Kann man Kindesunterhalt nachfordern?

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5 Antworten

Wenn du einen Unterhaltstitel gegen den Kindsvater hast und er trotzdem keinen Unterhalt gezahlt hat, so könntest du diesen Unterhalt auch noch nachträglich einfordern - vorausgesetzt, du hast ihn regelmäßig (einmal jährlich) zur Zahlung aufgefordert.....

Ohne einen Titel kann nachträglich nichts mehr eingefordert werden, für zurückliegende Zeiten könnte nachträglich kein Titel mehr erstellt werden

  • außer, du könntest beweisen, dass kein Titel erstellt werden konnte bzw. kein Einkommensnachweis eingefordert werden konnte....., weil er nicht auffindbar war, ihm keine Aufforderungen zugestellt werden konnten (Nachweis einer abschlägigen Melderegisterauskunft o.ä.)...

seit drei Jahren verheiratet ist. Ergo verdient er ja seit drei Jahren auch mehr,

Nicht unbedingt...

Er wird vielleicht anders versteuert und bekommt netto mehr ausgezahlt, aber bei der Berechnung seines "unterhaltsrelevanten Einkommens" wird er so gestellt, als hätte er Steuerklasse 4... 

  • Denn ansonsten würde das ja bedeuten, dass seine Frau, die dadurch weniger netto erhält, den Unterhalt für das Kind mitzahlen würde - wozu ihr Einkommen aber nicht herangezogen werden darf....

Er hat trotz mehrere Schreiben vom Anwalt, nie einen Gehaltsnachweis geliefert

Wenn der Anwalt das nicht auf die Reihe gekriegt hat, solltest du dir einen besseren suchen....

Du könntest auch eine "Beistandschaft" beim Jugendamt einrichten lassen, dann würde diese sich um die Berechnung/ Titulierung... kümmern, solange das Kind minderjährig ist...

Er war für uns nicht auffindbar. Er hat sich nicht umgemeldet. Die Post ging über seine Firma, weil ich seine Unterschrift für den Ausweis meiner Tochter benötigt habe. 

Seine Frau hat wenn überhaupt nur auf 400 Euro gearbeitet, Sie hat sich ja ein Mann mit guten Verdienst gesucht (Ihre Aussage)

Einkommensnachweise hat er nur mit richterliche Aufforderung offen gelegt. Wo ich dann mir gedacht habe, ok, wegen 20-30 Euro mehr unterhalt, ziehste jetzt nicht wieder vor Gericht.

Jugendamt hat wörtlich zu mir gesagt, Sie hatten schon mal einen Anwalt also gehen Sie wieder dort hin, und seien Sie froh, dass der Vater überhaupt was zahlt (mir ist da echt die Spucke weggeblieben, nach dieser Aussage)

Ich muss dazu aber auch schreiben, mir war der Spatz in der Hand, immer lieber, als die Taube auf dem Dach.

Nur er hat sich jetzt die letzten Monate, einiges geleistet, und alles lasse ich mir auch nicht gefallen. Ich habe keinen Groll gegen ihn, ich möchte nur das, was meiner Tochter zu steht. 

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@engeldeslichts

"Nicht auffindbar" bedeutet, dass ihm nachweislich keine Post zugestellt werden konnte und auch eine Melderegisterauskunft nachweislich erfolglos war...

Seine Frau hat wenn überhaupt nur auf 400 Euro gearbeitet, Sie hat sich ja ein Mann mit guten Verdienst gesucht (Ihre Aussage)

Ob seine Frau nun viel oder wenig oder nichts verdient hat, spielt keine Rolle, solange das Kind minderjährig ist. 

Denn auch wenn der Mann auch seiner Frau unterhaltspflichtig ist, so hat ein minderjähriges Kind generell Vorrang vor den Ansprüchen einer Ehefrau.

Einkommensnachweise hat er nur mit richterliche Aufforderung offen gelegt. Wo ich dann mir gedacht habe, ok, wegen 20-30 Euro mehr unterhalt, ziehste jetzt nicht wieder vor Gericht.

Du hast Anspruch darauf, seine Einkommensnachweise alle zwei Jahre hinsichtlich einer Einkommensveränderung prüfen zu lassen, in Ausnahmefällen (- wenn die berechtigte Vermutung einer Änderung besteht...) auch schon vor Ablauf der zwei Jahre....

Von sich aus musste der Mann aber keine Erhöhung angeben.....

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Alimente verjähren nicht. Also ja: Nachfordern ist grundsätzlich möglich.  Sollte er aber jüngere Kinder mit der neuen Frau haben, so haben die unterhaltsmäßig (im Gegensatz zu früher) jetzt Vorrang gegenüber älteren, ehelichen Kindern aus Vor-Beziehungen. 

Fordern würde ich... hinnehmen was kommt oder nicht kommt, muss man ohnehin.

Sollte er aber jüngere Kinder mit der neuen Frau haben, so haben die unterhaltsmäßig (im Gegensatz zu früher) jetzt Vorrang gegenüber älteren, ehelichen Kindern aus Vor-Beziehungen. 

Das ist Unsinn...

Minderjährige Kinder, egal aus welcher Beziehung sie abstammen, sind unterhaltsrechtlich gleichgestellt....

Alimente verjähren nicht. Also ja: Nachfordern ist grundsätzlich möglich.

Auch das stimmt nicht. 

Unterhalt kann nur eingefordert/ eingeklagt werden, wenn er tituliert ist. Nicht titulierter Unterhalt ist nachträglich nicht mehr einklagbar...

Und auch titulierter Unterhalt muss - um nicht ggf. zu "verwirken" - regelmäßig eingefordert werden.....

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Alimente gibt es schon sehr lange nicht mehr, das nennt sich schon seit vielen vielen Jahren Unterhalt.

Unterhalt unterliegt den normalen Verjährungsfristen.

Egal ob junge oder alte Kinder, sie sind gemäß Gesetz alle gleichrangig zu behandeln.

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Wenn er nachweislich nicht zu errreichen war, kannst Du nachfordern.

wenn sogar die Wohnstelle, von seinem damaligen Ort nicht mehr wußte, wo er wohnt, und dies habe ich schriftlich, müsste eigentlich als Beweis reichen

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Oder beim Jugendamt nachfragen.

Nur weil er verheiratet ist, verdient er doch auch nicht mehr. Auch nicht, wenn er jetzt in Steuerklasse 3 ist. Die Steuerklasse regelt lediglich, wie viel Steuern man im Voraus bezahlt.

Wenn er keine Gütertrennung hat, wird er halt gemeinsam mit der Frau veranlagt.

Seine Frau arbeitet nicht. Habe vorhin mit dem Anwalt gesprochen, ich kann es nachfordern

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