Kann man in D seinen Vornamen ändern?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Änderungen des Vornamens sind möglich. Jedoch nur aus sehr wichtigen Gründen. Der Grund, dass es so einfach "schöner" ist, zählt leider nicht dazu.

Ich zitiere hier einfach mal:

*> [...] Als wichtiger Grunde wird anerkannt, wenn ein Name zu Verwechslungen führt oder das Prinzip der Namensklarheit nicht gewahrt ist. Das kann bei Sammelnamen öfter geschehen. Lässt ein Name anstößige Wortspiele zu oder gibt seinen Träger der Lächerlichkeit preis, ist das ein wichtiger Grund zur Änderung.

Schwierig zu schreibende oder auszusprechende Namen sind änderbar, wenn die Schwierigkeiten das normale Maß überschreiten. Werden nach Einbürgerungen Namen ausländischer Herkunft mit geschlechtsspezifischen Endungen geführt, z:B. -owa oder der Vatersname im Russischen, ist eine Bereinigung möglich. Für Vornamen gelten die Bestimmungen sinngemäß.*

Den Namen offiziell zu ändern, wäre eventuell möglich (frag mal beim Einwohnermeldeamt oder Bürgeramt oder der entsprechend zuständigen Behörde deines Bundeslandes nach), aber aufwendig und teuer.

Aber du kannst es dir im täglichen Leben viel einfacher machen: Schreib einfach Bjørn so, wie du das gerne willst. Das steht dann zwar nicht im Ausweis, aber in deiner Unterschrift kannst du das ruhig so machen. Richte dich allerdings darauf ein, dass du in normalen Online-Formularen weiterhin das Ö schreiben musst - das müsstest du auch dann, wenn du den Namen offiziell änderst, denn das ø ist in unserer Sprache nun mal nicht vorgesehen.

PS: Das durchgestrichene o (ø) ist ein dänischer Buchstabe, kein schwedischer. In Schweden schreibt man ö genau wie bei uns.

1

Ein Vor- oder Familienname darf nur dann geändert werden, wenn ein "wichtiger Grund" im Sinne des Namensänderungsgesetzes (§ 3 NamÄndG) die Änderung rechtfertigt. Ein solcher wichtiger Grund ist nach der Rechtsprechung gegeben, wenn das schutzwürdige Interesse des Antragstellers so wesentlich ist, dass die Belange der Allgemeinheit, die in der Regel die Beibehaltung des bisherigen Namens fordern, zurücktreten müssen.

Wenn Du also Pumuckl oder Adolph oder so heißt und das nicht mehr möchtest musst Du nur nachweisen, dass Du sehr darunter leidest. Gefällt Dir allerding z.B. der Name Thomas nicht mehr, hast Du wahrscheinlich geringe bis keine Chancen.

Siehe: http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20090216092647AAq40uN

Aber wenn Thomas mit Nachnamen Müller heißt, dann besteht tatsächlich ein wichtiges Interesse daran, dass er nicht mit tausenden anderer Menschen zu verwechseln ist. Er dürfte also seinen Nachnamen ändern, z.B. in Müller-Lüdenscheid.

0

ja, aber du musst 18 sein, sonst stimmt der Geburtsurkundeneintrag deiner Eltern. Auch wenn sie es original wollten, und der zuständige Standesbeamte einen Fehler machte, kann man da nicht klagen o.Ä.

Bist du 18, einfach am Standesamt nachfragen. Die Bearbeitung kostet aber Geld (neue Papiere etc.)

Nur unter ganz bestimmten Voraussetztungen (Geschlechtsumwandlung z. B.)... Du kannst dür Dich den Namen so schreiben, das Zeichen gibts aber auf keiner deutschen Tastatur, daher wird das sicher schwierig. Und es is tja im Prinzip das selbe.

Da das "ø" ein in Deutschland nicht gebräuchlicher Buchstabe ist, wird dieser vermutlich auch nicht in das Personenstandsregister eingetragen, sondern erst einmal transliteriert.

Was möchtest Du wissen?