Kann man nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945 von einer „Stunde Null“ in Deutschland sprechen?

6 Antworten

Wurde so genannt. Alles,was Deutschland mit seinem Reich,seinem Anspruch,seinem Selbstwertgefühl,(auch dem furchtbaren,überheblichen),seiner Macht verband,war weg. Es war nicht nur Stunde Null,sich neu zu definieren,denn die Welt hasste Deutschland,es war auch „auf Null“,alles zerstört.

Nein.

Die "Stunde Null" ist ein Mythos. Abzulesen zum Beispiel daran, dass die alten Machteliten weitgehend in Amt und Würden blieben (in Justiz und Politik wimmelte es von alten Nazis, selbst Adenauers engster Berater, Globke, war ein solcher).

Abzulesen auch daran, dass selbst die halbherzige Entnazifizierung ganz schnell abgebrochen wurde.

Stunde Null nur im Sinne einer Befreiung von der Nazidiktatur.

(Ich betrachte hier nur die BRD, nicht die DDR.)

Gruß, earnest

Das würde ich, wie von Weizsäcker, als Tag der Befreiung und als Stunde Null bezeichnen..Stunde Null aber im Hinblick auf einen wirtschaftlichen Neubeginn, die die Nazis waren lange und sind teilweise wieder in den Köpfen...

Man hat und spricht.

Wer ist "man"?

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@earnest

Du hast aber in deinem eigenen Link gelesen, wie sehr dieser Begriff von namhaften Historikern in Zweifel gezogen wird - dass "dein" Link also fast das Gegenteil als historisch korrekt ansieht? Eben keine "tabula rasa".

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@earnest

Naja, das ist wohl eher eine philosophische als eine mathematische Debatte.

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@archibaldesel

Nein, es ist eine politisch-historische Debatte um die "Stunde Null".

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