Kann man "krieg ernährt den krieg" auf heute beziehen?

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3 Antworten

Nicht mehr wirklich. Heutzutage werden durch Kriege keine Gebiete mehr annektiert, somit kann man auch mit keinem Steueraufkommen mehr aus den eroberten Gebieten rechnen. Der Satz stammt von Wallenstein, also aus dem Dreißigjährigen Krieg, damals war die Eroberung von Gebieten und Unterwerfung fremder Völker das Ziel eines jeden Kriegs.

Heute dagegen steht (bis auf Ausnahmen in Afrika, bei denen aber m. W. n. keine Kriegssteuern erhoben werden) der Kampf gegen den Terror im Vordergrund. Dabei geht es aber um die Repression des internationalen Terrorismus, zu Weilen auch um geostrategische Interessen wie Ölvorkommen, günstige militär Stützpunkte usw. Die heutigen Kriege werden mehr aus Interessen des Wirtschaftssektors und der Lobbys geführt und weniger wegen staatlichen Interessen. Sieht man am Beispiel USA recht schön: Die vielen Nahostkriege haben das Land an sich in hohe Schulden getrieben, während einzelne Wirtshaftszweige (Ölindustrie, Waffenlobby, Bankenwesen) damit gute Geschäfte gemacht haben.

Somit kann man diesen Satz in der heutigen Zeit, zumindest mit der damaligen Intention, wohl nicht mehr anwenden.

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Könnt ihr mit einen ansatz oder ein Beispiel geben? 

Ich hatte den ausdruck so erklärt dass damals während des 30jährigen krieges quasi der krieg gehen die Zivilbevölkerung (Plünderung, Ausbeutung) den krieg der soldaten gegen andere armeen ernährt hat. Also die soldaten nicht wirklich bezahlt werden konnten

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Wenn es sich nicht so lohnen würde, fänden keine Kriege statt. Das war schon immer so und wird auch immer so sein.

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