Kann man mit diesem Fernglas Jupiter und die galileischen Monde erkennen?

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3 Antworten

Dein Fernglas hat eine Öffnung (Durchmesser der Frontlinse) von 25 mm, besitzt eine zehnfache Vergrößerung und ein Bildfeld von 96m/1000m. Gute Ferngläser für die Amateurastronomie sollten zumindest die doppelte Öffnung haben und im Idealfall ein größeres Bildfeld aufweisen, für deine ersten Schritte am Himmel genügt dieses Fernglas jedoch erstmal aus.

Für die Beobachtung der Galileischen Monde ist es bereits mehr als ausreichend: Prinzipiell wären sie bereits mit dem bloßen Auge sichtbar, allerdings stehen sie so nahe am Jupiter, dass sie gnadenlos von ihm überstrahlt werden. Mit deinem Fernglas jedoch wird dieser Abstand (scheinbar) um einen Faktor zehn erhöht sowie ein wenig zusätzliches Licht (im Vergleich zum "nackten" Auge) gesammelt, so dass die Galileischen Monde klar und deutlich vom Planeten getrennt zu beobachten sind. Ich wünsche dir viel Vergnügen dabei, melde dich doch kurz und schildere deine Beobachtungen!

Ich wackel immer so mit dem Fernglas, kann ich dagegen tun? Eins Stativ habe ich nicht

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@Jupiter96

Bei zehnfacher Vergrößerung ist es bereits nicht ganz einfach das Fernglas wirklich ruhig zu halten, ohne Stativ stehen dir da leider nicht allzu viele Mittel zur Verfügung. Hast du vielleicht einen Campingtisch und Campingstuhl? Damit könntest du zumindest horizontnah bequem im Sitzen beobachten und könntest die Arme auf dem Tisch stabilisieren.

Alternativ versuchst du einfach dich an die nächstgelegene Wand, einen Pfeiler oder Ähnliches anzulehnen, für die Beobachtung des Jupiters im Fernglas brauchst du keinen dunklen Himmel, da darfst du gerne im heimischen Garten bleiben.

Sehr geschickt ist die Bandmethode: Binde ein Seil mit einer Länge die höher ist als deine Körpergröße um dein Fernglas. Beim Beobachten stabilisierst du es dann ganz einfach dadurch, dass du auf auf das andere Ende des Seil am Boden trittst und das Seil mit deinen Schuhen schön stramm hältst. Mit ein bisschen Übung klappt das hervorragend!

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@Jupiter96

Ich habe eben alles mögliche versucht, sehe ihn aber nur verwackelt.... Mars habe ich auch versucht zu sehen, es sieht alles gleich verwackelt aus.... Morgen Abend bei Astronomie kann ich sie vielleicht aber auch sehen. Und die galileischen Monde!

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@Jupiter96

Ich habe eben erkannt, eine Linse von meinem Fernglas ist kaputt, habe also nur die linke Seite genommen. Jupiter war zwar noch relativ ziemlich unscharf, habe aber ein Wolkenband oben erkannt UND ich glaube sogar gesehen zu haben, dass ein Jupitermond hinter Jupiter verschwunden ist!

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@Jupiter96

Was du da gesehen hast, waren keine Monde. Es war lediglich eine Überstrahlung. Dieser User ist, was Optische Geräte anbelangt, auch nicht der beste Ansprechpartner. Das hat er schon in anderen Fragen bewiesen. Kauf dir ein Fernglas oder Feldstecher mit mindestens 5 cm Öffnung, und du wirst sie sicher sehen. 2,5 cm sind viel zu wenig.

