Kann man mit einem mittelschweren Borderline-Syndrom ein normales Leben führen?

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4 Antworten

Man kann!

Es kommt jedoch auf die Symptome an, die derjenige hat. Aber die meisten Symptome lassen sich beherrschen. Mit Therapie lernt man verschiedene Strategien. Man muss/ sollte jedoch viel an sich arbeiten und es auch wollen.

Weiterhin stellt sich die Frage, was versteht man unter einem "normalen" Leben? ;-)

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Kommentar von Zonkowitsch22
28.03.2012, 13:50

Danke, schöne Antwort. Find aber erstmal einen geeigneten Therapeuten. Im vergangenen Jahrzehnt hatte ich zwei einjährige Sabbeltherapien, bei denen die Therapeuten nicht einmal Borderline erkannt hatten :(( Und die Frage nach dem "normalen" Leben trifft eh den Nagel auf den Kopp.

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Borderline

Was ist Borderline

Borderline ist eine Psychische Störung durch die Impulsivität, Instabilität in den zwischenmenschlichen Beziehungen, Stimmungen und das Selbstbild hervorgehen. Die Bereiche des Fühlen, Denken und handeln sind da durch beeinträchtigt, das sich in negativen und zum Teil paradoxen Verhalten zeigt insbesondere in zwischenmenschlichen Beziehung und der Beziehung zu sich selbst. Die Störung kann auch von dissoziative Störungen, Depressionen, selbsverletzendes Verhalten uvm. Begleitet werden. Es gibt auch eine hohe Komorbidät mit anderen Störungen. Der Begriff Borderline bedeutet Grenzlinie weil die Störung früher zwischen Psychose und Neurose eingeordnet wurde.

Ursachen von Borderline

Die Krankheit Borderline-Störung ist eine Persönlichkeitsstörung. Schon das Wort Persönlichkeitsstörung beinhaltet, das es auch eine gesunde Persönlichkeit gibt. Die Persönlichkeit, also das, was eine Person ausmacht, wird von vielen Faktoren bestimmt. Die Entwicklung der Persönlichkeit beginnt mit der Geburt, mittlerweile geht man sogar davon aus, dass sich die Persönlichkeit bereits im Mutterleib entwickelt. Die Persönlichkeit entwickelt sich durch genetische Faktoren und auch durch Erfahrungen, die wir machen. Zudem ist es wichtig, wie gemachte Erfahrungen verarbeitet werden. Denn erst verarbeitete Erfahrungen werden zum Teil der eigenen Persönlichkeit und formen sie. Die Persönlichkeit entsteht also aus einem Zusammenspiel von Erfahrungen, der Veranlagung und der psychischen Verarbeitung des Erfahrenen. Ist die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit starken Störungen unterworfen, so kann eine Persönlichkeitsstörung die Folge sein. Das bedeutet zum Beispiel, dass belastende Ereignisse gepaart mit einer ungünstigen Veranlagung dazu führen können, dass sich eine negative Entwicklung der Persönlichkeit bildet. Im Falle von Borderline leidet der Patient dann neben seiner Umwelt auch an sich selbst. Die Folgen davon sind ja bekannt. Interessant ist es natürlich zu wissen, wie die Persönlichkeitsstörung bei jedem einzelnen Patienten entstanden ist und was die Ursachen waren. Zu Ernüchterung muss man jedoch anführen, dass die Wissenschaft heute noch ziemlich unwissend ist, was diese Ursachen genau sind und welche Ursachen welche Ausprägungen der Krankheit bewirken. So gibt es keine eindeutigen typischen Symptome, die eine Borderline-Erkrankung auslösen. Einig ist man sich alleine darüber, dass viele Faktoren zusammenspielen müssen, damit eine Borderline-Störung entsteht. Zu diesen Faktoren zählt zum einen das genetisch bedingte Temperament, das für jeden Menschen typisch ist. Dazu kommen Umweltfaktoren, also zum Beispiel Erfahrungen und Traumata, sowie neurologische oder biochemische Störungen. Forscher gehen davon aus, dass drei Faktoren erfüllt sein müssen, damit eine Borderline-Störung entsteht.

Diese Faktoren sind:

o Ein Umweltfaktor: Traumata in der Kindheit o Genetischer Faktor: Das Temperament o Wechselwirkung zwischen den ersten beiden Faktoren

Zu verstehen ist das dann so: Hat ein Mensch ein oder mehrere Traumata erleben müssen und ist sein durch seine Gene vorprogrammiertes Temperament so geschaffen, dass er diese Traumata nicht verarbeiten kann, so kann er an einer Borderline-Störung erkranken. Wie gesagt, kann, nicht muss. Umweltfaktoren

Festgelegt wurden drei Typen von Umweltfaktoren, besser gesagt Traumata.

Typ I Unglückliche Erfahrungen in der Kindheit. Diese Erfahrungen sind zum Beispiel eine Trennung oder Scheidung der Eltern, Eltern, die sich nicht in das Kind einfühlen können usw. Dieses Trauma wird zwar als störend empfunden, kann aber durch liebevollen Umgang mit dem Kinde wieder korrigiert werden.

Typ II Verbale und emotionale Misshandlungen Diese können verbal oder emotional stattfinden. Dazu gehört das andauernde Vernachlässigen des Kindes, ständiges Schimpfen oder Runtermachen oder auch eine Einschränkung durch psychische Erkrankungen der Eltern.

Typ III Körperliche Misshandlungen Dazu gehört sexueller Missbrauch oder auch Schlagen des Kindes. Aber auch andauernde psychische Erkrankungen oder Drogenprobleme der Eltern können ein solches Trauma auslösen. Das Familienleben ist nachhaltig gestört. Es wird keine Unterstützung den Kindern geboten, es herrscht Kritik oder Desinteresse. Tatsächlich haben viele Borderliner wenigstens eines dieser Traumata erfahren, manche auch mehrere. Aus vielen Untersuchungen weiß man, dass Borderliner eine schwere Kindheit hinter sich haben. Viele Borderline-Patienten haben in ihrer Kindheit Misshandlungen oder einen Missbrauch erlebt. Dies ist auf den ersten Blick auch die schlüssigste Ursache für diese Erkrankung. Kinder oder Jugendliche haben eine so tiefgreifende Störung in ihre Psyche erlebt, dass sie dadurch einen bleibenden Schaden genommen haben.

Den Kompletten Text findest du unter:

https://www.facebook.com/pages/Borderline/222761091136147?sk=info

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Kommentar von Zonkowitsch22
28.03.2012, 09:36

Und welches wäre deine Antwort?

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Ich denke das hängt davon ab, welche Symptome wie Ausgeprägt sind und wie das Umfeld damit umgeht.

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warum nicht? wenn du dabei in einer laufender therapie bist sollte das schon möglich sein.

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Kommentar von Zonkowitsch22
27.03.2012, 23:51

Und wie begründest du deine Einschätzung, Engel?

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