Kann man mit 130-150 Euro im Monat nur für Lebensmittel überleben?

15 Antworten

Noch ein Tipp:

Im Chefkochforum gibt es eine Gruppe: "Kaufdiät" und ein Forum "günstig Kochen, günstig Leben". In der Kaufdiätgruppe geben Leute an, was sie in der Woche ausgeben (wollen) und für wie viele Personen das reichen soll und was sie dann kochen. Da sind immer wieder auch Leute mit 30 € pro Woche oder Lebenskünstler, die als Challenge 10 € in der Woche ausgeben wollen (nicht permanent). Dort kann man sich mal Anregungen holen. 

Fürs Bad: Billigshampoo und ein Stück Seife hält lange. Shampoo ggf. verdünnen. Da kann man mit Shampoo, Seife und Zahnpasta auf ca. 3 € pro Monat kommen (+ 3 € für Rasierschaum ggf.; man kann auch Kokosöl verwenden, ist teuer in der Anschaffung, hält ggf. länger). Meist hat man noch andere Wünsche wie Stylingschaum, duftender Badezusatz oder so, aber fürs Minimum reichen da halt auch 3 bis 5 € im Monat, also 1,30 € bis unter einen Euro pro Woche.

Putzen: Spülmittel, Essig, Soda für die meisten Oberflächen und Böden (Boden/ Fliesen: Nur verdünntes Spülmittel), Glasreiniger für die Fenster; pro Monat ca. 3 bis 4 €.

Ja, natürlich geht das. Ich habe es auch schon mal mit 80 € im Monat für Lebensmittel geschafft.

Voraussetzung: Du kochst selbst, kannst dir im besten Falle etwas einfrieren (meist nicht, da Studentenwohnheime selten Kühltruhen haben), kaufst saisonale, günstige Gemüsesorten, Reis und Nudeln (und ein paar Gewürze, die anfangs etwas zu Buche schlagen, sich dann aber auszahlen). 

Stelle dir eine Liste mit einfachen Gerichten aus saisonalen, günstigen Gemüsesorten zusammen.

Beispiele für diese Gemüsesorten:

Tomaten,

Zucchini,

Möhren,

Kohlrabi,

Kartoffeln,

Kürbis, 

Paparika,

Gurke,

Rosenkohl,

Zwiebeln.

Aus der Dose/ aus dem Glas:

passierte Tomaten,

Mais, 

Rotkohl,

Grünkohl,

Kidneybohnen.

Trocken:

Linsen,

Reis,

Haferflocken.

Aus der Tiefkühltruhe:

Erbsen,

Erbsen-Möhren/ Erbsen-Möhren-Mais-Mischung (kostet oft nur 40 Cents pro Packung),

Spinat (blättriger Spinat sättigt mMn mehr).

Obst: 

Äpfel,

Birnen,

Banane,

alles andere kann man auch nehmen, es ist aber meist teurer.

Wenn man auf diese und ggf. ein paar andere saisonale Gemüsesorten zurückgreift, kann man schon gut satt werden und sparen. Kidneybohnen kosten pro Dose oft nur 40 Cents und man kann daraus Bohenburger, Chili, Salat, (Zutat für) Nudelsaucen machen, um satt zu werden. 

Apfel, Birne, Banane kann man morgens mit Haferflocken und Milch essen und ist dann erst mal günstig satt.

Am einfachsten sind immer Gemüsepfannen mit Reis oder Nudeln mit gebratenem Gemüse und/ oder Gemüsesaucen. Schau mal in verschiedene Foodblogs, dort gibt es oft Anregugnen, z.B. "La tartine gourmande" (Glutenfreiheit ignorieren und Weißmehl nehmen, das kostet am wenigsten).


Gerichte:

Nudeln,

Reispfanne,

Pfannkuchen herzhaft mit Gemüse,

Suppen/ Cremesuppen mit Kartoffeln (geben Sämigkeit) und ggf. Sahne,

Salate, auch aus teilweise gegrilltem Gemüse,

Tartes oder Pizza (vor allem Pizza ohne Käse ist dann auch günstig).

