Kann man nach Bebauungsplanänderung und Baugenehmigung Grundstücke wieder teilen?!

7 Antworten

Das kommt darauf an, was in dem neuen Bebauungsplan steht. Wenn danach kleinere Gebäude auf kleinen Grundstücken wie z.B. Reihenhäuser zulässig sind kann das Grundstück wieder aufgeteilt werden; sonst muss der BPl erneut geändert werden.

Grundsätzlich hat man keinen Rechtsanspruch auf Bauleitplanung und damit auch nicht auf B-Plan-Änderung (§ 1 Abs. 3 Baugesetzbuch). Wenn die Gemeinde allerdings schon einmal den B-Plan geändert hat, warum nicht noch einmal. Voraussetzung ist i. d. R., dass die Kosten übernommen werden. Wenn die Gemeinde an einer Bebauung interessiert ist und die große Villa nicht mehr gebaut wird, gibt es sicher eine Chance. Einfach fragen. Teilen kann man ein Grundstück vom Grunde nach wie man will. Allerdings darf durch die Teilung kein Widerspruch zum Bebauungsplan entstehen (§ 19 Abs. 2 BauGB). Die müsste dann ggf. rückgängig gemacht werden. Wenn das Baufeld groß genug ist, kann man so teilen, das Reihenhäuser oder mind. ein Doppelhaus entstehen können. Darf allerdings nicht über textliche Festsetzungen im B-Plan ausgeschlossen sein. Offene Bauweise ist übrigens ein Begriff aus dem Planungsrecht; nicht Bauordnungsrecht. Nach § 22 Abs. 2 Baunutzungsverordnung ist offene Bauweise dann gegeben, wenn Gebäude mit seitlichem Grenzabstand als Einzel, Doppelhäuser oder Hausgruppen bis einer max. Länge von 50 m errichtet werden. So, damit genug. Ab zur Gemeinde und verhandeln.

Das kommt auf den Bebauungsplan an. Setzt er beispielsweise für die Villa Baugrenzen fest, oder ganz speziell einen Baukörper. Dann muss genau innerhalb der Grenzen oder auf diesen Baugrenzen gebaut werden. Das ist zu vermuten, da der Bebauungsplan geändert wurde. Normalerweise kann man mehrere Grundstücke mittels Baulasteintragung beim Bauamt (je nach Bundesland auch andere Bezeichnung z.B. Bauaufsichtsamt, früher Baupolizei) im baurechtlichen Sinne zu einem Baugrundstück vereinigen. "Die Grundstücke X und Y gelten im baurechtlichen Sinne als ein Baugrundstück - sie können auf verschiedenen Grundbuchblättern im Grundbuch eingetragen sein, d.h. ganz eigenständige Grundstücke sein, die auch getrennt veräußert werden können, verschieden Eigentümer haben. Also der wichtigste Schritt ist, sich den Bebauungsplan anzuschauen und ggf. erklären zu lassen. Zweiter Schritt: Prüfen ob es Eintragungen im Baulastenverzeichnis gibt. Die Mindesgröße kann beispielsweise im Text des Bebauungsplanes beschrieben werden - das können beliebige Quadratmeter sein, häufig 600 m² aber auch weniger und mehr. Auch die Grundflächenzahl kann festgelegt sein, oder die Dachform etc. - Bebauungsplan anschauen!

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