Kann man in einer laufenden Sache den Anwalt wechseln?

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7 Antworten

Zunächst spielt das Datum der Klageerhebung keine Rollen, wenn die Pflichtteile innerhalb vom 3 Jahren ab Kenntnis der Pflichtteilseinsetzung vom Bruder nachweislich gefordert wurden.

Damit stehen auch Verzugszinsen zu.

Insofern kann man die Sache etwas gelassener betrachten.

Ein Anwaltswechsel ist möglich, aber folgende Vorgehensweise scheint mir vorher sinnvoll:

  1. Anwalt beweisbar schriftlich unter Fristsetzung auffordern, Klage zu erheben
  2. Anzeige bei der Anwaltskammer gegen den standesrechtlichen Verstoß. Das bringt allerdings in der Sache nicht viel, aber:
  3. Anwalt dann wechseln und wegen der in den Schreiben dokumentierte Untätigkeit Regreß bei der Berufshaftpflichtversicherung des ersten RA nehmen (Schadensersatz über weitere Anwaltskosten).

Wenn man diese Vorgehensweise im Schreiben zu 1. durchblicken lässt, werden Anwälte aktiv - bei einer Kündigung seiner BHV kann er nicht mehr als Anwalt arbeiten :-)

Viel Erfolg

HTH

G imager761

Selbstverständlich kannst du dem Anwalt das Mandat jederzeit entziehen. Er wird dann allerdings auf der Basis dir seine Kostenrechnung präsentieren. Dein neu beauftragter Anwalt wird später die Sache erneut voll ohne Berücksichtigung der erstanwaltlichen Interessenwahrnehmung abrechnen. Das heißt im Klartext, einiges an Mehrkosten sollte eingeplant werden. Ob du dann jemand findest, der wiederrum gegen den erstbeauftragten Anwalt bzgl. der Kostenabrechnung etwas unternimmt, bleibt dahin gestellt.

Tritte doch zunächst einmal den beauftragten Anwalt auf die Füße, weise deutlich darauf hin, dass hier Fristen ablaufen und er möge die plausibel nachvollziehbar seine bisherige Untätigkeit erklären. Vielleicht ist er ja auch überfordert mit der Sache und sogar dankbar, wenn du einen seiner Kollegen damit künftig beauftragst. Suche also zunächst das persönliche Gespräch und falls du ihm das Mandat dann doch entziehst kläre bereits dabei seine Kosten.

Natürlich kann man auch während eines Mandats den Anwalt wechseln.

Dafür entzieht man dem "alten" Anwalt das Mandat (schriftlich!) und erteilt einem anderen Anwalt ein frisches Mandat - ebenfalls schriftlich mit dem Hinweis, dass zum xx.xx.xxxx Verjährung der Ansprüche ansteht.

Man sollte einen Anwalt "im Ärmel" haben, der sollte also wissen, worum es geht, und auch, dass ihr dem Anwalt (alt) das Mandat entziehen wollt. Könnte ja sein, dass die beiden Anwälte die besten Kumpels sind und euch dann erst recht auflaufen lassen.

Natürlich kannst Du dem RA das Mandat entziehen, bzw. den RA wechseln. Der "alte" RA wird dann seine bisherige Arbeit ganz normal abrechnen.

Das Bedarf keiner Form.

Hiermit entbinde ich Sie.............................mit sofortiger Wirkung, von meiner Mandantschaft. Gleichzeitig widerrufe ich die ihnen ausgestellte Vollmacht und Untersage ihnen, in meinem Namen tätig zu sein.......... Natürlich musst du ihn bis Dato bezahlen, dann kannst du einen Anwalt bestimmen, der in deiner/eurer Angelegenheit zügig und gut arbeitet!!!!

Man kann jederzeit dem Anwalt das Mandat entziehen und einen anderen konsultieren.

Allerdings mußt du das , was bis jetzt an Kosten angefallen ist auch bezahlen.

Man kann den Anwalt wechseln aber die entstandenen Kosten musst du zahlen

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