Kann man Magersüchtige in eine Klinik zwingen?

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15 Antworten

Hallo XIVVIII,

Deine Eltern haben zwar ein Aufenthaltsbestimmungsrecht, dieses umfasst aber keine freiheitsentziehenden Maßnahmen wie die Unterbringung in einer Klinik gegen Deinen Willen.

Erst wenn Du eine Gefahr für Dich oder andere darstellst, kann ein Richter nach dem Psychischkrankengesetz Deines Bundeslandes die Unterbringung gegen Deinen Willen anordnen.

Mit einem BMI von gerade mal 15,4 bewegst Du Dich genau an der Grenze. Ab einem BMI von unter 14 wird die Magersucht lebensbedrohlich.

Ich denke bei Deinem BMI, wird aber jeder Richter die Unterbringung anordnen, wenn Du nicht freiwillig in die Klinik gehst. Bereits ab einem BMI unter 17,5 gilt man medizinisch als Magersüchtig. Normalerweise sollte der BMI bei einem Jugendlichen zwischen 19 und 24 liegen.

Insofern lautet die Antwort auf Deine Frage:

Kann ich etwas dagegen tun, oder muss ich dann wirklich dahin gehen?

Vermutlich kannst Du dagegen nichts tun, denn wenn Du nicht freiwillig gehst, musst Du damit rechnen, dass Deine Eltern/behandelnden Ärzte die Unterbringung in einer Klinik von einem Richter anordnen lassen.

Hat ein Richter erst einmal die Unterbringung angeordnet, erfolgt die Unterbringung meist auf einer geschlossenen Station. Das heißt, ohne Begleitung wirst Du die Station nicht verlassen dürfen.

Schöne Grüße
TheGrow

Danke, wenn ein Richter meine Unterbringung anordnet, könnte ich dann dagegen klagen? Auch wenn meine Eltern für einen Klinikaufenthalt sind?

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@turnmami

Kann ich mich dann noch schnell umentscheiden und doch freiwillig gehen?

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@XIVVIII

Erstens, welchen Erfolg soll denn eine Klage haben? Würden die Voraussetzungen für eine Anordnung zur Unterbringung nicht vorliegen, würde der Richter die Unterbringung auch nicht anordnen.

Zweitens muss man für Klageerhebung volljährig sein, ansonsten müssen die Erziehungsberechtigten Klage einreichen. Meinst Du Deine Eltern würden gegen die Einweisung klagen?

Drittens hast Du gerade die paar hundert Euro übrig, die bei Einreichung der Klage zu entrichten sind?

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@XIVVIII

Kann ich mich dann noch schnell umentscheiden und doch freiwillig gehen?

Nein, wenn der Antrag auf Einweisung erst einmal gestellt wurde, trifft der Richter auch eine Entscheidung

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meine frau arbeitet beim jugendamt. sie bearbeitet wöchendlich so viele anträge zur zwangseinweisung, dass sie angst hat, wenn das so weiter geht, dass wir bald keine jugendlichen mehr haben die nicht eingewiesen werden.

kurz und bündig, wenn du nicht freiwillig gehst wird ein richter sich damit beschäftigen, denn kommst du für einige wochen in die geschlossene wirst künstlich ernährt. sollte eine besserung eintreten dann kommst du wieder raus.

sollte das nicht der fall sein, dann verlängert der richter und es kann passieren dass er das sorgerecht deinen eltern entzieht, dann bekommst du einen vormund. oft kommen die jugendlichen nicht mehr nach hause sondern in ein heim das weit weg von zuhause ist.

ich würde mir das gut überlegen.

Du bist noch minderjährig, daher können dich deine Eltern zwingen.

Ob das was bringt, und die in der Klinik dich zur Einsicht bringen können, wird sich zeigen.

Schätz doch mal, nur so nebenbei, wieviele der Magersüchtigen an der Krankheit STERBEN

Genau das ist doch ihr Ziel ....

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@Huflattich

Das ist nicht mein Ziel, ich will nicht mehr als 1 kg abnehmen, dann ist Schluss und das meine ich ernst.

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Und wie oft hast du das schon gesagt?

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Ja, man kann und wird dich zwingen.

Du bist minderjährig, daher entscheiden hier deine Eltern. Anscheinend bist du auch nicht in der Lage, die Tragweite deiner Meinung zu verstehen...

Doch, bin ich. Wenn ich sage, ich will nicht mehr viel abnehmen, dann meine ich es auch so. Ich finde es nur unfair, mich deswegen gleich in einr Köinik schicken zu dürfen.

