kann man in schweden im wald eigentlich wandern gehen?

8 Antworten

Natürlich kann man im Wald wandern. :)
Die Bewaldung ist aber sehr unterschiedlich. Mittelschweden hat sehr viel Wald, aber im Norden wird es weniger. Am Polarkreis gibt es schon viel freie Fläche (mit ein paar Waldflächen gemischt).

Der äußerste Süden (Malmö) hat wenig Wald, der fängt erst etwas weiter im Norden an. Wandern kann man fast überall.

Auch auf den Inseln hat es manchmal Wald (auf den westlichen Inseln weniger, eher etwas weiter im Norden, vor der Ostküste z.B. Ulvön "die Wolfsinsel").

Schweden ist eines der waldreichsten Länder der Welt. Fährt man von Östersund nach Norden, fährt man durch Wald, Wald, Wald... die Luft ist sehr sauber (man merkt das noch am ersten Tag, nachher gewöhnt man sich dran, an die kalte, aber saubere Luft). Es ist nicht abwechslungsreich dort, der Wald hat eher eine meditative Wirkung. Einsam, weit, kalt, aber irgendwie schön...

In Lappland öffnet sich die Landschaft (ohne ganz waldfrei zu werden).
Ich mag das Gefühl, wenn alles "langsam" wird. Es passiert nicht viel. Nur Weite, Landschaft und Ruhe.

Die Bäume sind nicht so dicht, dafür gibts Gestrüpp, Steine, Wasserlöcher. Echte Natur! Mit Gummistiefeln und fester Bekleidung kommt man schon durch den "Urwald". Das ist eine Zeit lang richtig abendteuerlich und romantisch. Es gibt  auch viele kleine versteckte Flüsse uns Seen. Einfach ein Gummiboot mitnehmen, mit Luft aufblasen und erkunden.

Schweden ist doppelt so groß wie Deutschland und nur 1/10 soviel Einwohner. Ich denke, sie legen Wert auf eine intakte Natur und können es sich auch leisten.

Hi, sicher wird es auch dort Gegenden geben, wo das Wandern problemlos möglich ist.

Eigentlich sollte man aber dankbar dafür sein, dass es Länder gibt, welche dem "deutschen Prinzip" der exzessiven Anpassung der Umwelt - für den Menschen - nicht immer und überall bedingungslos folgen. Allerdings liegt das Vorhandensein großflächig unberührter Natur oft in der etwas anders gelagerten Waldpolitik der Nordländer und sicher auch in den typischen landschaftlichen Gegebenheiten begründet.

Statt nun wie gewohnt Wanderwege (zuzüglich des üblichen Schwachsinns) zu erwarten oder gar einzufordern, wäre m. E. zu überlegen, ob nicht auch unberührte Natur ihre Berechtigung hat. Ich selbst genieße es, wenn ich mal in Waldgebiete komme, die nicht so "erschlossen", von Straßen und Wegen durchzogen, und denen auch andere "Segnungen" erspart geblieben sind.

Wenn du angenehm wandern willst, bleib hier - besuche den Forstenrieder Park bei München. Solltest du aber Schweden, Norwegen oder Russland bevorzugen, heißt es eben, sich anzupassen, und ggf. auch mal die "Hufe" hoch, und Augen auf!! - Nimm das aber bitte nicht persönlich, es geht hier um einen sich leider ausweitenden Trend - Mensch contra Natur.  

In diesem Sinne, LG. 

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