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Wie Phönix schon richtig erklärte, reicht dein Glas eher nicht für die Monde des Jupiter. Jupiter kannst du damit noch erkennen, klar. Aber um die Monde auflösen zu können, muss es schon etwas größer sein. Ich sehe die Monde mit meinem 10x50 Glas auch nur sehr schwach. Noch kleiner wird es also sehr schwer werden. Und nein, zu deinem Kommentar unten, kein Mond hat sich heute oder gestern vor oder hinter Jupiter befunden. Io steht sehr Nahe an Jupiter, aber hat ihn nicht verdeckt. Wenn du eine schlechte Optik hast, hast du einfach die Überstrahlung des Jupiters gesehen. Was jetzt noch hinzu kommt, Jupiter steht nicht gerade sehr günstig. Seine Sichtbedingungen sind nicht sehr gut, weil er sehr tief steht. So muss sein Licht durch ziemlich viel Atmosphäre, bis es dich erreicht. Du hättest mit deinem kleinem Glas bessere Chancen, wenn er hoch am Himmel stehen würde. Aber jetzt ist es eigentlich ausgeschlossen das du auch nur einen seiner Monde erkennst.

Wie Phönix schon richtig erklärte, reicht dein Glas eher nicht für die Monde des Jupiter.

Da sprechen die Gesetze der Optik aber eine andere Sprache ...

Optische Instrumente mit einer Öffnung von 25 mm erreichen ein Auflösungsvermögen von ungefähr 5,5 Bogensekunden und eine visuelle Grenzgröße von 8,5 mag, womit also alle galileischen Monde ohne weiteres auszumachen sind - bei zehnfacher Vergrößerung reicht der scheinbare Abstand selbst beim innersten Mond Io absolut aus, um den Trabanten klar und deutlich vom Planeten getrennt zu beobachten und den enormen Helligkeitsunterschied zu kompensieren.

Auch die Beobachter sind da anderer Meinung

http://www.t-haeuselmann.ch/astronom/Astro/planeten/planeten_02.htm

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@Altair080

Ich denke nicht, das du weißt, wovon du überhaupt sprichst. Ich komme aus dem Beruf und habe genug Erfahrung um sagen zu können, das es Blödsinn ist, was du da erzählst.

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@peter678

und habe genug Erfahrung um sagen zu können, das es Blödsinn ist, was du da erzählst.

Und wo bleiben deine Argumente? Leider beruht

Optische Instrumente mit einer Öffnung von 25 mm erreichen ein Auflösungsvermögen von ungefähr 5,5 Bogensekunden und eine visuelle Grenzgröße von 8,5 mag

auf ganz nüchternen Gesetzen der Optik, die du zwar gerne ignorieren darfst, aber dadurch eben nicht falsch werden.

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Leider nicht. 10X25 bedeutet das die Vergrößerung, 10x ist und die Öffnung ist 25mm. Und das ist für die Monde von Jupiter zu wenig. Mit einem 10x50 Feldstecher kannst du sie aber schon langsam sehen. Zwar noch sehr klein und schwach, aber es geht. Bei Beobachtungen des Himmels, ist die Größe der Linse, immer das wichtigste. Je größer sie ist, um so mehr kann das schwache Licht der Gestirne im Brennpunkt gesammelt werden. Und die kleinen Galileischen Monde brauchen schon eine etwas größere Öffnung. Das ist besonders bei Nebeln und Galaxien und Lichtschwachen Objekten von Nöten. Daher wird das mit deinem, wohl eher nichts. Feldstecher mit 10x50 sind nicht sehr teuer. Kauf dir einfach mal eines für den Anfang. Ich hab mir vor einiger Zeit mal eins von Aldi gekauft. Hat nur 20 Euro gekostet. Damit kann ich die Monde schon sehen und die Sterne sehen sehr schön aus, darin. Besser sind natürlich noch größere mit höherer Vergrößerung. Aber dann brauchst du auch schon ein Stativ. Noch besser ist natürlich ein Teleskop. Ab einer Öffnung von 8cm aufwärts kannst du die Monde schon sehr gut sehen und viele Wolkenbänder auf Jupiter.

Das ist nicht richtig: Die Galileischen Monde wären mit ihrer Helligkeit von 4,6 mag bis 5,7 mag prinzipiell auch mit dem bloßen Auge sichtbar, auch die maximalen Winkelentfernungen vom Jupiter liegen mit

Io: 1,9 Bogenminuten

Europa: 3,0 Bogenminuten

Ganymed: 4,4 Bogenminuten

Kallisto: 8,3 Bogenminuten

prinzipiell innerhalb des visuellen Auflösungslimits von einer bis zwei Bogenminuten. Problematisch ist lediglich die große Helligkeitsdifferenz zwischen den Monden sowie dem Jupiter, wobei allerdings schon ein ordentliches Opernglas ausreichend vergrößert, um den scheinbaren Winkelabstand soweit zu erhöhen, dass die Galileischen Monde deutlich sichtbar werden.

