Kann man nicht gezahlten Unterhalt rückgänging bekommen? (wurde trotz Gericht nicht gezahlt))

3 Antworten

Das Problem ist, dass Unterhaltsforderungen auch aus Titeln als verwirkt gelten, wenn man nicht mindestens einmal im Jahr das Geld einfordert, bzw. Zwangsvollstreckungsmassnahmen betreibt. Da das bei euch zwischen 2007 und 2014 ja wohl nicht der Fall war, ist dein Anspruch verwirkt. Er galt wahrscheinlich eh nur bis zum 18 Lebensjahr. Danach haettest du deine Ansprueche erneut geltend machen muessen, falls sie dir zugestanden haetten (wegen Ausbildung usw.)

Du hast also keine Chancen mehr, nachtraeglich noch was zu bekommen, dafuer ist es jetzt zu spaet.

Hier mal was zum Lesen. Ausstehende Unterhaltszahlungen etwa für ein Kind können nicht mehr eingeklagt oder vollstreckt werden, wenn sie länger als ein Jahr zurückliegen. Diese geltende Rechtsprechung hat das Oberlandesgericht in einem neuen Beschluss bekräftigt.

Der Unterhalt sei dazu da, den Bedarf für das tägliche Leben zu finanzieren. «Die Vollstreckung jahrelang aufgelaufener - also nicht der Deckung des laufenden Bedarfs dienender - Rückstände sei rechtsmissbräuchlich», heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag (29. März). Zudem solle mit der Frist verhindert werden, dass sich die Rückstände zu einem erdrückenden Schuldenberg anhäufen.

Zuletzt hatte sich den Angaben nach der Zweite Familiensenat des Oberlandesgerichts im Januar mit einem solchen Fall zu befassen. Dabei wollte eine inzwischen 23-Jährige ausstehenden Unterhalt ihres Vaters für die Jahre 2000 bis 2008 von rund 15 000 Euro zwangsvollstrecken lassen. Das hatte schon das Amtsgericht Erfurt auf Klage des Vaters hin für unzulässig erklärt; die Beschwerde der Tochter gegen das Urteil wiesen die Jenaer Richter zurück (Aktenzeichen 2 UF 385/11). Dabei beriefen sich die Richter auch auf die seit mehr als 25 Jahren bestehende Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs. http://www.wz-newsline.de/home/ratgeber/geld-recht/olg-unterhalt-binnen-eines-jahres-geltend-machen-1.947179

diese Antwort "gefällt " mir zwar nicht, aber sie ist sehr ausführlich und verständlich formuliert !!
PRIMA !! :)

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@Haarerauf

dem kann ich nur zustimmen, die Ausfuehrungen von Zicke1008 sind verstaendlich und auch richtig.

Ich persoenlich finde das allerdings eine Sauerei, dass man ausser der Tatsache, dass man den Unterhalt selbst aufzubringen hat auch noch den Anspruch aus Rechtskraeftigen Titeln verliert, weil man bei fruchtlosen Vollstreckungsversuchen nicht noch mehr drauf zahlen will und kann als eh schon. Man wird gleich doppelt bestraft.

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