Kann man in Deutschland eine Konversionstherapie machen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

So weit ich weiß nicht offiziell, da sie vom Psychologenverband hierzulande fast geschlossen abgelehnt werden, da eine Änderung der sexuellen Orientierung fast immer Folgeschäden haben soll, obwohl eine Änderung der sexuellen Orientierung ja bei Pädophilen praktiziert wird, was ich bei dieser Argumentation recht widersprüchlich finde.

Wenn du aus irgendeinem Grund deine sexuelle Orientierung ändern willst, musst du dein gesamtes Leben reflektieren und erstmal erkennen, wie diese Orientierung zu Stande gekommen sein könnte, was in der Regel sehr viele Faktoren beinhaltet. Das Verständnis von sich selbst allein reicht in der Regel aus, um seinen Charakter relativ stark formen zu können, aber dieses Selbstverständnis bzw. das ganze Wissen über die eigenen Motivationen, bekommen nur sehr wenige hin. Nach aktuellem Stand ist Homosexualität übrigens entgegen aller Propaganda der letzten Jahrzehnte nicht genetisch bedingt, sondern ein Resultat der persönlichen Entwicklung (freilich wieder mit hormonellen Begünstigungen).

Mir ist das Thema recht egal und ich gehe da ganz objektiv heran.

Mich würde interessieren, ob du männlich oder weiblich bist und in welche Richtung die Therapie gehen soll, außerdem wäre natürlich interessant zu erfahren warum (wahrscheinlich Familiengründung).

@david0815: "...obwohl eine Änderung der sexuellen Orientierung ja bei Pädophilen praktiziert wird, was ich bei dieser Argumentation recht widersprüchlich finde."

Bei Pädophilen wird keine "Umpolung" oder "Änderung der sexuellen Orientierung" vorgenommen. Durch therapeutische Maßnahmen sollen die Betroffenen lernen mit ihrer sexuellen Neigung zu leben und sich nicht an Kindern zu vergehen. Eine sexuelle Orientierung kann man nicht ändern - man ist so. Man kann nur lernen, damit umzugehen.

@PloViva: In Deutschland gibt es (meiner Meinung nach) leider Therapeuten/Ärzte, die Konversionstherapien anbieten. Dazu gab es im vergangenen Mai eine Reportage in der ARD. Allerdings möchte die Bundesregierung gegen solche (in Mangel eines anderen Wortes) Scharlatane vorgehen.

Wozu soll das gut sein? Entweder man ist homosexuell und dann steht man auch dazu oder bisexuell und dann ist auch gut. Wozu umpolen? Man weiss heute, dass Homosexuelle einen anderen Hormonstatus haben, gegen den man nichts tun kann. Und wir leben nicht mehr im Mittelalter oder unter religiösen Fanatikern. Alles wird gut!

Naja, diese Meinung ist schon sehr von der Propaganda geprägt, auch wenn dies nur zu verständlich ist. Vor nicht all zu langer Zeit hat auch mal irgendein bedeutender Schwulensprecher zugegeben, dass eine körperliche Komponente nie nachgewiesen werden konnte und dieses Argument mehr "Mittel zum Zweck" für mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen in den 70ern war, was auch verständlich ist. Ich wünschte, ich wüsste noch wer das war.

Gründe würden mir verschiedene einfallen, zum Beispiel Soldaten beim Bund, die ständig hoffnungslosen Verlockungen en masse ausgesetzt sind oder Menschen, die eigentlich eine traditionelle Familienstruktur befürworten, sowie noch andere.

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@David0815

@LilithSH, es gibt auch Leute die fühlen sich nicht wohl das sie homo- oder bisexuell sind. Und außerdem gibt es immer noch solche religiöse Fanatiker. Und es soll deswegen gut sein, damit man vielleicht nicht deprissiv wird, falls man es ist!

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@PloViva

Das mag sein, es ist aber bewiesen, dass solche Konversionstherapien schwerwiegende Folgeschäden mit sich bringen. Es ist schlichtweg einfach nicht möglich, seine sexuelle Orientierung durch Therapie zu ändern.

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