Kann man nach Suizidversuch sein Leben noch in den Griff bekommen?

11 Antworten

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Fuer jeden gibt es eine Moeglichkeit. Du hast ein grosses Leid erfahren und die Verruecktheit der Gesellschaft bereits erkannt. Die, die es noch nicht erkannt haben, hadern noch mit sich selbst.  Weisst du, es ist so, die Verrueckten laufen alle frei rum, nur die Opfer sind meistens in der Anstalt, ja die Opfer, nicht die Taeter. Aber das weisst du bereits. Du musst dein Ding finden, etwas was dir im Kern der Sache Spass macht, das ganze Streben nach Geld und Macht und Ansehen ist sowieso verschwendetete Zeit, die meisten erkennen es erst, wenn sie im Sterbebett liegen und die niemals richtig gelebt haben, das Leben ging an ihnen vorbei, die ganze Hatz galt nur dem Ego, welches sie so pflegten, was die anderen ueber sie denken usw. Lasse es jetzt einfach ruhiger angehen, sieh mal was das Leben dir bietet, du selbst kannst nichts machen, warte auf das Leben und die Zeichen und gehe nach deinem Gefuehl in Zukunft, meide den Verstand und die Stimme im Kopf, die haben meistens unrecht. Alles Gute und viel Erfolg!

Naja, was heißt "In den Griff bekommen". Also dir wird alles geboten, um leben zu können. Ob du jemals Glück empfinden kannst, kann ich dir schlecht beantworten. Ich müsste wissen, was dich überhaupt rein theoretisch glücklich machen könnte.

Ein Sinn schafft nicht automatisch Glück, aber Glück gibt dem Leben einen Sinn.

Dabei sollte man nicht vergessen, dass das vollkommene Glück so etwas wie die oberste, unerreichbare Maxime ist. Du wirst dich nie 100%ig glücklich fühlen. Es geht im Leben nur darum, das Glück zu mehren.

Als erstes solltest du überhaupt erstmal zufrieden mit dir sein, als Grundvoraussetzung von Glück.

Im Leben geht es darum, glücklich zu sein. Dafür sind wir auf dieser Welt....Ob wir glücklich sein wollen oder nicht, dass entscheiden wir nur alleine... 

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@Ostseemuschel

Ich kann mir schwer vorstellen, dass es jemanden gibt, der nicht glücklich sein will. Ich glaube, das Glücklichseinwollen sitzt tief in uns verankert. Das ist aus meiner Sicht eine der wenigen Pauschalisierungen, die man gerechtfertigt äußern kann.

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@Suboptimierer

Ja natürlich... nur manche schaffen es nicht von alleine, weil sie trübe Gedanken haben und denken, dass ihre Umwelt an ihrem "Nichtglücklichsein" die Schuld trägt.... Verstehst Du?

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@Ostseemuschel

Ja ich verstehe was du meinst. Jeder will glücklich sein, nur was einen glücklich machen kann, ist höchstverschieden.

Manchen Menschen macht es das (menschliche) Umfeld und die natürlichen Verhältnisse tatsächlich schwer, glücklich zu sein. Ich denke da an die vielen hungernden Afrikaner.

Manchmal ist aber auch die Haltung zur Umwelt verantwortlich für das Unglück. Eine negative Haltung zu sich und seiner Umwelt lässt so manchen in eine Abwärtsspirale gleiten. Unglücklichfühlen produziert schnell noch mehr Unglück.

Unglückliche Singles finden schwerer Partner als glückliche. Menschen, die gerade glücklich in ihrer neuen Liebe sind, wundern sich, warum sie auf einmal beim anderen Gegengeschlecht noch gefragter sind als vorher.

Von beiden Gründen ist der einzige Ansatzhebel, den man hat, seine Einstellung zu ändern. Die Umgebung und Umwelt kann man nur begrenzt ändern.

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Du musst ja auch nicht unbedingt in einem Büro arbeiten - es gibt noch so viele Möglichkeiten - Tierpfleger oder Gärtner sind z.B. Berufe, wo man nicht sehr viel Kontakt mit Menschen hat und trotzdem ein erfülltes Leben haben kann. Du wirst ja bestimmt erst mal eine Weile in dieser Klinik bleiben und dort kannst Du bestimmt - wenn die Zeit gekommen ist - mit einer Psychologen/Psychologen darüber in Ruhe sprechen, was für Dich in Frage käme bzw. wie Du Dein weiteres Leben gestalten könntest. Alles Gute für Dich. lg Lilo

Mal total lebensmüde und dann wieder das komplette Gegenteil!

Hallo :)

Erstmal vorab: ich (15/w) bin eigentlich ein sehr lebenslustiger Mensch, lache dauernd und sehr oft und bin eigentlich immer fröhlich...

Nun ist es aber so, dass ich ab und zu, ohne bestimmten Anlass gar keine Lust mehr auf das Leben habe. Das hat verschiedene Gründe, u.a. denke ich mir dann, dass man ja eh irgendwann sterben muss, wieso sollte man dann auch überhaupt nur eine schlechte Sache, irgendeinen Schmerz ertragen, wenn mit dem ganzen auch ganz schnell Schluss sein kann. Mir ist zwar klar, dass man auch viele tolle Sachen erlebt, aber wenn man tot ist, kann man den tollen Sachen, die man dann nicht erleben wird, auch nicht nachtrauern. Ich sehe in diesen Momenten einfach gar keinen Sinn im Leben... Aber ich ritze mich nicht und werde es auch nie tun - und Selbstmord erst recht nicht!

Dann aber hingegen gibt es auch Momente, in denen ich niemals sterben möchte, und die Vorstellung, dass ich in 100 Jahren vermutlich tot bin mich total traurig macht, einfach aus dem Grund, dass ich dadurch extremst viele Dinge verpasse. Ich werde nicht miterleben können, wie sich meine Familie immer weiter fortpflanzt, wie die Enkel meiner Enkel groß werden. Ich werde nicht erfahren, wie die Welt in 200 Jahren aussieht, wie sich alles weiterentwickelt. Ich werde auch nicht erfahren, wie die Welt in 1000 oder 10.000 Jahren aussehen wird. Und eben das macht mich traurig und gibt mir den Drang, für immer zu leben. (auch wenn das unmöglich ist, außer evtl. im Himmel)

Dann wiederum gibt es Momente, wie fast immer, in denen ich einfach ein ganz normaler Mensch bin...evtl. sogar etwas fröhlicher als manch anderer....

Ich weiß nicht, was ich, vor allem gegen die Unlust aufs Leben, tun kann...

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Meine letzte Möglichkeit sehe ich für mich darin, entweder in ein Kloster zu gehen (Ich habe schon bei einem in meiner Nähe ein Gespräch geführt. Wenn einige Voraussetzungen passen wäre es grundsätzlich möglich) oder als Aussteiger einer Art Kommune beizutreten. Die andere Möglichkeit wäre das aufgeben.

Was meint ihr? Ist es möglich in ein Kloster zu gehen und dort ein einfaches zurückgezogenes Leben zu führen? (mir ist klar, dass es auch dort Verantwortungen und Pflichten gibt aber dass würde ich packen) War schonmal jemand ein paar Jahre dort?

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