Kann man gegen einen Schultadel Einspruch einlegen

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

" Ihre Tochter hat mehrfach im Unterricht geredet "

Das ist zunächst eine Feststellung ohne Wertung. Worin liegt der Tadel?

Verweis? Mitteilung an die Eltern? Eintragung ins Klassenbuch? Vermerk im Hausheft?

Ein Widerspruch lohnt sich nur, wenn hier nach der Schulordnung Verfahrensfehler wären oder die Tochter nachweislich nicht im Unterricht geredet hat.

sie wurde mehrfach ins klassenbuch eingetragen. Mir geht es darum das in dieser klasse weitaus schlimmere dinge passiert sind ( das würde den rahmen hier sprengen ). Meine Tochter war vorher nie auffällig u hat sogar bei besagtem Lehrer eine 1 geschrieben....ich finde hier wird mit Kanonen auf Spatzen gesschossen. Muß ich den Tadel unterschreiben weil der ist doch auch in der Akte dann???? Bitte um Antwort DANKE

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@bujout

... zunächst danke für den Stern!

eine Klassenbucheintragung ist zunächst einmal nur eine Erziehungsmaßnahme und keine Ordnungsmaßnahme und auch kein Verwaltungsakt, der irgendeine Einwirkung auf die Schullaufbahn hat. Von daher kann man auch keinen Widerspruch einlegen. Zu dem Thema, wann Einspruch oder Widerspruch überhaupt eingelegt werden kann, lässt sich eine Menge googeln.

Den Tadel würde ich schon unterschreiben. (§ 40-ASchO: (4) Die Erziehungsberechtigten bestätigen den Erhalt von Mitteilungen der Schule auf Verlangen durch Unterschrift.....) Man riskiert sonst höchstens, dass intern ein Vermerk entsteht: "Eltern verweigern Zusammenarbeit." - von dem du dann wahrscheinlich gar nichts erfährt, der aber das Klima verdirbt

Für angebracht halte ich es, sich zu einem Elterngespräch mit dem Lehrer anzumelden. Wenn es generell in der Klasse Probleme gibt, ist es zweckmäßig, dass auch der Klassenpflegschaftsvorsitzende informiert wird und beim Gespräch dabei ist. Dabei lässt sich dann eine Menge klären und auch Missverständnisse ausräumen.

Eine schriftliche Sache hat immer den Nachteil, dass man sich selbst auch festnagelt.

Für den Fall, dass die Sache sehr unersprießlich wird und du tatsächlich den Eindruck hast, dass hier Unrecht geschieht:

Wenn du mal unter den Begriffen ASchO und Schulgesetz googelst, findest du einige Paragraphen, die über Möglichkeiten der Eltern Auskunft geben, ausgehend von den Möglichkeiten der Klassenpflegschaft und der Klassenkonferenz über das Recht der Eltern, am Unterricht teilzunehmen bis hin zur Dienstaufsichtsbeschwerde. Aber dazu muss es ja nicht kommen.

Selbstverständlich wäre natürlich, dass sich deine Tochter in Zukunft korrekt verhält.

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Mehr als mal bei dem Lehrer/Schulleitung anzurufen wird nicht möglich sein, schließlich folgen auf so einen Hinweis keine größeren Konsequenzen. Mit den genannten würde ich allerdings schon sprechen wenn es nicht der Wahrheit entspricht

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