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@Altair080

Ist schon wieder Märchenstunde? So ein Quatsch. Sie sind nicht mit bloßem Auge sichtbar und auch nicht mit einem 25x10 Fernglas. Sogar in einem 10x50 Glas ist es schwer.

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@PhoenixIR6

Ach, richtig, und Galilei selbst, dessen ersten Instrumente, was das Lichtsammel- und Auflösungsvermögen betrifft in einer Liga mit modernen Operngläsern spielten, konnte sie folglich auch nicht sehen ... ?

Schauen wir uns doch einmal um, was die Allgemeinheit zu dem Thema sagt:

http://www.t-haeuselmann.ch/astronom/Astro/planeten/planeten_02.htm

Ich zitiere:

Nach Sonne, Mond und Venus ist Jupiter das hellste Gestirn am Himmel. Schon mit einem Opernglas können die 4 hellsten Jupitermonde, nach ihrem Entdecker Galileo Galilei auch «Galileische Monde» genannt, gesehen werden.

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@Altair080

Vollkommen richtig! Aber es ist immer wieder interessant, wie sehr sich manche gegen sachliche Argumente sträuben.

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@Altair080

Falsch. Erstens hatte das Teleskope eine ganz andere Brennweite und Vergrößerung und zweitens sieht man die Monde nicht in kleinen Operngläsern, weil sie schlicht, überstrahlt werden. Es ist schon eine Mindestgröße von 5cm erforderlich um sie zu sehen. Und ab 50mm gehts erst los. Mit einem 10 oder 8x50 Feldstecher kann man sie auch nur mehr oder weniger erahnen. Zitat "Die Daten für Elongation, scheinbare Helligkeit und scheinbaren Durchmesser beziehen sich auf eine durchschnittliche Opposition des Jupiter. Es ist also keine Kunst, diese vier Monde zu erkennen, das geht schon mit einem ruhig aufgestellten 8x50-Feldstecher ohne Probleme. Interessant ist es nun, die Bewegungen der Monde zu verfolgen." http://www.waa.at/apo/jumo/k1.html

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@Altair080

Übrigens, bevor du dich noch über die Zahlen wunderst: Die angegebenen Elongationen beziehen sich übrigens auf eine "schlechte" Opposition, also mit Jupiter im Aphel, um eine recherische Untergrenze zu erhalten.

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@PhoenixIR6

Ignoriere meine Argumente ruhig weiter ... an den Tatsachen ändert das nichts.

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@Altair080

Habe in den letzten Tagen bei mäßig klarem Himmel in Berlin (!) mit einem Fernglas 10x40 wieder problemlos 2-3 von den 4 großen Jupiter-Monden beobachten können.(je nach Konstellation) Mein 76/700 Newton ist dagegen bei diesen Lichtverhältnissen quasi nutzlos.

überprüfen kann man das gesehene gerne auch hier http://eclipse.astroinfo.org/jupiter/jupiter.html

es hilft natürlich schon, ein paar Minuten ohne störende Lichtquellen die Augen anzupassen und bei einem Fernglas beide Augengläser einzeln (wenn möglich) scharf zu stellen. Und Hand oder Fernglas unbedingt abstützen- > Tisch/Fensterrahmen

nicht ohne Grund sind die Jupitermonde ein AHA!-Erlebnis für Einsteiger und der arme Galileo hat sich wegen ihnen die Augen ruiniert :)

also Theorie und Praxis haben recht!

@Altair: kann ich eigentlich bei einem Fernglas (zB: 40mm) beide Öffnungen addieren? 40x2=80 ? die beiden Gläser sammeln ja nur Licht für je ein Auge und addieren sich erst wieder im Gehirn. mein persönlicher Eindruck ist etwa ein Faktor von 1,5

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