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@XIVVIII

Alleine die Aussage, du willst nicht mehr viel abnehmen, sagt doch alles. Ich hatte vor 4 Wo eine 18 jährige in der Arbeit. Leider kamen wir nicht mehr dazu, ihr eine Rente zu zahlen, da sie mit einem ähnl. BMI verstorben ist. Du kapierts eben nicht, dass du mit deinem Leben spielst

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@XIVVIII

Nein, es ist teuer und fair jedoch eigentlich doch  kein Grund es der Allgemeinheit als "Krankheit" aufzubürden .

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natürlich geht das wenn du sehr in lebensgefahr bist...hab keine angdt vor einer klinik das ist gar nicht soo schlimm...ich hoffe dass du gesund wirst ...ich weiß es ist ein harter weg aber du kannst es schaffen

wenn du dich für eine klinik entscheidest ...dann kann ich dir >klinik am korso in bad oeynhausen< sehr empfehlen

Ja, wenn Deine Gesundheit gefährdet ist, kann (auf Antrag) sogar die Polizei Dich in die Klinik bringen.

Du bist offensichtlich krank und nicht in der Lage zu entscheiden, was das beste für dich und deine Gesundheit ist. Du bist bereits stark untergewichtig und willst trotzdem weiter abnehmen. Und ja, deine Eltern können dich zwangsweise in eine Klinik einweisen lassen, damit man dir dort helfen kann

verwirrt und jung, ohne Selbstvertrauen würde es eher treffen .

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@Huflattich

Ich bin nicht verwirrt und ich habe auch Selbstvertrauen, denn ich bin der Meinung, es alleine zu schaffen.

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@XIVVIII

@ XIVVIII 
Was denn ? Woraus denn ? Merkst Du nicht, das Du wirklich Hilfe brauchst  - wenn Du "es" überleben willst ?

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Magersucht ist für mich eine Krankheit!

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Und da zeigt sich doch genau die Auswirkung deiner Krankheit: du willst immer noch ein Kilo abnehmen und behauptest gleichzeitig, alleine da raus zu kommen! Das ist schon ein Widerspruch in sich

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O.k. Du willst sterben verstanden . Ich finde es auch unfair und würde Dich wirklich in Ruhe lassen. Leider sehen das Eltern naturgemäß anders - sie lieben Dich (vermutlich zu viel)  auch wenn Du das absolut nicht glauben - verstehen willst.

Mein Sohn liegt aktuell mit zertrümmertem Kopf auf der Intensivstation eines Krankenhauses - Autounfall. Glaubst Du er hätte freiwillig sein Leben weggeworfen und sich für Krankheit entschieden ? Ich nicht .

Ich hoffe das man Dich nicht zwingen kann - Dein Leben, Deine Entscheidung. Vielleicht wäre es doch gut freiwillig dorthin zu gehen um das Leben zu überdenken - was hast Du eigentlich oder besser was hast Du zu verlieren ?.

Als "w 15" sind deine Eltern noch zuständig, also wirst Du so oder so hin müssen - warum dann nicht besser freiwillig ?

Das mit Deinem Sohn tut mir leid. Ich will aber nicht sterben, ich habe nicht vor, noch mehr als 1kg abzunehmen.

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@XIVVIII

Das ist es halt Du willst nicht sterben, aber das, was Du deinem Körper antust, führt auf direktem Weg genau dorthin .

Warum wendet man sonst so vo viel Geld auf um Menschen wie Dich zu retten ? 

Wie gesagt ich würde Deinen Willen respektieren.  

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Mein beleid und wenn du religiös bist: möge Gott deinem Sohn und dir in jeglicher weiße helfen.

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@AcutusA

Danke (er oder besser was von ihm übrig geblieben ist lebt) 

Übrigens bin ich nicht "religiös"  - ich glaube ohne Religion - was jedoch in dem Fall sicher nichts an der Situation ändert .

Ich finde es nur zum davonlaufen wenn körperlich eigentlich (noch) gesunde Menschen freiwillig ihrem Tod in die Arme laufen - während andere wirklich um ihr Leben kämpfen ....

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@Huflattich

Ich möchte nicht viel weiter abnehmen, andere Magersüchtige nehmen viel mehr ab.

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@XIVVIII

Das was Du möchtest verstehe ich - verstehe Du auch, dass dies genau das beinhaltet Dich zu Tode zu hungern - auch wenn Du es nicht glauben magst - wie sonst sollte man Dir antun wollen, Dich in eine Klinik zu stecken ?

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@XIVVIII

Im Leben nicht  - die wollen Dir wirklich das Leben retten . 

So eine Klinik bekommt so oder so ihr Geld von den Krankenkassen dazu brauchen sie nicht Dich .

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nein, es ist nicht deine Sache. deine Eltern haben Verantwortung für dich. mach es ihnen bitt nicht so schwer und laß dir helfen.

Wenn sich deine Lage noch weiter verschlechtert wirst du am Ende wohl oder übel sterben(je nach dem wie stark die Magersucht dich beinträchtigt).

