Kann man mit einem schwerbehinderten Ausweis in Paris kostenlos öffentliche Verkehrsmittel nutzen?

3 Antworten

Schwerbehinderte Menschen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt sind, haben Anspruch darauf, im öffentlichen Personennahverkehr unentgeltlich befördert zu werden (§§ 145 ff. SGB IX). Das betrifft gehbehinderte, außergewöhnlich gehbehinderte, hilflose, gehörlose und blinde Menschen (Merkzeichen G, aG, H, Gl und Bl im Schwerbehindertenausweis). Das Merkzeichen B berechtigt darüber hinaus zur kostenfreien Mitnahme einer Begleitperson.

Ob diese Voraussetzungen vorliegen, wird vom Versorgungsamt bei der Feststellung einer Behinderung geprüft. Schwerbehinderte Menschen, die freifahrtberechtigt sind, erhalten einen Schwerbehindertenausweis in grün-orange.

Nahverkehr heißt: Omnibusse, Straßenbahnen, S-Bahnen und Nahverkehrszüge der Bahn bundesweit.

Von den schwerbehinderten Menschen, die von der unentgeltlichen Beförderung Gebrauch machen wollen, wird eine Eigenbeteiligung von 80 Euro jährlich (40 Euro halbjährlich) erhoben. Dafür wird eine Wertmarke ausgegeben, die zusammen mit dem Schwerbehindertenausweis als Nachweis für die Freifahrtberechtigung dient. Einkommensschwache (insbes. Grundsicherungsempfänger) sowie blinde und hilflose Menschen sind von der Eigenbeteiligung befreit.

Die unentgeltliche Beförderung gilt nur für den Nahverkehr. Im Fernverkehr müssen die schwerbehinderten Menschen normal bezahlen. Wer berechtigt ist, eine Begleitperson mitzunehmen (Merkzeichen B), kann dies sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr kostenfrei tun.

Es geht hier um Paris

0
@Philipp576

Ich dachte nur Du hast das mit Paris im Beitrag des Threaderstellers/in übersehen.Danke für die Info

0

Bei den deutschen Beförderungsunternehmen gelten ausländische Behindertenausweise nicht, egal, welche Zeichen da drin sind.

Ich kann mir nicht vorstellen, das in Frankreich ausländische Ausweise gelten.

Der Ausweis gilt nur in Deutschland

Hatte ich auch mal gedacht.

0
@Wippich

Danke für die Info - finde jedoch keinen Hinweis, ob die Absprachen für alle Behinderungsgrade und Merkmale gelten (nur die Einschränkungen bei "B")

Und die Abkommen scheinen sich auf die Bahnen zu beschränken - im Ernstfall muß also bei Nahverkehrsmitteln in Frankreich vor dem Einstieg gesondert geklärt werden

0

Was möchtest Du wissen?