitrat (bzw. eigentlich das Nitrit) zu Nitrosaminen umgebaut wird.

 

lg

 

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Fazit:Also bei den Messungen des Nitratsgehalts wird vermutlich beschissen.Die Messwerte fallen je nach Jahreszeit unterschiedlich aus und übersteigen teilweise stark die zulässigen Grenzwerte(siehe Kommentar Schütz).

Und was die Einleitungen von nitrathaltigem Wasser in Kläranlagen anbelangt,mißt man auch nicht den ganzen Tag,ob Grenwerte eingehalten werden.

Was mir unklar bleibt,ist der Zusatz von Vit.C in Lebensmittel.Vitamin C wird doch auch bereits in Lebensmittel oxidiert.Deshalb hat man auch das Verfallsdatum von Lebensmittenl,das angibt,wann das Lebensmittel insgesamt nicht zum Verzehr geeignet ist.

Da würde ich mir eher mal Sorgen um die Schadstoffbelastung der Luft machen. 

Über Klärschlammentsorgung kannst Du Dich hier schlau machen, kostenloser Download: http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klaerschlammentsorgung-in-bundesrepublik

Danke für die Antwort.Sicher man darf die Schadstoffe in der Luft nicht vergessen.Was die Schadstoffe in Klärschlämmen anbelangt,kriegt man als Verbraucher kaum mit.Die Analysen im Klärschlamm beziehen sich auf wenige Schwermetalle und ein paar chlorierten Sotoffe ..Andere Stoffe  werden schon gar nciht(siehe Analysen des Bundesamt für Umwelt)untersucht und was mit ihnen i der Folge passieren kann.

Das empfohlene Faltblatt ist übrigens von 2013 und weißt schon daraufhin,dass erhebliche gefährliche Stoffe im Klärschlamm sich anreichern können.

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