Kann man leben und dennoch ein guter Mensch sein?

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7 Antworten

Guten Abend Picapina,

ich bin erfreut, dass es noch andere Menschen gibt, die weiter als bis zu ihrer Nasenspitze denken und sich auch über andere Dinge als sich selbst und über die Konsequenzen ihres Handelns Gedanken machen.

So allgemein kann man, denke ich, aber nicht auf diese Frage antworten. Das muss jeder für sich selbst wissen.

Ich persönlich denke auch, dass es viel zu viele Menschen auf diesem Planeten gibt und ich finde es schade, dass es die natürliche Selektion für diese Art quasi gar nicht mehr gibt. Käme ein Virus, eine stärkere Art oder eine von Verschwörungstheorien getriebene Sekte oder ähnliches auf die Erde, um die Anzahl der Menschen zu reduzieren, hätte ich auch kein Problem damit selbst mein Leben zu geben. Aktiv Selbstmord würde ich aber nicht begehen.

Ich versuche es, so gut, wie ich kann, auf die Natur zu achten. Sprich wenig Müll produzieren, frische Lebensmittel verzehren, wenig wegzuschmeißen, Fahrrad fahren, natur- und tiergerechte Kosmetika nutzen...etc. Aber ich kann mich auch nicht immer davon freisprechen, den bequemen Dingen nachzugeben. Manchmal bin ich auch einfach zu faul und fahre lieber mit dem Auto. Manchmal hab ich dann doch keine Lust mehr auf den Apfel, der noch übrig ist und er fängt an zu schimmeln, sodass ich den doch wegschmeißen muss. Ich schaffe es aber ganz gut, würde ich sagen, auf viele Dinge zu achten und fühle mich wohl damit. Wenn ich das Gefühl habe, doch zu oft das Auto genommen zu haben oder so, dann bemühe ich mich, wieder mehr auf sowas zu achten.

Worüber ich auch noch viel nachdenke: Soll ich Kinder zur Welt bringen? Ich als Frau habe natürlich genetisch bedingt ein gewisses Verlangen danach. Außerdem wäre es vielleicht auch ganz gut, mehr Menschen in die Welt zu bringen, die denken wie du und ich. Andererseits wäre es dann ein weiterer Mensch auf der völlig übervölkerten Welt.

Wichtig ist, dass du dein Verhalten immer wieder reflektierst. Ehrlich zu dir selber bist. Drüber nachdenkst. Und wenn du unzufrieden bist, ändere was. Wenn für dich der richtige Ausweg der Suizid ist, solltest du den Weg wählen (ich weiß, es können viele nicht nachvollziehen, dass ich dir das so schreibe. Aber ich habe mich schon sehr viel mit dem Thema Freitod auseinandergesetzt), fühlst du dich gut damit, ähnlich zu leben wie ich, dann gestalte dein Leben so.

Aber was dir auch klar sein sollte: jedes Lebewesen auf der Welt sorgt dafür, dass andere sterben. Es gibt immer großen Konkurrenzkampf zwischen Individuen und Arten. Die Reichweite der menschlichen Handlungen ist nur wesentlich größer.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim beschreiten deines Lebensweges und hoffe, dass du mit deinen Handlungen am Ende zufrieden sein wirst.

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Hallo Picapina,

ich finde es sehr gut, dass Du Dir so viele Gedanken um die Natur machst! Die meisten Menschen leben mehr oder weniger in den Tag hinein und fragen sich nicht, wohin unser "modernes" und komfortables Leben letztendlich führt.

Auch wenn die Menschen bis heute keine vernünftige Lösungen für die von Dir genannten Probleme haben, brauchen wir dennoch nicht pessimistisch in die Zukunft blicken. Gott, der Erschaffer unserer schönen Erde hat nämlich mit ihr und den Menschen etwas vor, das uns hoffnungsvoll stimmen kann. Gemäß der Bibel wird Gott diese schlechte Welt nicht für immer erdulden. In den Psalmen wird vorausgesagt: "Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; Und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein.  Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens" (Psalm 37:10,11). Eine Welt ohne böse Menschen, wie soll das möglich sein? In dem gerade zitierten Psalm wird die Antwort gegeben: "Denn die Übeltäter, sie werden weggetilgt" (Psalm 37:9).

