Kann man mit einer Zweieinhalbjährigen schon Spiele von "Der Maus-Seite" spielen?

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4 Antworten

Hallo leonhard,
bei diesen Antworten muss ich als Vater zweier Kínder auch noch ein mal Stellung nehmen.
Als Kind haben mich Sprüche meiner Eltern wie "Das darfst du nicht" oder "Das macht man nicht" immer maßlos geärgert. Deshalb habe ich einiges anders gemacht und denke mit Erfolg.
Anregungen, egal welcher Art, sind wichtig und fördern Begreifen und Verständnis. Dabei ist es egal, ob die Kinder es im Moment verstehen. Sie werden fragen, wenn sie darüber nachgedacht haben. Dazu gehört auch der Computer und natürlich auch viele andere Dinge. Je mehr je besser. Wenn es zu viel wird werden die Kinder abwinken. Wer aber den Fehler macht die Kinder vor den Computer oder Fernseher zu setzen um seine Ruhe zu haben, kann keinen schlimmeren Fehler machen!
Besonders, wenn sich ein Elternteil (oder Betreuer) mit den Kindern hinsetzt, egal ob fernsehen, Computer oder Museum, mit dem Kind über die Dinge spricht und der andere Elternteil sich hinterher vom Kind berichten lässt, fühlt sich das Kind ernst genommen und verarbeitet die Anregungen in positiver Weise. Die Antwort kann also nicht lauten "Ja" oder "Nein" oder "Nicht in diesem Alter", sondern es ist das WIE, auf das es ankommt!
Gerade in diesem Alter findet die Vernetzung der Gehirnzellen statt und viele Anregungen fördern die spätere Lernfähigkeit und Intelligenz. Selbstverständlich gehört auch ein eigener Entscheidungsspielraum dazu, in dem diese Kunst geübt werden kann, solange daraus keine Gefahren erwachsen. Statt Verbote Erklärungen oder Experimente, das fördert das Vertrauen in die Erklärungen. Beispiel: Heiße Herdplatte; Kind legt die Hand auf die kalte Platte; Platte einschalten; Das Kind spürt wie die Platte warm wird und zieht die Hand rechtzeitig weg; Kommentar: nachher ist die Platte viel heißer, man spürt es schon aus größerer Entfernung. Solche ungefährlichen Experimente fördern Verständnis und Vertrauen! Kinder sind auch Menschen, nur ein bischen kleiner als wir, behandeln wir sie auch wie unseresgleichen, sie werden es uns danken! Grüße PeterBo

Ich denke, dass es noch verfrüht ist mit einer 2 1/2 jährigen am PC Spiele zu spielen. In dieser Entwicklungsphase werden im Schwerpunkt der Spracherwerb, Körperwahrnehmung, Gewissen/Gefühle wahrnehmen, beherrschung des eigenen Körpers uvm. gebildet. In diesem Alters erachte ich es als sinnvoller einfache Brettspiele (in jedem Fachhandel oder in spez. Ausleihstellen erhältlich) gemeinsam mit dem Kind zu spielen. Dabei werden wichtige Kompetenzen wie Geduld haben, an Etwas dran bleiben, umgang mit Gefühlen uvm. erlernt. Zudem verfestigt dies eine gute Bindung zu der Bezugsperson die sich in einem wirklichen Austausch mit dem Kind befindet.

PeterBo 05.12.2007, 12:15

Hallo Zimtstern,
Kinder wissen sehr genau, was gut für sie ist. Sie können es uns auch mitteilen, wenn wir bereit sind zuzuhören! Wann hören die Erwachsenen endlich auf, den Kindern IHRE Vorstellungen den Kindern überstülpen zu wollen? Lassen wir sie doch selbst entscheiden! Wenn es viele Anregungen gibt, werden die Kinder schon sagen "lies mir lieber eine Geschichte vor." oder wonach Ihnen der Sinn steht. Wichtig ist nur dass man vieles anbietet, und die Kinder entscheiden lässt was gerade richtig ist. Gerade in diesem Alter tun sie Intuitiv das richtige! Wenn wir meinen zu wissen welche Bedürfnisse unsere Kinder haben und nicht auf SIE (die Kinder) hören, sind wir schon auf dem falschen Dampfer!!!
Grüße PeterBo

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Nordfriesin 05.12.2007, 21:52
@PeterBo

FALSCH, lieber PeterBo!!! Sicher gibt es einige Kinder die das können aber ich denke gerade an die Tochter meienr Freundin. Sie hat ihrer Tochter einen Winnie Puh Videofilm gekauft! Das kleine 2 Jährige Mädchen war so fasziniert von Winnie dass sie sobald sie Morgens aufwacht nach "winnie" fragt! Egal was gerade angesagt ist die kleine will "Winnie" schauen! Die Situation ist meiner Freundin etwas aus der Hand geglitten und hat mich um Rat gefragt wie sie ihrer Tochter das wieder abgewöhnt denn sie scheint regelrecht süchtig zu sein! NICHTS ist besser für sie als "Winnie"! Das war nur ein Beispiel!

UM noch ein Beispiel zu nennen (im übrigen habe ich Massig Beispiele): Ein 3 jähriger Junge aus dem Kindergarten (in dem ich tätig bin)schaut täglich zu Hause CSI, K11 Tatort usw! Im Elterngespräch meinten die Eltern ihr Sohn würde sich schon melden wenn es ihm zu heftig würde! Völliger QUATSCH!!! Kinder geben sich in der Regel der Reizüberflutung des TV bzw PC hin! Ob ihr Erwachsenen das nun wahrhaben wollt oder nicht!!! DAS können die Kinder NICHT ALLEINE ENtscheiden! Da sind wir als Eltern gefragt!

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Das mit dem PC find ich für dieses Alter nicht unbedingt so toll. Aber ich kenne die Ausbildung Eurer Babysitterin nicht, sicher hat sie es gut gemeint und vielleicht nicht so enorm viel Erfahrung mit dieser Altersgruppe. Es gibt ganz viele ähnliche Spiele ohne PC, Memory's und Puzzle's und ähnliches. Kauft doch mal so was und sprecht noch mal mit ihr. Schaden hat sie ja nicht angerichtet und ist sicher dafür aufgeschlossen.

Ich würde eine zweieinhalbjährige noch gar nicht vor den PC setzen. Es gibt so viele schöne Lernspiele für Kinder in diesem Alter, die dazu die Phantasie mehr anregen, als es ein PC überhaupt kann. Dazu kommen noch die körperlichen Dinge. Ein Kind in dem Alter sollte toben und spielen und damit seine Koordination verbessern, und nicht vor dem PC stitzen.

leonhard 04.12.2007, 14:26

Ich gebe dir sicher Recht, was die körperliche Aktivität betrifft. Allerdings muss ich zur Verteidigung unserer Babysitterin sagen, dass sie wohl immer nur ein Spiel spielen. Es ist nicht so, dass unsere Tochter Stunden vor der Kiste verbringen.

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Katzentatze 04.12.2007, 14:33
@leonhard

Wenn du dir da sicher bist... Ich finde es bedenklich, ein so kleines Kind schon vor den PC zu setzen.

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Katzentatze 04.12.2007, 14:26

Bist du dir sicher, dass der Babysitter nur auf diesen Seiten surft? Für mich hört sich das eher an, als wenn der Babysitter im Netz surfen will und die Kleine nur dabeisitzt. Und als Alibi wird dann mal für 5 Min. eine Kinderseite aufgemacht, wo die Kleine rumspielen darf.

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