Tartes oder Pies: Mürbeteig mit Gemüsefüllung sättigt sehr bei wenigen Zutaten; allerdings erfordert der Teig Butter, was die Sache etwas teurer macht. Wendet man das gleiche Prinzip auf Hefeteig an (Trockenhefe: günstig und auf Vorrat), kommt man günstiger weg.

Schnell und sättigend: Pfannkuchenteig ohne Zucker herstellen, mit Gewürzen verfeinern (Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver, Paprikapulver, Chili, Tomatenmarkt, Kräuter etc.) und mit wenig gebratenem Gemüse (im Prinzip alles aus der Liste oben, ggf. beim Braten noch kräftig gewürzt) ausbacken. Vorteil: Man braucht wenig Gemüse, insgesamt wenige bzw. günstige Zutaten und wird satt davon. Natürlich kann man dazu dann auch noch eine Beilage essen, wenn es etwas "besser" sein soll.

Tarte/ Pie/ Pizza: Teig am Vorabend zubereiten, in den Kühlschrank stellen und am Folgeabend nur ausrollen und belegen. Geht dann also recht schnell und reicht beim Ein-Personen-Haushalt für zwei bis drei Tage, bzw. für zwei Tage und ein Pausenessen.



PS

Vorrat für Notfallessen, wenn nichts anderes mehr da ist oder das Geld knapp wird:

Dosentomaten, Bohnen, Asianudeln/ italienische Nudeln (Asianudeln sind schneller fertig), Sojasauce, Reis, Tomaten aus der Dose, Zwiebeln. Alles günstig und man kann dann mal schnell eine Tomaten-Zwiebelsauce mit Nudeln oder Reis machen, oder Asianudeln mit Ei* und Sojasauce und Gemüse, das im Hause ist (oder ohne) oder Bohnen in Tomatensauce. *Eier müssten dann natürlich auch noch da sein, sonst geht notfalls auch Nudeln mit Zwiebeln und Sojasauce oder Tomatensauce.

Noch ein Nachtrag: Suche dir Rezepte online oder ein gutes Kochbuch. Schaue auf Angebote der Supermärkte und in deine Rezeptlisten und erstelle einen Wochenplan. Kaufe dann möglichst für eine Woche ein, aber lass noch für Notfälle einen Puffer von 5 €. So weißt du schon, was du brauchst und kannst die Gerichte so legen, dass größere Packungen aufgebraucht werden, z.B. Möhren: Einmal Nudeln mit Möhren, einmal Möhrensuppe, einmal Möhrensmoothie. Mit Wochenplan kommt man meist günstiger weg. Schau auch, wie du evtl. Reste der Gerichte (Saucen etc.) verwenden kannst. Für übrig gebliebenen Nudeln gibt es inzwischen sehr viele Ideen wie Nudelpizza, Nudel-Eierpfanne, Nudelauflauf usw.

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@ 2themoon

Man kann von 50,-- Euro pro Woche leben als Single, wenn man sparsam ist und nicht nur auf teurere Markenware wert legt.

Lege dir ein Haushaltsbuch zu, wo du alles einträgst, was du kaufst und so merkst du, wo du evtl. noch sparen könntest.

Auf Sonderangebote achten, aber aufpassen: große Packungen sind nicht immer günstiger.

Wirklich nur die Menge einkaufen, die man tatsächlich braucht, damit man hinterher nicht Lebensmittel wegschmeissen muss.

Gehe nie mit leeren Magen einkaufen und nimm immer einen Einkaufszettel mit, sonst kauft man mehr ein.

Hier hast du mal eine Liste

http://geld-sparen-blog.blogspot.de/p/einkaufsliste-und-rezepte-fur-alle-mit.html

die Grundnahrungsmittel sollte man immer im Haus haben und selber kochen ist günstiger, als nur auf Fertigprodukte zurückgreifen und ausserdem noch gesünder.