Es mag sich in den Ohren einiger grausam anhören, dass die Bösen von Gott "weggetilgt" werden. Dabei sollte man jedoch eines in Betracht ziehen: Hat nicht Gott schon lange genug das Schlechte ertragen? Und wie sollte er eine Welt reformieren, die zu einem großen Teil aus Menschen besteht, die sich einfach nicht ändern will? Dennoch sieht Gott auch, dass es Menschen gibt, die bereit sind, sich von Gott belehren und führen zu lassen und nach seinen Grundsätzen zu leben. Der eben zitierte Psalm bezeichnet diese Personen als "Sanftmütige".

Ein großer Teil der heutigen Schieflage haben die Regierungen zu verantworten. Sie haben es bis heute nicht geschafft, diese Welt in ein ruhigeres und friedlicheres Fahrwasser zu führen. Auch sind sie weit davon entfernt, allen Bewohnern der Erde ein menschenwürdiges Dasein zu gewähren - man denke nur einmal die hunderte Millionen hungernder Menschen oder an die derzeitigen überhandnehmenden Flüchtlingsströme! Durch das Versagen der Regierungen wird eine Aussage der Bibel bestätigt, die einen Grund dafür nennt, der mit der Natur des Menschen zusammenhängt. Sie sagt, "dass nicht beim Erdenmenschen sein Weg steht. Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten (Jeremia 10:23). Das bedeutet, dass Menschen eigentlich gar nicht dazu in der Lage sind, andere Menschen gut zu regieren.

Aus diesem Grund wird Gott in naher Zukunft dafür sorgen, dass eine von ihm eingesetzte Regierung in den Händen Jesus Christi, in der Bibel "Gottes Königreich" genannt, über unsere Erde herrschen wird. Gottes Königreich wird dann all die Probleme lösen oder beseitigen, die uns heute so sehr zu schaffen machen. Ja, es wird sogar Dinge vollbringen, zu dem bisher noch keine Regierung in der Lage war und nie sein wird. In dem letzten Buch, der Offenbarung, ist eine Prophezeiung enthalten, durch die schon viele Millionen Menschen Trost und Hoffnung fanden und deren Erfüllung durch eben dieses Königreich Gottes stattfinden wird. Dort heißt es: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Wenn ich in meinen Darlegungen die Hoffnung, die uns die Bibel gibt, auch nur ausschnitthaft darstellen konnte und wahrscheinlich viele Fragen offen geblieben sind, wird eines doch deutlich: Es gibt einen Grund, nicht zu verzweifeln und optimistisch in die Zukunft zu blicken!

LG Philipp

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Kommentar von Picapina
02.07.2017, 23:05

Ich fände es echt schön, wenn ich an das Glauben könnte... Aber 1. bin ich völlig ...anders erzogen worden (sehr atheistisch, irgendwie schon fast extrem atheistisch, wenn Du verstehst was ich meine...) Und 2. hat mir besagter Gott nochnie geholfen, im Gegensatz zu anderen Göttern... Aber dennoch: Falls Du zu einer Religionsgemeinschaft gehörst: Welcher fühlst Du dich zugehörig?

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Kommentar von Picapina
03.07.2017, 22:48

Schon seit langem, eigentlich seit immer bin ich mir (durch pers. Erfahrungen) sicher, dass es „höhere Mächte“ gibt, die über diese Welt herrschen. Aber warum sollte dies der Christengott sein und nicht z. B. die hinduistischen Götter, Allah oder die alten germanischen Götter? Auch wenn ich so die „Leitfäden“ der Religionen ansehe, stelle ich fest, dass sie alle verblüffend ähnlich sind (Z.B. dieBibel und die Edda). Mittlerweile bin ich für mich zur Antwort gelangt, dass es wohl eine grosse, mächtige, wohlmeinende Macht gibt, die den verschiedenen Kulturen diejenigen Leitfäden gab, die die so lebenden Personen am ehesten verstehen können. =>Es spielt eigentlich keine Rolle nach welcher Religion man lebt, solange man den jeweiligen Leitfaden korrekt versteht. Ich muss sagen, ich geniesse es sehr, über solche Dinge zu diskutieren. (Wie man vielleicht merkt :))

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Kommentar von Picapina
05.07.2017, 16:33

Ich glaube, Du hast mich falsch verstanden... Ich bin Deiner Meinung: Ich glaube auch, dass ihr Inhalt nicht von einer menschlichen Quelle stammt. Aber warum die anderen Glaubensbücher nicht auch, nur dass sie für eine andere Kultur geschrieben worden waren?

