Kann man Musikhörer in zwei Arten unterteilen?

10 Antworten

Also wenn ich Musik in Perfektion hören will, dann mache ich es Daheim mit Kopfhörern oder die Anlage laut.

Konzerte sind auf verschiedensten Weisen genial. Da wäre die Atmosphäre im Allgemeinen, die Menschen, die alle zum Konzert kommen, Merchandisign Stände, Hardcore Fans und dann das Konzert selber, wenn die Band oder der Künstler los legt.

Wenn es also eine Live Band ist, dann geht da schon die Post ab. Künstler die nur im Studio gut sind, weil die Technik das letzte aus dem Nichts herausholt, die taugen auch Live nichts. Die habe ich leider auch schbn erlebt.

Fakt ist, das Live gespielte Lieder auch mal einen ganz andern Sound haben als auf CD.

Nur mal so als Beispiel: Einmal die Studioversion und einmal Live, das ich persönlich einen ticken besser finde, weil es schneller gespielt wird.

https://www.youtube.com/watch?v=VWG4-4Y6Z60

https://www.youtube.com/watch?v=tFbX54xeQDM

Es gibt eine Menge unterschiedlicher Typen Musik anzuhören. Du bevorzugst eine bestimmte Aufnahme zu hören, andere lieben die Live-Auftritte, weil sie lebendiger sind und es einen Kontakt zum Publikum gibt. Man kann Musik im Aufzug hören, um weniger zu randalieren, im Kaufhaus, um mehr zu kaufen, oder per Kopfhörer auf dem Fahrrad, um gegen mehr Regeln zu verstoßen und andere stärker zu behindern. Und dann gibt es noch die Gruppe von Menschen, die viel lieber Musik selbst erschaffen, anstatt sie aus der Konserve von anderen zu konsumieren.

Höre Musik einfach so, wie es dir am meisten Spaß macht.

Live-Events und Tonträger sind so unterschiedlich, wie das echte Leben vs. TV-Serie.

Beides ist toll! Ich höre sehr gerne Musik auf meiner (sehr hochwertigen) HiFi-Anlange, aber das ist etwas ganz anderes als ein Konzert-Erlebnis, von denen ich übrigens schon über 1000 Stück hatte! XD

Also letztendlilch kann - und sollte - man es nicht vergleichen! Mache das so, wie es für Dich am schönsten ist! Ob man da etwas "unterteilen" muss (!), ist ... naja: Die eine Person liebt die Musik, die andere Person lebt die Musik! < vielleicht kann man das so ausdrücken!? o_O

Woher ich das weiß:Hobby – Bin seit 30 Jahren in der Musikszene tätig.

Aber die Definition eines genussvollen Hörens scheint sehr unterschiedlich zu sein.

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@BBsea

Es kommt sicherlich auch auf den Künstler, die Halle und das Publikum an!

Ein Klassik-Konzert des Londoner Symphonie Orchester in der Berliner Philharmonie oder der Düsseldorfer Tonhalle ist ansich ja schon ein Unterschied - alleine vom Sound her! Und im Prinzip überhaupt nicht vergleichbar mit einer CD-Aufnahme, auch wenn man 500€ teure Kopfhörer benutzt.

Letztendlich ist es wohl Geschmackssache! Ich habe schon Konzerte abgesagt, weil ich aus Erfahrung wußte, dass die Akustik - bei der Art von Musik - in der Düsseldorfer Philipshalle nix wird! Habe mich dann für das selbe Konzert in der Essener Grugarhalle angemeldet! War fantastisch! XD

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Denke schon :)

Bei mir ist es bisschen extrem, da ich im Laufe des Lebens feststellen musste, dass meine Ohren anders/sensibler hören als die der meisten Menschen^^

Tonträger:

  • Es muss die Originalaufnahme in guter Qualität sein.
  • Stereoanlage muss gut klingen und zwei klassische Lautsprecher haben. Keine modernen Design-Brüllwürfelchen, die die Musik aus einem 2cm-Quäker krakehlen lassen.
  • Es darf nicht totproduziert sein, "Remastered"-Zeugs und ähnliches meide ich (und wenn es nicht anders geht, versuche ich oft, die Aufnahme wieder zurückzumastern).
  • Wenn das Original mono ist, will ich keine nachträglich digital hinmurkste Stereoversion davon haben.
  • Manche digitale Musikdateiformate (besonders AAC) haben selbst in der höchsten Bitrateneinstellung noch für mich hörbare und störende(!) Artefakte, die irgendwie kein anderer hören kann. Für mich Grund genug, die Musik abzuschalten.
  • UkW-Radio ist eine extrem nervige Krachmaschine, wo die Töne nicht klingen sondern kotzen. Das liegt hauptsächlich am Soundprocessing dieser Sender.
  • Wenn ich denke, dass meine Stereoanlage bereits die Wände wackeln lässt, ist das für andere zu leise/mit zu wenig Bass. tatsächlich schaffe ich es nicht, den Lautstärkeknopf über 9 Uhr zu drehen.
  • Der Gesang/Songtextinhalt ist mir völlig egal. Ich interessiere mich mehr für die Komposition etc.
  • Ich nehme in vielen Aufnahmen kleinere Fehler, wie leichte Knackser oder leicht falsch gespielte Töne beim ersten Hören wahr. Da schmeiße ich oft Audacity an, um das zu beheben. Da werde ich fast immer gefragt, was genau ich da eigentlich rausgeschnitten/geändert habe^^
  • Der Plattenspieler hat schon mehrmals einen bevorstehenden Stromausfall mehrere Minuten vorher prophezeit, weil dieser die Platte durch die bereits "angeschlagenen " Stromversorgung etwas anders als sonst abgespielt hat.

Konzerte/Livemusik/Diskotheken

  • Viel zu laut! Meine Ohren machen da nicht mit, wenn es aus schrankgroßen PA-Boxen stampft. Ich nehme die Musik dann meistens völlig übersteuert wahr, obwohl sie es nicht ist
  • Habe ich im Leben bisher jeweils nur einmal kurz besucht, um genau das festzustellen.
  • Ich gerate da leicht in Panik.
  • Meide ich seitdem komplett bzw. kaufe mir hinterher die DVD, die ich in einer Lautstärke meiner Wahl abspielen kann.

Mehrere Ohrenärzte sagen jedoch, dass meine Ohren gesundheitlich in Ordnung sind^^.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Beides bietet Genuß.

Beim Tonträger spielt die Perfektion eine Rolle , beim Konzertbesuch ist die Atmosphäre unverzichtbar. Warum auf das eine verzichten, wenn man beides haben kann. Morgen gehe ich auf ein Konzert mit Gregory Sokolov und freue mich sehr darauf.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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