Kann man heutzutage nur noch auf sich selbst vertrauen?

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10 Antworten

Das Sprichwort müsste lauten: 'Vertraue vor allem dir selbst.'
Dann wäre es richtig.

Es ist keine Frage von entweder-oder, sondern eine der richtigen Reihenfolge. Wer SICH genug vertraut, auch mit unvorhergesehenen Entwicklungen klar kommen zu können, der muss Vertrauen vom anderen nicht mehr zur Muss-Sache erklären. Gerade in Partnerschaften ist das echt superübel. Selbstverständlich darf jeder auch mal Zweifel haben, ohne dass der andere sich auf die zarten Füßchen getreten fühlt. Klar - es ist wir bei allem eine Frage der Ausgewogenheit, zuviele Zweifel können eine Beziehung genauso in den Sand setzen wie blindes Vertrauen übelste Überraschungen bescheren kann.

Vertrauen ist nichts, was man verlangen kann und darf - und wer seinen Partner liebt, der gesteht ihm zu, mitunter auch mal Zweifel zu haben UND diese auch kundtun zu dürfen. Bei Freundschaften ist das genau so. Wenn ich einem Freund nicht zugestehe, in heiklen Situationen für sich entscheiden zu können - AUCH wenn das bedeutet, dass man selbst mal nicht so gut dabei wegkommt, dann mag er mein Freund sein, aber ich bin nicht seiner.

Meiner Erfahrung nach ist es sogar so, dass man meistens viel mehr Vertrauen 'erntet', wenn man es nicht voraussetzt, sondern den anderen sein lässt, wie er sein will und wie es ihm guttut. Außerdem beanspruche ich dieses Recht ja auch für mich selbst. Ich hab nämlich nicht vor, mein Leben zu leben, um den Erwartungen anderer gerecht zu werden. Allerdings mache ich auch keine Versprechungen. Für mich würde ein Versprechen nichts ändern, ich versuch sowieso, in Notlagen einzuspringen, wenn ich irgendwie kann. Aber FALLS mir was noch Wichtigeres dazwischen kommt, ist es für alle Beteiligten besser, wenn ich von vorneherein nichts versprochen habe.

Denn dann hat sich der andere auf mich verlassen und steht im Fall blöd da. Und dann geht das Vertrauensgerattere los - klaro, sind ja unsere Gepflogenheiten (bzw. die von vielen).

Nenee - sich selbst vertrauen zu können ist unglaublich wichtig. DANN kann man auch anderen vertrauen, ohne das die Welt in Scherben liegt, wenn der andere sich umentscheidet (was ja passieren kann - jedem und jederzeit).

Genauso sieht es aus, du hast da vollkommen recht. Es kommt immer darauf an wie man etwas wahrnimmt, doch die Wahrnehmung kann einen durch seine Gefühle und Gedanken auch getäuscht werden.

Vertrauen heißt zu Geben ohne dafür Dank zuverlangen. 

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@Mko89

Absolut!
Geben, weil man jemandem ne Freude machen möchte. Fertig.
Alles andere istn Kuhhandel,  der die Freude über ein "Danke" in Enttäuschung wegen 'nur danke' oder sogar Ärger über 'kein Danke' verwandelt.

Und auch hier:
Je weniger man erwartet, desto mehr bekommt man meistens zurück.


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Ich halte diesen Ausspruch schon für reichlich paranoid. 

Vertrauen ist doch eine der wesentlichen Säulen im gegenseitigen Miteinander. Wer hinter jeder Ecke Gemeinheiten und Verrat wittert, der wird nie in den Genuss wirklicher Vertrautheit kommen. 

Ich finde es schade, wenn Menschen so denken. 

Auf Vertrauen bezogen nicht. Ohne Vertrauen möchte ich nicht leben. Jedem zu misstrauen wär mir viel zu stressig.

"Erwarte von niemandem etwas außer von dir Selbst". Das wäre ein Spruch, an dem viel wahres dran ist. Denn die meisten seelischen Verletzungen sind auf Erwartungen zurückzuführen.

Nein, stimmt nicht. Denn viele Menschen verstehen einfach nicht was Vertrauen eigentlich ist, deshalb entstehen solche Zitate dann auch. Solche Zitate bedienen sich an den Bestätigungszweck. Weil diese sagen nur das aus, was die Meisten von uns schon oft erfahren haben.

Doch dies ist im wahrsten Sinne nur eine Kehrseite der Medaille. Viele denken Vertrauen hätte was mit,  immer für einen da zusein etwas zutun, oder gar einen immer aus seinen Problemen raus zuhelfen, ist aber keinesfalls so. 

Vertrauen ist wie eine Waage anzusehen, welche auf beiden Seiten das Gleichgewicht haben sollte. Doch noch viel entscheidener dabei ist dass man die gleichen Elemente drauf packt, welche Elemente ich meinte, sind das Selbstvertrauen, auf beiden Seiten. Das heißt man muss sich selbstsicher dabei sein, dass man denn anderen auch Vertrauen sowie auch verzeihen kann, wenn er einen seine wahre Reue zeigt. 

Ein Verrat passiert bewusst also so gewollt, jedoch ein Vertrauensbruch passiert ungewollt, und passiert meistens nur wenn man sich nicht Selbstvertraut z.B. wenn einer Fremdgehen tut. 

Denn viel eher passt dieses Zitat dazu.

,,Du kannst nur denen vertrauen, die auch auf sich selbst vertrauen,,. 

Einer meiner Lebensmottos! 

Natürlich, so hinterlistig und falsch wie die meistens sind..Zudem..Wenn man alles selber macht und sich auf niemanden verlässt, dann weiß man wenigstens wer Schuld ist, wenn es daneben geht..Zudem kann es beim nächsten mal einfach besser machen.

Mehr oder weniger. Kommt immer auf dein Umfeld an würde ich sagen. Ich kann meinen Freunden bzw. meiner Familie voll vertrauen also gilt das für mich wohl eher nicht.

Ich denke schon , dass in diesem Spruch ein Funken Wahrheit steckt . Die Zeit hat sich sehr verändert  und Egoismus und Neider nehmen zu . Wenn man richtig gute Freunde hat - die einem auch in der Not zur Hilfe eilen - , hat man  Glück ... denn denen kann man noch vertrauen .... meine Meinung dazu .  LG


Ansich ist das einfach arrogant meiner Meinung nach nicht oder vertraust du deinen Freunden etwa nicht?

In finanziellen Angelegenheiten würde ich niemandem trauen.

Hatte schon Situationen erlebt wo ich guten Freunden hohe Beträge (10-50€) geliehen habe die ich nicht zurückbekommen habe.

Außerdem denke ich dass Geld sehr wichtig ist damit man Geld hat was man für sich arbeiten lassen kann. Desweiteren kannst du nur mit Geld eine Geldwanne nehmen und es dir so richtig gut lassen gehen können ;)

Er hat eindeutig was wahres. Sehr viele Menschen sind durchtrieben und nutzen die Möglichkeit etwas für sich rauszuholen, auch wenn man anderen damit vllt. schadet.

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