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Eine gute, überlegte Frage.

Jeden Tag löscht man so wahnsinnig viele Leben aus, nur um sein eigenes am Leben zu erhalten

Das ist nicht widernatürlich; es ist ein Gesetz in der Natur und hat wenig mit den Menschen zu tun.

wenn man daran glaubt, dass jedes Leben, egal ob das eines Käfers, das einer Kuh oder das eines Menschens gleich viel wert sind? .

Das ist, wie Du sagst, ein Glauben und nicht einmal ein sehr vernünftiger Glauben. Je höher auf der Evolutionsleiter, um so mehr wert ist ein Leben.  Ameisen usw. leben in Staaten; das einzelne Tier ist sogar für die  ,,Kollegen" nichts wert. Und einzelne Bakterien, Einzeller oder kleine Insekten sind für die Natur überhaupt nichts ,,wert".
 Ob ein Menschenleben mehr wert als das einer Kuh; darüber lässt sich trefflich streiten. Ich schätze die Vegetarier sehr hoch, welche sich der Tötung von Kühen und Hühnern enthalten.

Wir Menschen sind Teil der Natur und müssen uns ihren Gesetzen unterwerfen. Das heißt einerseits, das wir das Töten nicht vermeiden können und müssen; andererseits; Ehrfurcht für das ,,höhere" Leben zu haben und nicht willkürlich, übertrieben oder auf unwürdige Art töten.

Und wer den Ausweg in Selbstmord sucht, tötet auch höherwertiges Leben. Wer das macht, verpasst auf feige Art die Chance, etwas für den Erhalt und die Würde der Natur zu erreichen.

Viel Erfolg bei der Entwicklung weiterer Ideen über die Würde der Natur!!

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Kommentar von Picapina
27.06.2017, 20:02

Und wer den Ausweg in Selbstmord sucht, tötet auch höherwertiges Leben.

Ich glaube aber nicht an "höherwertiges" Leben! Und wie bitteschön soll man etwas für den Erhalt und die Würde des Lebens tun, wenn der Grund, warum die es der Natur nicht mehr so gut geht ist, dass es zu viele Menschen gibt?

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Bring dich nicht um! Niemandem würde das helfen wenn du nicht mehr da bist. Es ist wahr das es zu viele Menschen gibt und das jeder von uns ein Stück weit der Natur schadet aber um etwas daran zu ändern müsste das JEDER einsehen oder zumindest 90% der gesamten Menscheit. Statt zu sterben kannst du versuchen "ursprünglicher" zu leben. Mehr auf Dinge zu achten die in keiner Weise schaden hinterlassen. Damit wäre dein Gewissen vielleicht beruhigt. Wie du gesagt hast ist jedes Leben gleich viel wert das bedeutet du hast das Recht zu leben und niemand kann etwas daran ändern. Willst du wirklich alles was dir das Leben noch zu bieten hat aufgeben nur damit du keine Schuldgefühle hast? Tu lieber etwas gegen das was dich stört! Du kannst später Organisationen gründen um die Natur zu schützen oder irgendwas anderes sinnvolles das deine ideale unterstützt aber Selbstmord ist nie der richtige Weg glaub mir!
Hoffe du nimmst dir das zu Herzen

Xoxo N

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Kommentar von Picapina
28.06.2017, 19:32

WTF... Mir wäre es ja auch lieber, wenn es einen anderen Weg gäbe... Nur sehe ich keinen. Ich glaube Dir, sobald Du konkrete Argumente darbringst, welche mich überzeugen. Schon rein um zu überleben muss man viele Leben vernichten (Zumindest Pflanzen als Nahrung). Der westliche Mensch hier schadet, egal wie sehr er sich bemüht, trotzdem der Natur so wahnsinnig. Es scheint mir, es gebe keine Alternative, ohne nicht dem, das ich am meisten liebe unverzeihlichen Schaden zuzufügen. Und glaub mir: Ich versuche, möglichst umweltfreundlich zu leben. Und es sind keine Schuldgefühle: Es ist ein verdammter Schmerz, durch sein Leben jeden Tag das, was man am meisten liebt Schaden zuzufügen. Ich soll lieber etwas gegen dass tun, das mich stört? Ja toll, dann lösch ich die Menschheit aus! Danke für den Tipp!

