Kann man Krebs früh genug erkennen bzw. worauf muß der Arzt prüfen?

4 Antworten

Manche Krebsarten lassen sich durch Früherkennungsuntersuchungen (oft fälschlicherweise "Vorsorge"untersuchung genannt) im frühen Stadium erkennen und dann meist auch sehr gut und erfolgreich behandeln.

Für einige wenige Krebsarten ist sogar tatsächlich eine "Vorsorgeuntersuchung" möglich, bei der Vorstufen des Krebses bereits erkannt werden können, etwa bei der Darmspiegelung oder auch teilweise der Brustuntersuchung.

Tumormarker oder andere Blutwerte sind nur bei relativ wenigen Krebsarten wirklich aussagekräftig, und viele Krebserkrankungen machen in frühen - teils sogar noch in fortgeschrittenen Stadien kaum oder gar keine Beschwerden, so dass der Patient (und auch der Arzt) auch gar keine Veranlassung hat, "alles" zu untersuchen.

Ein Gallenblasenkarzinom kann z.B. im Ultraschall, im CT oder MRT erkennbar sein (muss es aber nicht). Man wird aber nun eben nicht alle Menschen routinemäßig alle xx Monate oder Y Jahre durch das MRT schieben, nur um zu sehen, ob da irgendein bisher unerkannter Tumor lauert.

So viele MRT-Geräte und Ärzte, die das alles befunden könnten, gibt es nicht.

Natürlich tauchen Fragen wie Deine auf, wenn ein Angehöriger eine solche Diagnose bekommt. Allerdings ist die Suche nach "wer ist Schuld?" meist nicht weiterführend...

Ich wünsche deinem Onkel guten Erfolg mit der Behandlung und der Familie viel Kraft und Energie, ihn dabei zu unterstützen!

26

Danke für deine Antwort! Ok, das erklärt es für mich doch etwas besser.

Es geht mir auch nicht primär um die Schuldfrage, denn meist ist die Person selbst schuld, weil der Lebenswandel einfach zu ungesund war. Allerdings kann Krebs aber auch erblich bedingt sein oder auf gesundheitsschädliche Tätigkeiten an Arbeitsplätzen zurückgeführt werden.

Man sollte jedoch zumindest bei den Krebsarten einen regelmäßigen Check machen, bei denen eine Früherkennung möglich und hilfreich ist.

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Krebs tut nicht weh, erst wenn er so groß ist, dass er "drückt" bemerkt man etwas. Im Blut kann man nur Läukemie erkennen, das ist aber kein Krebs, der Metastasen bildet, auch wenn es Blutkrebs genannt wird.

Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte regelmäßig Geld ansparen, um in entsprechenden Abständen ein Ganzkörper-MRT selbst zu bezahlen. Krankenkasse bezahlen ein MRT oder CT erst bei "begründeten Verdacht", also wenn der Arzt mit hoher Wahrscheinlichkeit Krebs erkannt hat oder vor Krebsoperationen, wobei dann festgestellt werden soll mittels CT, ob die angesetzte OP durchgeführt wird, denn wenn schon Metastasen da sind macht eine OP kaum noch Sinn.

Chemotherapie kann das Gegenteil bewirken und den Krebs nach der ersten Chemo noch gefährlicher machen. Sie folgenden Link:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/27/chemotherapie-das-falsche-versprechen-der-heilung-vom-krebs/

Interessant ist auch die folgende Veröffentlichung über eine Pfanze die Graviola:

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/19/krebs-heilende-tropenfrucht-ist-wirksamer-als-chemotherapie/

Eine Positive Lebenseinstellung, Lachen, frische Luft, gesunde Ernährung, viel trinken ist eher ein Garant für Gesundheit.

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Auch ein sehr guter Beitrag, vielen Dank!

Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte regelmäßig Geld ansparen, um in entsprechenden Abständen ein Ganzkörper-MRT selbst zu bezahlen. Krankenkasse bezahlen ein MRT oder CT erst bei "begründeten Verdacht", also wenn der Arzt mit hoher Wahrscheinlichkeit Krebs erkannt hat

Das ist natürlich wieder eine Sauerei, denn gerade sowas wäre eben wichtig. Aber klar, kostet ja Geld. Warum sollten das die Kassen also bezahlen? Da fehlen einem echt die Worte!

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Es gibt keine absolute Sicherheit. Es gibt Tumormarker im Blut, aber auch die sind nicht sicher.

Menschen sterben nun mal

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Ja, schon klar, aber warum ausgerechnet an Krebs, wenn es sich doch vielleicht vermeiden ließe? Gerade bei Krebs heißt es doch immer, daß die Früherkennung so wichtig ist. Warum wird dann aber nicht routinemäßig zumindest versucht, etwas zu erkennen?

Das mit den Tumormarkern ist doch keine Routinekontrolle. Wann macht ein Arzt das?

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57
@Franz577

Früherkennung wird nur bei bestimmten Krebsarten angeboten. z,B. Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Hautkrebs, Prostatakrebs.

Sicherlich hatte der Patient bereits Beschwerden! Er hätte früher zum Internist gehen sollen

Meist gehen gerade Männer viel zu spät zum Arzt!

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@TorDerSchatten

Früherkennung wird nur bei bestimmten Krebsarten angeboten

Ok, und mit welcher Begründung, wenn es doch auch noch mehr Krebsarten gibt und sich diese evtl. auch früher erkennen lassen würden?