Du musst das also erst mit dir selber ausmachen ob du deinen Eltern das antun möchtest. Schließlich wollen sie dir ja nichts schlimmes. Sie sorgen sich halt nur um dich und wollen dir damit helfen.

Tut man seinen Tod seinen Eltern (?) an oder entscheidet sich in dem Zustand nicht selbst dafür zu sterben - also tut "man es sich doch selbst an ". 

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@Huflattich

Ich hab damit gemeint, dass sie sich überlegen soll ob sie die Trauer über die verstorbene Tochter  ihren Eltern antun möchte.

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Ja unter 18 dürfen die das in Zusammenarbeit mit deinem Arzt. Das ist auch nur gut so

"Unfair" - unreifes Gequatsche einer unreifen Pubertierenden.

Selbstredend können Dich die Eltern zwingen.

Was "Fairness" eigentlich ist, mußt Du noch lernen. Insbesondere mußt Du lernen, Deine Einbildungen im Zaum zu halten.

Deine eingebildeten Problemchen sind ein feuchter Kehricht gegen die Pflicht Deiner Eltern, Dich gesund zu erhalten.

Und nun kannst Du Dich gern hinsetzen und flennen. 

Ich finde es nunmal unfair. Ich zwinge ja auch keinen, ihn mästen zu lassen.

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Hey VisionDativ

Klare harte Worte-aber in dem Fall angemessen. 

!Ich unterstelle hier nichts!-aber Magersucht,Suizid und ritzen als Druckmittel einzusetzen ist in den letzten Jahren zu einem bitteren "Trend" geworden.  

Sich durch selbst gezüchtete Krankheiten von der Gesellschaft abheben zu wollen muss von Eltern unterbunden werden. Sollte dem Kind wirklich was passieren lasten Schuldgefühle und Trauer den Rest des Lebens auf den Schultern der Eltern. Das ist bitter und unfair. 

Den Teenies ist das oftmals egal. 

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@LouPing

Das ist kein Druckmittel. Ich habe es lange versucht vor meinen Eltern zu verstecken. 

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@XIVVIII

Hey XIVVIII

Irgend einen Grund wird es geben-der kann mit Hilfe einer Therapie gefunden werden. 

Ich habe mich letztes Jahr mal mit diversen Internetseiten von essgestörten Teenies beschäftigt. 

Dort gibt es Tipps-Belobigungen beim erfolgreichen abnehmen und Strafen für "Moppelchen". Gezielt wird besprochen wie man Eltern unter Druck setzt um in Ruhe gelassen zu werden. 

Je mehr Gewicht man verliert um so höher steigt das Ansehen in der Gruppe. 

US-Mediziner haben jetzt erstmals 180 amerikanische Online-Seiten von Privatpersonen systematisch unter die Lupe genommen, die entweder Magersucht (bewusst geringe Nahrungsaufnahme) oder Bulimie (Essattacken mit anschließend selbsttätig herbeigeführtem Erbrechen) verherrlichen. 

„Einige Seiten enthalten gefährliche Ideen und verstörendes Material, die die Nutzer dazu motivieren sollen, essgestörtes Verhalten beizubehalten“, erklärt Wissenschaftlerin Dina Borzekowski von der John-Hopkins-Universität in Baltimore im „American Journal of Public Health“.

91 Prozent der Seiten waren frei zugänglich, 84 Prozent warben für Magersucht, etwa mit Fotos von superdünnen Prominenten. Ganze 83 Prozent gaben konkrete Tipps für Magersucht und Bulimie.


Aber immerhin: 38 Prozent der Seiten enthielten auch Hinweise für eine Abkehr von dem überzogenen Schlankheitsideal.
„Diese Seiten sind ziemlich unterschiedlich“, erläutert Studienleiterin Rebecka Peebles von der Universität Stanford. Das spiegelt auch die widersprüchlichen Gefühle der Betroffenen wider.

Q. R.Peebles

Wenn es das ist was du willst wirst du dich selber zerstören. 

Deine Eltern können hier nur bedingt eingreifen-denke mal darüber nach! 

Anerkennung gibt es nur von Gleichgesinnten-der Rest der Gesellschaft lehnt die Art zu leben konsequent ab. 

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Ja, deine Eltern können das und Ja, die Ärzte werden versuchen dir zu helfen "bei deinem Problem".

Aber man muss mich doch deswegen nicht gleich in eine Klinik schicken

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@XIVVIII

Nein, aber wenn deine Magersucht bedrohlich (für dich) wird dann ist es der beste Ort für dich....

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Ja, kann man u. ja, du mußt dahin!

es ist nicht nur dein Problem!

Deine Eltern haben Angst, dass du stirbst.

Es ist also keineswegs nur dein Problem.

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