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Kommentar von Niyan
28.06.2017, 22:20

chill mal ich hab nur versucht zu helfen^^ .........

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Kommentar von Niyan
28.06.2017, 22:23

ich entschuldige mich hiermit aufrichtig dafür mich für dein über allem stehendes Problem interessiert zu haben und meine Zeit dafür geopfert habe ich werde es bestimmt in Zukunft lassen!

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Kann man leben und dennoch ein guter Mensch sein?

NUR wer lebt, kann ein guter Mensch sein. Wer nicht mehr lebt, ist kein Mensch sondern eine Leiche und im besten Fall ein guter Mensch gewesen.

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Kommentar von Picapina
27.06.2017, 21:39

Ja, sorry, ist eine dumme Formulierung, aber ich glaube, es wissen alle, was ich meine.

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Oho ich hab ganz viele Gedanken zu diesen Thema, aber ich Ernte nur mal wieder Shitstorm,  wenn ich diese Gedanken äußere.


Du kannst dich etwas mit dem Utilitarismus auseinander setzten, das wäre bestimmt interessant für dich.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus


Solang du nicht einen Märtyrer Tod stirbst,  fällt mir spontan kein Argument aus religiöser sich dafür ein, dass du z.b. trotz (selbst)-Mord ein guter Mensch sein kannst ^^ somit wäre es von   diesem Standpunkt besser den Suizid Gedanken weit weg zu schieben.

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Kommentar von Picapina
27.06.2017, 20:05

Solang du nicht einen Märtyrer Tod stirbst,  fällt mir spontan kein
Argument aus religiöser sich dafür ein, dass du z.b. trotz (selbst)-Mord
ein guter Mensch sein kannst ^^ somit wäre es von   diesem Standpunkt
besser den Suizid Gedanken weit weg zu schieben.

Aus christlicher Sicht sicher, aber... ich bin keine Christin. Ich bin durchaus religiös, glaube aber nicht nur an einen Gott und verehre
sicher keinen aus der kalten und lebensfeindlichen Wüste.

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gut und böse sind vom menschen ausgedachte begriffe und eigenschaften die in der tierwelt nicht vorkommen. auch der mensch kann in meinen augen weder gut noch böse sein. denn die begriffe sind zu unklar definiert und lassen sich nicht mit anderen worten ausdrücken. man bräuchte unendlich viele worte um sich die dinge erklären zu können. wie auch immer, das erst was man tun sollte ist es dinge zu erweitern und einzusehen dass der mensch annähernd 100% der dinge die im universum geschehen und auch die der mensch auf der erde erlebt unerklärt, und unbeobachtet sind. und dann alles vom menschen mit 2 worten erklären zu wollen ist eine idiotie, wenn nicht sogar ein spott. man bräuchte unendlich mehr worte und intelligenz um überbaut den menschen erklären und verstehen zu können. an dieser stelle sei die aussage "ich weiß dass ich nichts weiß" was für mich die grundlegende erkenntnis des menschen ist. unser wissen geht gegen 0.

nun sei genug philosophiert.
menschen bitte nicht in gut und böse einteilen. diese dinge sind bereits wiederlegt

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Kommentar von Picapina
30.06.2017, 06:52

Ja, Du hast definitiv recht, aber darum geht's hier nicht.

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Kommentar von suitman1230
30.06.2017, 09:55

doch es geht um gut und böse

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Kommentar von Picapina
02.07.2017, 22:58

Nun, ich denke es sollte aber klar sein, um was es mir geht bzw. meine Definition von gut sollte aus dem Kontext ersichtlich sein, oder nicht?

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