Kann man JANUMET und SIMVASTATIN absetzen, wenn die Werte besser geworden sind?

5 Antworten

Hallo!

Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch! Deine Werte sind jetzt vorbildlich.

Da du bei keinem Diabetologen in Behandlung bist, rate ich dir unbedingt zu einem! Ein Hausarzt hat nicht genug Wissen, auch mit Zusatzqualifikation, um dich gut zu beraten.

Mit den Medikamenten solltest du sehr vorsichtig sein! Dein Medikament regt die Insulinfreisetzung an, ein weiterer Wirkstoff macht dass, das vorhandene Insulin besser verwertet werden kann. Wenn du es vollkommen weglässt, könnten deine Blutzuckerwerte wieder steigen!

Da deine Werte jetzt wirklich sehr gut sind, wird es helfen, wenn du ein wenig abnimmst. Dadurch wird die Insulinresistenz besser, also der Körper kann das vorhandene Insulin besser anwenden und braucht dadurch, für die selbe Mahlzeit, weniger Insulin. Das entlastet die Bauchspeicheldrüse und erhält sie dir länger.

Es könnte sein, dass du dann deine Medikamente vollkommen absetzen kannst! Du bist natürlich nicht zu dick aber bereits ein paar Kilo könnten das bewirken.

Ich wünsche dir alles Gute und allzeit gute Blutzuckerwerte!

Gruß Lirin

Vielen Dank für Deine Antwort. Wie Du siehst, hat fast jeder, der auf meine Frage eine Antwort geschickt hat, eine andere Meinung zu den genannten Medikamenten oder dem Absetzen davon. Ich werde mich deshalb an einen Diabetologen wenden, und sei es nur, um seine Expertenmeinung zu hören, ob ich besser mit oder ohne Medikamente weiter machen soll. Ein neues Thema ist "intermittent fasting". Damit werde ich mich auch mal befassen. Es könnte auch zur Unabhängigkeit von Medikamenten führen, heißt es. Mal sehen.

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Deine Werte sind im Normbereich weil du die Medikamente nimmst, setzt du sie ab, würden sich deine Werte wieder verschlechtern. Höre auf deinen Arzt. U.U. kann in Absprache mit dem Arzt die Dosis des Diabetesmedikaments (Janumet) reduziert werden. Simvastatin wirst du wahrscheinlich bis an das Ende deiner Tage nehmen müssen.

Danke für die Antwort. Janumet zu reduzieren hatte schon mal jemand vorgeschlagen, aber ich lese immer wieder, dass Statine eher schädlich als hilfreich sind. Ich habe jetzt schon so viel in meinem Leben geändert, um endlich von den Medikamenten wegzukommen, dass ich mich jetzt an einen Diabetologen wenden werde.

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Hallo Aszuwekl,

die hier aufgeführten Medikamente sind nicht ohne und fallen eigentlich unter die AGB-Bestimmung, die es verbeitet, eine genaue Antwort darauf zu geben. Solche Fragen kann nur ein Arzt beantworten, der die Krankheitsgeschichte kennt und eventuell Alternativen anbieten kann.

Gerade bei Diabetesmedikamenten gilt: Niemals ohne ärztlichen Rat absetzen, das kann unter Umständen lebensgefährlich sein.

Ich habe damit ausdrücklich NICHT gesagt, dass das Statin einfach abgesetzt werden kann.

Also: Ab zum Hausarzt und abklären lassen bitte.

Gruß,

MedIudex

Danke für die Antwort. Mein Hausarzt hat erst vor kurzem in der Praxis angefangen und kennt mich und die Krankheitsgeschichte höchstens aus den Unterlagen. Ich habe aber nicht gesehen, dass er sie sich mal durchgelesen hat, als ich da war, bzw. dass er mit mir darüber gesprochen hat. Ich werde mich deshalb mal an einen Diabetologen wenden.

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@Aszuwekl

Hallo Aszuwekl,

wenn ein Hausarzt seine Praxis einem Nachfolger übergibt, findet immer eine ausführliche Übergabe statt, in der vor allem chronisch kranke Patienten dem Nachfolger vorgestellt werden anhand der Krankenakte. Dies findet natürlich dann statt, wenn die Praxis geschlossen ist, da es sonst wochenlang die Praxisarbeit massiv einschränken würde. Dass Du davon nichts mitbekommen hast, ist also verständlich und nicht ungewöhnlich.

Sorgen, er würde die Krankengeschichte nicht kennen, sind also eigentlich unbegründet. Die Idee mit dem Diabetologen ist gut, der Hausarzt kann bei dieser Fragestellung allerdings auch genügend weiterhelfen, weil der Diabetes, wie auch die Blutfettwerte, sehr gut eingestellt sind.

Ich persönlich wäre damit zufrieden, gerade auch in Hinblick auf die langfristigen Komplikationen, die durch diese gute Stoffwechseleinstellung verringert oder gar verhindert werden kann.

