Kann man mit einem abgebrochenen Abitur zur Bundewehr gehen ohne in den Einsatz zu müssen?

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2 Antworten

Also jetzt mal der Reihe nach, die meisten Antworten gehen bisher nämlich entweder in die Binsen und die einzig kompetente (nämlich die von Apfelkind1986) ist eher als Scherz gedacht, wobei Du diesen aber wohl nicht verstanden hast :-)

Abgebrochenes Abi = Realschulabschluss. Den hast Du, wenn Du die 10. Klasse Gymnasium erfolgreich bestanden hast. Ein "halbes Abi" gibt es nicht.

Mit diesem Realschulabschluss kannst Du bei der Bundeswehr entweder die Mannschaftslaufbahn (Mindestverpflichtungszeit 4 Jahre) oder die Feldwebellaufbahn (Mindestverpflichtungszeit 12 Jahre) einschlagen. Mannschaften würde ich nicht empfehlen, da man hier so gut wie keine Aufstiegschancen hat und letztlich nicht als Berufssoldat übernommen werden kann, wenn man länger dabeibleiben möchte. Als Feldwebel kannst Du (wenn Du nicht die Laufbahn im Truppendienst, sondern im Fachdienst einschlägst; Verpflichtung mind. 13 Jahre) be der Bw auch eine Berufsausbildung machen.

Verdienst ist hierbei solide, kommt aber massiv auf Deine Vorstellungen an (ein 25jähriger lediger Feldwebel verdient ca. 1.700 Euro netto).

Also zu Teil 1 Deiner Frage: Ja, mit abgebrochenem Abi kann man natürlich zur Bundeswehr gehen!

Teil 2 ist komplizierter, und hier kommt auch Apfelkind1986 ins Spiel: Wenn Du nicht in den Auslandseinsatz gehen willst, darfst Du Dich nicht länger als 12 Monate verpflichten. Alles, was darüber liegt, muss sich grundsätzlich für Einsätze bereiterklären. Und 12 Monate sind nur im Rahmen eines Freiwilligen Wehrdienstes möglich, der, wie schon gesagt, keinerlei Aufstiegs- oder Weiterbildungsmöglichkeiten bietet, sondern eigentlich nur zur Überbrückung bis zum Beginn einer Ausbildung/eines Studiums dient.

Also zu Teil 2 Deiner Frage: Ja, man kann zur Bundeswehr gehen, ohne in den Einsatz zu müssen, aber nicht länger als 12 Monate, und dann ist weder Karriere noch Ausbildung drin!

Und apropos:

Ich möcht da ja nicht unbedingt hin, aber als notfallplan wäre es sinnvoll etwas Stabiles im Hintergrund zu haben.

Mit der Einstellung ist Bundeswehr immer die falsche Entscheidung. Der Soldatenberuf sollte immer eine Überzeugungs-, nie eine Versorgungsentscheidung sein. Früher war das etwas anderes, aber in der modernen Einsatzarmee von heute wird man damit sicher nicht glücklich.

die einzig kompetente (nämlich die von Apfelkind1986) ist eher als Scherz gedacht, wobei Du diesen aber wohl nicht verstanden hast :-)

Nene, die ist schon ernst gemeint und halt die einzige Möglichkeit, als Soldat nicht in den Einsatz zu gehen. Ich berate nur nicht gerne Menschen, die die Bundeswehr als eine Art Rettungsanker sehen und gerne Geld für möglichst wenig Gegenleistung haben möchten.

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@Apfelkind1986

Natürlich ist sie ernst gemeint - das bezweifle ich ja auch gar nicht :-) Der "Scherz" liegt für mich aber in dem hübschen Zwischenton, den sie vermittelt - und genau so war's ja auch gemeint, wenn ich Dich richtig verstehe.

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Ja, das war eine erhellende Antwort. Die nehmen allerdings nicht jeden und ich fürchte, der Fragesteller würde scheitern.

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Ja, freiwilliger Wehrdienst für maximal 12 Monate. Schlechtere Bezahlung, unterste Dienstgradgruppe, keine Ausbildung, nach 12 Monaten wieder raus.

Nein danke :D

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@Inquisitivus

Was hast du mit abgebrochenem Abitur und ohne Willen, etwas zu leisten, denn erwartet?

Geschenke bringt der Weihnachtsmann und nicht der Arbeitgeber.

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