kann man Leinöl für die Küche auch für Ölfarben benutzen?

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2 Antworten

Die einen raten ab, weil's zu schnell ranzig wird - die anderen:

Kalt gepresste Leinöle von sehr heller Farbe werden im Bioladen als Speiseleinöl verkauft und auch von Künstlern und Restauratoren zum Malen verwendet. Die bei 90° heiss gepressten, dunkleren Leinöle oft aus überlagerter Saat werden meist zu Leinölfirnis (siehe dort) und für andere technische Zwecke verwendet. Auch kaltgepresstes Leinöl muss mehrere Reinigungs- und Läuterungsprozesse durchlaufen. Die Leinölsäuren - Linolsäuren - sind für das Festwerden des Öls verantwortlich . L. bindet ab, indem es Sauerstoffatome aus der Luft aufnimmt. Die Trocknungszeiten können sehr lang sein - mehrere Tage bis Wochen. Das Abbinden kann durch Zugabe von Sikkativen und/oder Pigmenten beschleunigt werden. Im Kanister zäh oder klumpig gewordenes L. kann durch Zugabe von Lösungsmitteln nicht mehr flüssig gemacht werden, da der Abbindeprozess irreversibel ist...

http://www.woodworking.de/cgi-bin/wiki/wiki.pl?action=browse&diff=1&id=Oberflaechenbehandlung&revision=153

ohje! wenn du die farben nicht selbst mit pigmenten und öl herstellst - finger weg! das ist eine wissenschaft für sich!

wenn du anfänger bist: nimm die fertigen ölfarben aus der tube und die malmittel deiner wahl - schnell, mittel und langsam trocknend. auch das ist schon eine wissenschaft für sich, und du solltest erstmal ein gefühl - und erfahrung! - für diese malmethode ausbilden, bevor du da irgendwas selber mixt!

leinöl wird für das anrühren mit farbpigmenten benötigt - wenn du das nicht kannst und auch nicht weißt, wie man damit später malt und welche bedingungen dafür (temperatur, viskosität usw.) benötigt werden, nützt dir auch das schönste ´bio´ nichts.

ich (seit über 40 jahren in der malerei tätig) kann dir davon nur abraten. meine tipps s.o., damit hast du schon genug zu tun. viel glück (und spaß) !

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