Gruß,

MedIudex

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@MedIudex

Meine Hausärztin kennt mich schon eine ganze Weile, aber bei hunderten Patienten kann sich auch der beste Arzt, sofern er kein fofografisches Gedächtnis hat, alle Daten jedes Patienten merken.

Sie schaut jedesmal in die Unterlage, die ihr von den Arzthelferinnen hingelegt wurden, von daher ist die Aussage, das er das weiss eher zu bezweifeln.

Hast Du Dir mal die Studie zu Statinen angeschaut? Nebenwirkungen bis hin zum kompletten Nierenversagen - und wenn man Diabetes hat, sind Nieren eh besonders gefährdet.

Der Hausarzt weiss also über Diabetes genauso viel wie ein Diabetologe? Dann frag ich mich doch, wofür die überhaupt nötig sind - nur für extreme Fälle? Aber jedem seine Meinung.

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@Cassiopeija

Hallo Cassiopeija,

dass ein Hausarzt in die Akte gucken muss bei seinen Patienten, ist bei der üblich hohen Anzahl klar. Das habe ich nie bezweifelt.

Ich kenne Studien zu Statinen, ich kenne die Nebenwirkungen bezüglich muskulärer Schäden und daraus resultierender Nierenprobleme. Ich kenne aber auch viele Studien -auch die unabhängigen ohne große Interessenskonflikte- die eine klares Nutzen-Risiko-Verhältnis zugunsten der Statine belegen.

Dazu sei auch gesagt, dass diese Nebenweirkungen höchst selten sind und durch regelmäßige Kontrollen bei der Blutuntersuchung beim Arzt untersucht werden. Man bekommt nur häufig nicht gesagt, dass CK und das Krea beispielsweise im Normbereich sind, weil der durchschnittliche Patient auch mit dem Fachlatein nicht belästigt werden will oder eben nichts damit anfangen kann. Solange man unter Statinen keine Probleme, wie etwa Muskelschwäche oder unerklärbaren Muskelkater hat, braucht man sich deswegen erstmal keine Sorgen machen. Sollte es unter Statinen zu Problemen kommen, macht sich das oft früh genug bemerkbar, sodass interveniert werden kann. Was sich allerdings nicht früh genug bemerkbar macht, sind artherosklerotische Veränderungen, welche KHK, Herzinfarkt, pAVK und dergelichen verursachen.

Ein Diabetes ist nun erstmal nichts Kompliziertes. Der Zuckerstoffwechsel ist gestört und muss wieder eingestellt werden (bei Typ 2 z.B. initial durch Gewichtsreduzierung und Sport und eben orale Antidiabetika, wenn ersteres nicht greift, entsprechend den Leitlinien von AWMF). Je nach Typ (1 oder 2) ist das eben schwieriger oder leichter. Einen "einfachen" Fall (z.B. den beginnenden "Altersdiabetes") kann natürlich der Hausarzt einstellen. Auch dieser hat 6 Jahre studiert und mindestens 5 Jahre Facharztweiterbildung hinter sich.

Nur sollte eben für die Diabetesschulung und für Fälle, die der Hausarzt sich eben nicht zutraut, oder Arten, wie der Typ1, der schwer einzustellen ist, ein Diabetologe hinzugezogen werden. Der "Diabetologe" ist eine Zusatzbezeichnung, die eigentlich jeder Facharzt erarbeiten kann, den dieses Fach interessiert und der gern schwerpunktmäßig mit solchen Patienten arbeiten möchte.

Der hier genannte Fall ist doch ein Glanzbeispiel dafür, dass auch ein Hausarzt Stoffwechselprobleme gut in den Griff bekommen kann.

Gruß,

MedIudex

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E3höhte Werte Triglycerin und Cholesterin bei Angina

Hallo.

Ich bin seit vergangenem Sonntag erkältet. Am Donnerstag wurde bei mir dann durch meine Hausärztin eine Angina festgestellt.

Am Montag hatte ich eine Arbeitsmedizinische Untersuchung zur Einstellung als Straßenbahnfahrer und da wurde seitens des Werksarztes ein Cholesterinwert von 267.0 mg/dl (Normwert < 200) und Triglyceride von erschreckenden 455 mg/dl (Normwert bis 200) festgestellt.

Können diese Werte durch die Angina in die Höhe geschossen sein?

Innerhalb der vorangegangenen 2 Stunden habe ich auch gefrühstückt. Sind also keine Nüchternen Werte. Ich trank ca. 0,6l Zitronentee, 1 Tasse Kaffee schwarz, aß 1 Brötchen mit ca. 3 Teelöffel Marmelade, bin Raucher, trinke nur gelegentlich Alkohol (im Monat ca. 0-2 Flaschen Bier und ca. 0-3 Pinnchen 42% igen Magenlikör (Scheinfelder)). Zigaretten rauche ich zwischen 5 und 16 am Tag... je nach Tagesablauf und Situation.

Hoffe mir kann einer etwas entwarnende Informationen geben damit ich nicht gleich an Herzinfarkt oder Diabetes (beides nicht vorhanden... mein Bruder ist aber Diabetiker...) denke...

Gruß

JT

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