Kann man gläubig sein, aber von der Kirche austreten?

Das Ergebnis basiert auf 33 Abstimmungen

Ja 85%
Sonstiges 9%
Nein 6%

18 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Sonstiges

Wenn du an einen Gott glaubst, jedoch den Gott ablehnst, der in der Bibel resp. monotheistischen Religion dargestellt wird, bist du wahrscheinlich ein Theist. (nicht mit Atheist verwechseln)

Klar kann man das. Das habe ich auch getan. Nicht weil ich meinen Glauben an Gott verloren hätte, sondern ich habe nur meinen Glauben an die Lehre der Kirche verloren, aus welcher ich ausgetreten bin, weil mir die Differenzen zwischen der betreffenden Kirchenlehre und dem, was klar in der Bibel steht (insbesondere in mir persönlich wichtigen Details der Lehre Jesu gemäß dem Inhalt der Evangelien) zu gewaltig sind. Allerdings fand ich später zu einer anderen Kirche, deren Kirchenlehre meiner Ansicht nach der Lehre Jesu entsprechend der Klarheit der Bibel entspricht und eben dieser Kirche bin ich dann auch beigetreten. Zwischen der Zeit, wo ich aber aus der einen Kirche inaktiv wurde und der Zeit, in welcher ich der anderen beigetreten bin, lagen jedoch etwa 15 Jahre, aber meinen Glauben an Gott habe ich in dieser ganzen Zeit nie verloren.

Ja

Ja, aber wenn du Gott nur als übernatürliches Wesen siehst, bist du im biblischen Sinne auch nicht wirklich gläubig, sondern maximal religiös interessiert. Wer gläubig ist im eigentlichen Sinne, der hat eine Beziehung zu Gott und kann auch inhaltlich mit seinem Glauben etwas anfangen und wissen, warum er glaubt und was das Ziel und der Sinn und Zweck des Glaubens ist. Nachzulesen in Johannes 14,6 und Johannes 3,16 und anderen Texten im inspirierten Wort Gottes. Wer an Gott glaubt, weiß auch wer Jesus Christus ist und was er für einen getan hat. Wie denkst du darüber?

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Ich glaube nicht, dass es Jesus gegeben hat. Und wenn doch hat er nicht all diese Dinge getan.

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Das ist typisch Kirche! Also "wenn, dann ... muss ... sonst!" Der Glaube gehört doch nicht dem Christentum, wie arrogant kann man sein?

Wer an Gott glaubt, weiß auch wer Jesus Christus ist und was er für einen getan hat.

Und wer an "einen" Gott glaubt aber nicht weis wer Jesus Christus ist? Dem würdest Du seinen Glauben absprechen?

Und wer weis wer Jesus Christus war und nicht (an Gott) glaubt? Wie steht's mit dem?

Der Glaube ist die einzige wirklich echte Freiheit die wir Menschen besitzen und jeder der anfängt Regeln für den Glauben zu definieren zerstört diese Freiheit. Kirchliche Institutionen sind der Höhepunkt dieser Unart um daraus sogar noch Profit schlagen zu können.

Ich für meinen Teil habe einen ganz eigenen Glauben und wer meiner Kirche beitreten möchte muss Ich sein!

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@Bisphenol

Ein Glaube sollte begründet sein und einen Zweck haben und ein Ziel definieren können. Wenn nicht, dann hat man einen sinnlosen Glauben. Für was sollte so ein inhaltsloser "Glaube" gut sein? Man betrügt sich da nur selbst.

Das ist keine Freiheit zu glauben wie man will und an was man will. Dadurch machst du dich zu deinem eigenen Gott und bist auf dem Egotrip. Ich habe nicht von Kirche oder Religion geschrieben, sondern von Jesus Christus! Wenn du das nicht auseinanderhälst weißt du auch nichts über Freiheit. Zu tun was man will ist keine Freiheit sondern Versklavung. Der Teufel ist kein Gott!

Warum sollte Jesus nicht genau der sein, den die Bibel beschreibt und offenbart? Ich spreche keinem seinen Glauben ab, aber es muss eben etwas dahinterstehen - keine eingebildete Freiheit ohne Sinn, Inhalt und Ziel.

Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben (Johannes 14,6). ER starb am Kreuz zur Vergebung deiner Sünden (Johannes 3,16). Das solltest du von Herzen glauben und somit erlöst werden.

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@joergbauer
Ein Glaube sollte begründet sein und einen Zweck haben und ein Ziel definieren können.

Wer sagt das? In welchem schlauen Buch soll das denn stehen?

Wenn nicht, dann hat man einen sinnlosen Glauben.

Der Glaube ist nie Sinnlos. Er dient der Vervollständigung des eigenen Weltbildes. Alles was man sich nicht erklären kann, wird halt mit "Glaube" gefüllt. Dein Glaube an Gott ist das Zeichen für "nicht wissen". Oder anders herum, würdest Du wissen das es Gott gibt, bräuchtest Du auch keinen Glauben.

Das ist keine Freiheit zu glauben wie man will und an was man will.

Doch genau das ist es. Kinder dürfen an den Weihnachtsmann glauben, Atzteken an Manitu und Du an Gott, diese Freiheit habt ihr alle.

Meine Gedanken gehören mir. Und wenn meine Gedanken unsinnig sind, was geht es Dich was an. Wer gibt Dir das recht mir zu sagen wie ich zu denken habe und wie meine Gedanken motiviert sein müssen?

Dadurch machst du dich zu deinem eigenen Gott und bist auf dem Egotrip.