Sicherlich hatte der Patient bereits Beschwerden!

Aber keine, bei denen man zwingend auf Krebs schließen würde. Und er stand ja schon unter ständiger ärztlicher Behandlung und Medikation wegen seiner Magenbeschwerden. Da müßte doch eigentlich der Arzt vielleicht mal auf die Idee kommen, daß man auf Krebs prüfen sollte und nicht der Patient.

Und wie gesagt, wenn erst mal Beschwerden auftreten, dann ist es beim Krebs ja meist schon zu spät.

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57
@Franz577

Mit fast 80 ist das Leben in dem Fall eben vorbei - das ist normal. An irgendwas muß man ja sterben. Ärzte sind auch keine Götter, die unfehlbar sind. Und nicht alles kann man auf Anhieb zuordnen bzw. diagnostizieren

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57
@Franz577

Ich kenn jemand (Mann), der ist wegen "Rückenschmerzen" zum Arzt gegangen, als er es nicht mehr ausgehalten hat. Hatte dann noch 6 Wochen - alles verkrebst - überall schon Metastasen an der Wirbelsäule

Gerade die Männer sagen ihre Beschwerden erst dann, wenn es zu spät ist. Mein Opa ist an Darmkrebs gestorben - nie zum Arzt, obwohl Beschwerden da waren - Selbstmedikation mit Glaubersalz - ha ha ein sehr schlechter Witz!

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@TorDerSchatten

Mit fast 80 ist das Leben in dem Fall eben vorbei

Naja, also bitte, er lebt ja noch und hat immerhin noch eine Chance auf Heilung durch die Chemo. Dein kühler Pessimismus ist hier also schon etwas fehl am Platz, wie ich finde.

Ärzte sind auch keine Götter, die unfehlbar sind.

Ja, toll, und damit ist die Sache erledigt, oder wie? Das ist aber eine äußerst schwache Begründung. Würdest du das auch so locker sehen, wenn du selbst oder ein Angehöriger von dir betroffen wäre? Und klar, kein Mensch ist unfehlbar, aber gerade als Arzt hat man schon eine besondere Sorgfaltspflicht und kann nicht einfach nur so lapidar sagen "Tja, sorry, hätte ich draufkommen müssen, dumm gelaufen!"

Und nicht alles kann man auf Anhieb zuordnen bzw. diagnostizieren

Das mag schon sein, aber angenommen, ich als Patient würde sagen "Ich möchte, daß abgeklärt wird, ob das Krebs ist." Wird das dann auch gemacht?

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@TorDerSchatten

Ja ok, in dem Fall ist man dann wirklich selbst schuld ich würde es sicher nicht so weit kommen lassen, obwohl ich auch ein Mann bin. Aber gesundheitliche Probleme nehme ich immer ernst. Lieber einmal zu oft zum Arzt gegangen als einmal zu wenig.

Daß niemand das ewige Leben hat und jeder Mensch an irgendwas sterben muß, ist mir auch klar. Aber es ist doch bescheuert, wenn man eine Krankheit erfolgreich hätte bekämpfen und länger beschwerdefrei hätte leben können, aber diese Chance verpasst hat, nur weil man nicht zum Arzt gehen wollte.

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57
@Franz577

Natürlich wird das gemacht! Ich denke daß in dem Fall deines Onkels bereits seit längerm Beschwerden vorlagen und erst im Krankenhaus festgestellt wurde, daß es Krebs ist.

Daher mein Argument: früher zum Arzt gehen. Wer geht denn alle Vierteljahre zum Arzt und läßt sich durchchecken? Fast niemand.

Es gibt auch so etwas wie Schicksal. Auch wenn ich jährlich zur Brustkrebsvorsorge geh ist das kein Garant dafür, nicht an Brustkrebs zu erkranken!

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26
@TorDerSchatten

Ich denke daß in dem Fall deines Onkels bereits seit längerm Beschwerden vorlagen und erst im Krankenhaus festgestellt wurde, daß es Krebs ist.

Ja, aber warum eben erst im Krankenhaus und nicht schon früher? Seinem Arzt ist doch seine Vorgeschichte und sein Lebenswandel bekannt. Da hätte man doch auch schon vielleicht vor 10 Jahren mal auf die Idee kommen können, vorsorglich auf Krebs zu checken.

Wer geht denn alle Vierteljahre zum Arzt und läßt sich durchchecken?

Naja, alle 3 Monate sicher nicht, aber zumindest einmal pro Jahr gehe ich definitiv zum Blutabnehmen und alle zwei Jahre mache ich auch den Gesundheitscheck, was man ja ab 35 machen lassen kann (auch wenn ich keine konkreten Beschwerden habe).

Auch wenn ich jährlich zur Brustkrebsvorsorge geh ist das kein Garant dafür, nicht an Brustkrebs zu erkranken!

Das nicht, aber du senkst dein Risiko zumindest erheblich bzw. kannst eine eventuelle Erkrankung noch im frühen Stadium erkennen, damit besser abfangen und vielleicht vollständig heilen.

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41
@Franz577

Naja, alle 3 Monate sicher nicht, aber zumindest einmal pro Jahr gehe ich definitiv zum Blutabnehmen und alle zwei Jahre mache ich auch den Gesundheitscheck, was man ja ab 35 machen lassen kann

Auch dabei würde ein Gallenblasentumor sehr wahrscheinlich nicht erkannt werden, dazu sind meist speziellere Untersuchungen erforderlich.

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