Kann man Kinder vom Erbe ausschließen?

10 Antworten

Das muss ja ein merkwürdiger "Vater" sein, der seine beiden Kinder zu Gunsten eines "Freundes" enterbt. Gibt es denn dafür wirklich durchgreifende Gründe ? Aber was frage ich hier; mich geht das ja nichts an ! Also zu Ihrer Frage: Wenn Ihr Freund keinen Ehepartner (mehr) hat, würden seine beiden Kinder ihn als gesetzliche Erben zu je 1/2 beerben. Enterbt er sie testamentarisch, haben die beiden Kinder Pflichtteilsansprüche (auf Geldzahlung, nicht auf Teilhabe am Nachlass !) in Höhe des halben Wertes ihrer gesetzlichen Erbanteile. Das heisst: Nach Eintritt Ihrer Erbbfolge müssen Sie (auf Verlangen der Berechtigten, die dafür 3 Jahre Zeit haben) an die beiden Kinder je 1/4 des ererbten Nachlasswertes an sie auszahlen. Ihnen bleibt ikm Endeffekt also nur 1/2 des Nachlasses. Eigentlich ist diese Regelung für "gerecht" zu halten, es sei denn, die Kinder verhalten sich zu ihrem Vater so unverschämt, dass es "gerechter" erscheint, ihn nichts von dem zukommen zu lassen, was der vater zu Lebzeiten erworben hat.

Entschuldige meine spitze Antwort aber wenn dir der NOTAR sagt dass es so ist, dann hat wohl jeder der hier das Gegenteil behauptet eine Vollmeise... Der hat wohl nicht umsonst jahrelang studiert!

Dein Freund kann dir alles vererben. Dennoch haben seine Kindern Anspruch auf den gesetzlichen Pflichtteil in Geld, den sie gegen dich im Erbfall fordern können.

Meint: Du hättest die Hälfte deines am Todestag erworbenen Reinvermögens aus Erbe an seine Kinder auszuzahlen; zzgl. aller über eine sog. sittliche Pflicht hinausgehenden Geschenke an dich innerhalb der letzten 10 Jahre vor seinem Tod zur Pflichtteilsquote degressiv auszugleichen.

Und: Im Falle seiner Pflegebedürftigkeit werden sie bei erforderlichem Elternunterhaltsanspruch oder das Amt bei erforderlicher Grundsicherungsübernahme (Sopzialhilfe) mit Hinweis auf das Testament und üppige Schenkungen schön an dich verweisen :-O

Das kann er allenfalls verhindern, indem er seine Kinder zu einem notariellen Erbverzicht bewegt. Den werden sie sich aber mindestens in Höhe dieser Pflichtteilsansprüche lebzeitig ausbezahlen lassen.

G imager761

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bisher war das Ganze nur in Form eines notariellen Testaments festgehalten.

Nun will der Vererbende aber einen Erbvertrag (ebenfalls beim selben Notar) mit grundsätzlich gleichem Inhalt machen lassen.
Einzige Unterschiede sollen sein:
1. Der Erbvertrag soll final sein. d.h. selbst wenn die Betroffene (unter Begleitung entsprechend interessierter Kinder) 2,3 Monate später käme und ein testament/Erbvertrag machen würde, der den Alten aufzuheben versucht oder komplett gegensätzlichen inhalt hat, so soll dies nicht mehr möglich sein.
es soll sprichwörtlich der letzte, nicht mehr veränderbare Wille sein.
Alles was danach kommt, selbst wenn notariell gemacht, soll keine Wirkung mehr entfalten.

Wie wäre das konkret umsetzbar?
Was müsste dazu in den Erbvertrag rein bzw. was müsste ausgelassen werden?

2.Da die Großmutter weiß dass der Enkel nicht allzu vermögend ist und aber weiß dass die Pflichtteilsberechtigten gleich nach ihrem Tod sofort den Pflichtteil verlangen würden (der nach erster Hochschätzung immerhin um die 20000 Euro für beide Kinder betragen würde)
möchte sie es gerne im Erbvertrag irgendwie festhalten dass der Erbe die Pflichtteilsberechtigen in vorgegebenen Raten abzahlen kann.

Denkbar wäre hier bspw. eine Zahlung von 1% (des auszuzahlenden Pflichtteils) pro Moant, bis die Betroffenen eben ihren Pflichtteil komplett erhalten haben. Sozusagen eine (zinslose) Ratenzahlung über 100 Monate, wenn man so will.

Und das soll halt eben so festgehalten sein dass es auch definitiv nach dem Tod der Erblasserin verbindlich ist und die Kinder, auch selbst unter anwaltlicher Hilfe, an dieser Regelung nichts rütteln können.

Kann man das irgendwie so im Erbvertrag unterbringen sodass es für die späteren Pflichtteilsberechtigten die entsprechende Bindung hat?
Sodass die nicht doch durch irgendein Hintertürchen womöglich mit Anwalt so drehen können dass Ihnen der erbe doch gleich den Pflichtteil auszahlen muss?

Kann man das bereits im Erbvertrag so verbindlich bestimmen?

Was müsste dafür da so rein?

Denkt ihr dass ein Erbvertrag so umsetzbar ist?

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