Kann man irgendwie anhand eines Blattquerschnittes erkennen ob eine Pflanze in Trockenen oder in Feuchten gebieten lebt, oder einfach nur anhand des Blattes?

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1 Antwort

Ja, das kann man am besten am Querschnitt erkennen, am Blatt aber in der Regel (aber nicht immer zweifeslfrei) auch. Der grundlegende Unterschied von feuchten und trockenen Standorten ist ja die Wasserverfügbarkeit. Während Pflanzen trockener Standorte (Xerophyten) Probleme haben, das wenige Wasser zu sparen, haben Feuchtstandortpflanzen eher das Problem (Hygrophyten), das ganze Wasser wieder loszuwerden. Natürlich gibt es dazu strukturelle Anpassungen, die den Wasserverlust entweder verhindern oder fördern: Xerophyten haben als Verdunstungsschutz: - dicke Cuticula (Schicht auf der Oberfläche des Blattes), meist mit Wachs - mehrere Schichten Schwammgewebe - meist Haare, um die Wasserkonzentration der Luft im Haarbereich hoch zu halten, was den Wasserverlust an den Spaltöffnungen minimiert - eingesenkte Spaltöffnungen --> die Blätter sind insgesamt dicker und fester als die von Pflanzen wechselfechter Gebiete (denk zum Beispiel an die festen Palmenblätter, Affenbrotbaumblätter oder Olivenblätter im Gegensatz zu Ahorn, Kastanie und Co.) Hygrophyten: - keine Cuticula - meist nur eine Schicht Schwammgewebe mit großen Interzellularraum - ausgewölbte Spaltöffnungen - oft Hydathoden (Wasserausscheidungsorgane) zur aktiven Wasserausscheidung --> insgesamt eher dünnes und weiches Blatt (z.B. Sumpfdotterblume)

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Kommentar von lennard743
09.02.2016, 17:26

Vielen Dank, das hilft mir wirklick weiter!

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