Genau genommen ist meine Einstellung recht demütig, denn ich bin für meine eigenen Gedanken und Taten verantwortlich, Christen Verlagern aber die Verantwortung auf ein imaginäres Wesen.

Und im ernst, bei den Worten Gottgleich und Egotrip fällt mir als erstes die katholische Kirche ein. Wer hat denn hunderte Jahre versucht durch Machtanhäufung, immer gigantischere Bauwerke und Reichtum immer Gottgleicher zu werden? Wie soll ich das Papstum denn verstehen wenn nicht als Egotrip?

Du sollst Dir kein Bild von Gott machen ... Gott erschuf den Menschen nach seinem Abbilde ... das passt ja gut, dann sind Christen wohl Gottähnlich oder wie?

Warum sollte Jesus nicht genau der sein, den die Bibel beschreibt und offenbart?

Weil kein Buch der Welt die Wahrheit und Realität darstellen kann. Man kann nicht einen Atlas durchblättern und dann davon ausgehen zu wissen wie die Welt aussieht. Man kann keine Biografie lesen und glauben mann kennt jemanden. Man kann kein Geschichtsbuch lesen und dann wissen wie es wirklich war oder wie es von einem anderen Standpunkt geschrieben wäre.

Bei der Bibel haben wir Geschichten aus mehreren Jahrhunderten, viele Geschrieben von Freunden von Jesus (subjektivität) die ganz bestimmt auch ausgeschmückt haben, mehr als 2 Jahrzehnte von Jesus leben fehlen völlig etc pp. Die frage ist eher was kann man überhaupt als wahr ansehen in der Bibel? Historiker versuchen seit gut 100 Jahren das zu klären. Vieles ist erwiesenermassen unwahr! Aber nicht alles. Kleines Gedankenspiel für dich:

Jesus gab es wirklich, er hat unter der Herrschaft Herodes gelebt. Herodes ist kurz vor Christus (also um 0) verstorben. Was kann man daraus ableiten?

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@Bisphenol

Ich gebe dir recht, daß Buchstaben und Berichte in einem Buch zuerst einmal nur Theorien sind und nur etwas beschreiben was man glauben kann oder eben nicht. Grau ist alle Theorie. Daß die katholische Kirche auf arrogante und selbstherrliche Art und Weise in der Vergangenheit bis heute ihre "Spielregeln" für das Maß aller Dinge hält - auch darin gebe ich dir durchaus recht. Ich verbinde "Glaube" damit, daß es etwas ist, woran man nicht zweifeln muß, obwohl man es nicht sieht und ein Fürwahrhalten von Tatsachen die einem durch den Heiligen Geist offenbart sind. Und das ist schon das Stichwort was Theorien und Worte "lebendig" macht - der Geist dessen der dahinter steht. Wenn es Gott gibt und Jesus der ist den die Bibel beschreibt, dann sind die Worte der Bibel inspiriert und erfahrbar. Und auch: Wenn es Gott gibt, dann weiß ER doch am allerbesten was wichtig und richtig und sinnvoll und nötig ist, oder? Alles Gute!

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@joergbauer

Siehste, sind wir garnicht soweit auseinander. Das dir Dein Glaube wichtig ist und er Dir Frieden gibt ist doch etwas wunderbares. Du würdest nicht wollen das ich Dir da rein rede und Dir Vorschriften diesbezüglich mache.

Es war Deine eigene Entscheidung den Glauben so zu vollführen und zu leben wie es viele andere vor Dir getan haben, eben nach den christlichen Gebräuchen. Lass also besser anderen auch ihre freie wahl, genauso wie Du sie hattest und weiterhin hast.

Alles gute Dir auch, war eine interessante Diskussion.

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@Bisphenol

Danke für deine Worte. Ich verbiete doch keinem das zu glauben was er will!? Aber ich weiß eben (und das treibt mich an), daß Menschen Erlösung und Frieden mit Gott brauchen. Und Jesus hat gesagt (Johannes 14,6) daß ER in Person der einzige Weg zu dieser Erlösung (Vergebung der Sünden) und zum Frieden ist. Zudem gibt es den Auftrag Gottes dieses biblische Evangelium (mit Sanftmut und nicht mit der Keule) zu verbreiten - wo es möglich ist. Darum bemühe ich mich und will gewiss keinen bevormunden. Aber das mit der freien Wahl ist auch nicht wirklich meine Überzeugung. Der Mensch ist nicht frei. Gott muss einem (durch sein Wort) den Sinn und die Wahrheit des Evangeliums offenbaren. Ich kann keinen überzeugen oder überreden.

https://www.youtube.com/user/jorbaful/videos

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Ja

Ich bin aus der ev. Kirche ausgetreten, weil ich Christ bin und die Bibel als Gottes wahres Wort und Offenbarung für uns Menschen ansehe.

Die katholische Kirche hat einige Sonderlehren: https://www.gotquestions.org/Deutsch/Katholische-Fragen.html

Die evangelische Kirche hat viele Lehren der Bibel ausgeblendet und behandelt die Bibel an ihren Lehranstalten teilweise als Märchenbuch.

Vor beidem wird in Offenbarung 22,18-19 gewarnt: https://www.bibleserver.com/SLT/Offenbarung22%2C18-19

Deshalb ist es kein Wunder, dass gerade auch bibeltreue Christen (um diesen Begriff zu verwenden) aus den Kirchen austreten...

Ja

Naturlich geht das. Du kannst auch Kirchenmitglied sein, ohne an "Gott" zu glauben. Ist alles erlaubt und wird juristisch nicht verfolgt.

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