Kann man in einem Gedicht folgendes Komma zur Betonung setzen oder sollte man es besser weglassen: Niemals hat sie aufgehört, zu lieben?

8 Antworten

Hallo, ich schreibe selber Gedichte und ich würde das Komma nicht setzen, da es dort nicht hin gehört. Ich würde dir raten, es so zu schreiben:

Niemals hat sie aufgehört

zu lieben.

Wie bereits erwähnt worden ist: Verse geben Pausen an.

Als Beispiel würde ich dir gern ein Auszug aus Lady Lazarus von Sylvia Plath geben. Hier benutzt sie kurze Verse und nutzt diese auch um Pausen kenntlich zu machen.

I am your opus,

I am your valuable,

The pure gold baby

That melts to a shriek.

I turn and burn.

Do not think I underestimate your great concern.

Ash, ash--

You poke and stir.

Flesh, bone, there is nothing there--

A cake of soap,

A wedding ring,

A gold filling.

Herr god, Herr Lucifer

Beware

Beware.

Out of the ash

I rise with my red hair

And I eat men like air.

Ich hoffe, das kann dir weiter helfen.

Du bist nicht nur poetisch frei, dort ein Komma zu setzen oder nicht, sondern auch standardsprachlich frei: Das Komma darf stehen, muss aber nicht. (http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/komma#K117)

Wenn Du eine "Pause" betonen möchtest, würde ich einen Zeilensprung machen.

Oder wenn Du metrisch "gefangen" bist, könntest Du einen Punkt setzen: Niemals hat sie aufgehört. Zu lieben. Hier gibt es dann sogar einen Widerspruch durch die Interpunktion, denn mit dem Punkt hört der Satz ja eigentlich tatsächlich auf, und es gibt eindeutig eine Pause; dies widerspricht dem Inhalt.

Nein, das Komma würde keine Pause betonen. Das hat auch nichts mit künstlerischer Freiheit zu tun. Da müßtest Du einen anderen Satz wählen, wenn Du dieser Aussage eine besondere Bedeutung/Betonung zukommen lassen willst.

Mit Komma würden jedem Leser die Augen wehtun, so falsch und außerdem überflüssig wäre das Komma an dieser Stelle.

Es ist nicht falsch, aber man muss es tatsächlich nicht setzen. (auch @Silberwind)

0
@LolleFee

Auszug aus dem Duden:

D In den folgenden Fällen (in denen der Infinitiv mit einem übergeordneten Verb ein mehrteiliges Prädikat bildet) werden Infinitivgruppen im Allgemeinen nicht durch Komma abgetrennt:

Wenn die Infinitivgruppe

a) mit dem übergeordneten Satz verschränkt ist,

Hier der Fall, denn "niemals hat sie aufgehört ...? Mit was ? Also verschränkt.

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Ich finde die Thematik aber doch schon sehr schwer, auch wenn die Hauptfiguren Kinder in etwa in dem Alter sind. Aber die Themen Nationalsozialismus und Holocaust und alles, was damit zusammenhängt, sollte meiner Meinung nach erst einmal objektiv aus historischer Sicht im Geschichtsunterricht behandelt werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass Schüler der 7. Klasse das Sinnbild dieses Buches überhaupt nicht verstehen, weil sie sich einfach nicht vorstellen können, was zu der Zeit geschehen ist und was es bedeutet auf den verschiedenen Seiten des Zauns, um das Bild aus dem Buch aufzunehmen, zu stehen.

Das Buch ist wirklich empfehlenswert und ich begrüße es, es im Schulunterricht zu behandeln. Das habe ich auch meinem Ältesten vorgeschlagen, als er sagte, sie sollen sich Gedanken zu Literatur mit Themenvorgabe machen - aber er ist fast 16 und besucht die 10. Klasse. Das wäre m. E. die richtige Zielgruppe.

Da dies hier kein Forum ist und ich auch keine Diskussion lostreten möchte, bitte ich lediglich um Meinungen und Ansichten, vornehmlich derjenigen, die selbst vor dieser Aufgabe als Lehrkraft stehen.

Vielen Dank!

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