Jetzt brauchst du noch zuhause 100,-- Euro im Monat, du musst aber später auch noch viele andere Kosten mit einrechnen.

Im Netz findest du noch viele hilfreiche Aufstellung, was du als Single Hausalt noch für Kosten einplanen musst.

Google mal danach: meine erste Wohnung, mit welchen Kosten muss man rechnen.

Ich schaffe es mit 120 Euro für Lebensmittel. Man muss ein paar Tricks beachten, wie Angebote kaufen, auf zusätzliche Sachen wie Süßes verzichten und nur das Notwendigste kaufen und vielleicht auch an dem einen oder anderen Tag weniger essen, den Vorrat strecken. Bio Produkte sind meist auch nicht mehr drin.

Es klappt, ja, du kannst überleben, aber du hast dann ein sehr knappes Budget, das ist schon gewöhnungsbedürftig. Wenn du die Wahl hast, dann würde ich dir empfehlen, dir das ganz genau zu überlegen, vielleicht auch einen Testmonat mal probieren so einzukaufen.

Das ist zu schaffen, sogar sich gesund zu ernähren. Musst aber eisern auf Angebote und günstige Waren achten. Z.B. "gut und günstig" von Edeka. Wenn Du mal so richtig Hunger hast, hilft Magerquark. Kann man einfach nur mal mit Zucker verrühren. Schmeckt gut, macht satt und ist gesund.

Bekommt man nicht von Magerquark mit oder ohne Zucker noch mehr Hunger, weil man nichts gekauft hat und gefühlt wenig im Magen und nichts Herzhaftes gegessen hat?

Als Notfallessen würde ich Nudeln emfehlen, notfalls nur mit einem Stich Butter und etwas Pfeffer, besser mit Tomaten aus der Dose und Zwiebeln (beides günstig und schnell fertig, während die Nudeln kochen oder als "One-pot-Pasta").

Brot kann man aus günstigen Zutaten backen (ja, man hat dann Stromkosten, aber die hat man ja sowieso). Aus Mehl, Chiasamen (Vorrat, alternativ natürlich Eier) und ggf. 1,5%iger H-Milch (lässt sich im Keller in größeren Mengen lagern als man in den Kühlschrank bekommen würde) + Gewürzen kann man schnell einen herzhaften Pfannkuchen machen, ggf. mit Zwiebeln und Tomatenmark (beides günstig) "verfeinert" oder mit günstigem Gemüse (jetzt bekommt man z.B. 3 Zucchini für unter einen Euro beim Discounter oder auch  mal drei Paprika).

Wenn man einen Keller hat, einen großen Sack Kartoffeln kaufen, und Kartoffeln mit Butter und Salz essen, das sättigt auch sehr. Ein großer Sack Kartoffeln sollte dann für einen Monat reichen und kostet ca. 5 € maximal.

Zu den Kartoffeln kann man wiederum Quark essen. Es lohnt sich ggf., Küchenkräuter anzubauen (Schnittlauch, Basilikum), wenn man die Möglichkeit hat (Fenster, nicht direkt über der Heizung). Damit könnte man z.B. dann Kräuterquark für Kartoffeln oder als Brotaufstrich zubereiten oder allg. Kräuter als Gewürz verwenden.

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@Tasha

Das sind gute Ideen. Magerquark macht satt, weil dieser sehr viel Eiweiß hat. Iss mal einen Becher Magerquark, egal wie, dann willst Stunden nichts mehr vom Essen hören. 

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@Tasha

Sehr gute Tipps. Vorräte kann ich mir nur nicht so anschaffen, weil ich ein 10 qm Zimmer im Studentenwohnheim habe und wir eine Gemeinschaftsküche. Bisschen geht was, wie ein paar Packen Milch oder so, aber kann da nicht lauter Dosen und Kartoffelsäcke horten ;)

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