Kann man heutzutage die Farbe der Dinosaurier irgendwie bestimmen?

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3 Antworten

Jedenfalls nicht komplett. Aber es gibt seltene Funde, bei denen versteinerte Haut oder Federn nachgewiesen worden sind. An den Stellen, die besonders gut erhalten sind, kann man unter dem Mikroskop Melanome und andere Pigmentzellen erkennen. Zwar haben die nach so langer Zeit im Gestein keine Farbe mehr, aber ihre Form und Größe kann uns im Vergleich mit heute lebenden Tieren verraten, welchen Farbton diese Zellen dann der Haut bzw. dem Federkleid verliehen haben.

Von dem großen Hadrosaurier Edmontosaurus wissen wir zum Beispiel, dass er einen gelblich grundierten Schwanz mit hellen und dunklen Streifen gehabt hat. Bei dem Compsognathiden Sinosauropteryx konnte ein Federflaum aus abwechselnd heller und kastanienbrauner Bänderung nachgewiesen werden. Der geflügelte Dromaeosauride Sinornithosaurus hatte braune, orangene, rötliche und fast schwarze Federn, so dass sein Federkleid in etwa wie der Waldboden aussah. Und von Archaeopteryx ist bekannt, dass dieser frühe Vogel an den Spitzen der Flügel blauschwarz wie eine Krähe gefiedert war.

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Nope... Mit hautfetzten die nach Jahren die Farbe verloren haben

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Kommentar von MarkusPK
02.11.2016, 10:11

Bei den meisten Überresten haben wir nur vereinzelte Knochen, manchmal sogar nur einen einzigen Zahn oder eine Kralle, an der die Paläontologen foschen können. Fossile Haut oder Federn sind dagegen nur sehr selten überliefert. Einige dieser Fossilien sind aber so gut erhalten, dass man unter dem Mikroskop noch Pigmentzellen erkennen und so die Färbung des Tieres zumindest für den betreffenden Körperteil rekonstruieren kann.

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