Kann man in Hochwasserregionen als Auswärtiger auch kurzfristig mithelfen?

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6 Antworten

Hallo Fordfahrer,

grundsätzlich hat der Einsatzleiter der Feuerwehr die Möglichkeit volljährige Zivilisten sogar zum Einsatz zu verpflichten, insofern der Zivilperson dies körperlich und geistig möglich ist und der Ausbildungsstand dies zulässt. Bei einem Großfeuer wird dich also kein Einsatzleiter der Welt unter Atemschutz zum löschen schicken.

Bei Großschadenslagen wie sie in den letzten Tagen in vielen Teilen Deutschlands ausgerufen worden sind, ist die Feuerwehr über jede helfende Hand dankbar.

Allerdings, wie Nomex schon richtig schrieb, ist die Feuerwehr direkt dafür der falsche Ansprechpartner. Ich würde es ebenfalls direkt über das Bürgertelefon versuchen, die können dir zumindest mitteilen wo du gebraucht wirst, denn gebraucht wirst du mit Sicherheit, gerade immer in den Anfangsphasen, und auch dann wenn du nur einen Tag Zeit hättest.

Leider kann es vorkommen das du nach deiner Anfrage etwas warten musst  bis du überhaupt mal eine Antwort oder ein Einsatz zugeteilt bekommst.

Direkt zu den Einsatzstellen zu fahren halte ich ggf. für keine gute Idee, hier kommt wieder der Spruch, "wenn das alle machen würden". Es wäre natürlich sehr schön wenn es alle machen würden allerdings würden einige Einsatzstellen (die bekannten aus Funk und Fernsehen) dann sicherlich vor Helfern überquellen die die Arbeiten dann eher behindern.

Versicherungstechnisch wärest du in einem solchen Fall durchaus versichert, über die jeweilige Gemeinde, ein Vorteil der Großschadenslage bzw. der Einsatzverpflichtung durch einen Feuerwehr Einsatzleiter.

Das auch die freiwilligen Helfer die nichts mit einer Hilfsorganisation zu tun haben sehr wichtig sind zeigt das Beispiel Hamminkeln am Niederrhein im Kreis Wesel. Der Bürgermeister hat gestern ALLE freiwilligen Helfer aus der Bevölkerung zu einer Helferfete am 14.06 eingeladen. 

Hamminkeln konnte, nicht zuletzt, durch den massiven Einsatz von Feuerwehr, THW, DRK, Malteser usw. aber auch den Anwohnern und Sportvereinen vor dem schlimmsten bewahrt werden. Der Deich hat gehalten.

Viele Grüße,

Knoppi

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Zur Feuerwehr zu gehen ist eine schlechte Idee, die Feuerwehr und deren Einsatzstab haben andere Aufgaben als die zivilen Helfer zu koordinieren.

Ich empfehle dir des Bürgertelefon des zuständigen Landkreises. Dort kann man dir in aller Regel sagen wo und wie du helfen kannst. Beim letzten Elbehochwasser waren auch Medien wie Facebook und CO. eine gute Infoquelle.

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Bei derartigen Notständen gibt es nichts schlimmeres als unkoordinierte, arbeitswillige Zivilisten.

Es ist lobenswert, dass sich Leute selbst aufraufen und helfen wollen, aber ohne Koordination und Organisation läuft die Sache meistens aus dem Ruder oder wird unter Umständen gefährlich.

Gerade bei Hochwasser ist die Situation relativ blöd. Solange es regnet, kann man gegen ein Hochwasser nichts effektives tun. Wenn das Wasser im Haus ist, dann ist es im Haus, und egal wie viel wir Feuerwehren rauspumpen, es bringt nix, solange es nachläuft.

Ein effizienter Einsatz von Sandsäcken ist meist auch nur möglich, bevor die Keller voll sind.

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Rettungskräfte direkt anzuhauen ist nicht der richtige Weg, bei denen darfst du schon aus haftpflichtversicherungstechnischen Gründen nicht helfen. Aber es gibt durchaus Möglichkeiten:

Du brauchst zb nur durch ein betroffenes Wohngebiet gehen und kannst die Einheimischen fragen ob man zb helfen kann beschädigten Hausrat aus den Wohnungen zu räumen. Da werden die immer dankbar sein.

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Da würde ich einfach mal fragen bei der Feuerwehr.
Oder sprich betroffene Hausbesitzer an und helf denen direkt.

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Geh hin und pack mit an!

Wer sollte es dir verbieten?

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Fordfahrer123 10.06.2016, 00:33

Es kann ja auch unterm Strich schlecht sein, wenn fremde Leute rumirren und sich keiner dazu berufen fühlt, es zu koordinieren. Das wäre ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache.

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exxonvaldez 12.06.2016, 12:53
@Fordfahrer123

So läufts aber nun mal!

Zivile Kräfte kann man sowieso nichtkoordinieren, weil man ihnen auch nichtsbefehlen kann. Das funktioniert nicht!

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