Kann man Gewalt als politisches Mittel rechtfertigen?

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4 Antworten

Diese Frage verlangt zum einen nach einer philosophischen und zum anderen nach einer pragmatischen Betrachtung.

Philosophisch gesehen, kommt es sich auf die Einstellung und Weltanschauung i.w.S. des jeweiligen Menschen an. Gewalt grundsätzlich abzulehnen, ist sicher ein heres und allgemeingültiges Ziel.

Pragmatisch gesehen läßt sich die Frage sicher leichter beantworten. Kurz gesagt: Wenn wenige massiv und fortwährend zum Schaden vieler agieren, wiegt die Gewaltanwendung diesen gegenüber weit weniger stark, als der Schaden und das Leid, welches Millionen anderer tragen müssen. Erst recht, wenn die Erfahrung lehrt, daß man auf politischem Wege die Situation nicht so stark und so schnell verändern kann, wie es notwendig wäre.

Allerdings muß man sich hüten, Gewalt nicht zum Durchsetzungsinstrumen seiner eigenen Ziele zu machen. Es gänge dabei darum, durch Gewalt und schädigendes Handel ein noch größeres Maß an Schaden und Gewalt zu verhindern oder zu beenden.

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Kommentar von treppensteiger
06.11.2016, 11:54

klingt nach arte. Vor allem in der perfekten Formulierung. 

Dem wäre bloß noch hinzuzufügen; Wo Gewalt angewendet werden muss, bestand bereits ein Konflikt, der nicht früh genug gelöst wurde.

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Zitat: "Der Krieg ist nichts anderes als die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln."

Gottfried von Clausewitz,(1780 - 1831), preußischer General, Militärtheoretiker und Schriftsteller, ----- besser geht's kaum!

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das kann man

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Natürlich.

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