Kann man Gefühle (Liebe) überhaupt verordnen zB Bibel: Liebt eure Feinde?

12 Antworten

Es geht dabei nicht um eine gefühlsmäßige Liebe, sondern um ein liebevolles Verhalten, das seine Mitmenschen - und auch seine Feinde - auf eine gute Weise behandelt und segnet.

Auf diese Weise kann es gelingen, Frieden zu schaffen: "Ist es möglich, soviel an euch liegt, so haltet mit allen Menschen Frieden" (Römer 12,18).

Das hat aber nichts mit Selbstzerstörung zu tun. Auf körperliche Angriffe in einer Notwehr- bzw. Nothilfesituation, die von unserem Grund- bzw. Strafgesetz abgedeckt ist, dürfen Christen auch mit Notwehr und Nothilfe reagieren. Damit würde man im Endeffekt - aus moralischer und geistlicher Sicht - dem Feind auch helfen, wenn man sein böses Handeln unterbindet und ihn davon abhält, seine bösen Taten zur Vollendung zu bringen. Allerdings sind Christen dazu aufgerufen, die Grenzen der Notwehr nicht zu überschreiten und auch damit den Angreifer zu lieben bzw. zu segnen.

Nein, man kann Liebe nicht verordnen.

Gott "verordnet" aber auch nichts, das ist lange missverstanden worden.

Die 10 Gebote sollten nach heutigen Erkenntnissen mit einer besseren Übersetzung so anfangen: "Du wirst doch wohl nicht ..."

Ich merke das hin und wieder im Alltag, dass mir Gott Hinweise gibt, auch auf meine Bitte hin, was ich tun sollte. Nicht "muss"! Es ist auch nicht so, dass ich "bestraft" werde, wenn ich mich gegen seine Empfehlung (die ich als "Gefühl" empfinde) entscheide. Nur passiert dann auch nicht das Optimale, was möglich gewesen wäre.

Moderne Eltern bemühen sich doch auch (je nach der Verständnisfähigkeit des Kindes), ihrem Kind verschiedene Möglichkeiten seines Handelns zu erklären, mit einer Empfehlung, was das Beste ist, bis hin zur Wahl des Ehepartners. Das Kind kann dann selbst entscheiden und sehen, was dann folgt. (Durchaus nicht immer Negatives, die Eltern sind ja nicht der liebe Gott.)

Zur Liebe lädt Gott ein. Wer lieben kann, sollte lieben. Wer es nicht kann, sollte darüber nachdenken, warum das so ist. Denn die Liebe ist das Urprinzip, nach dem sich das Zusammenleben der Menschheit gestalten lässt. Alles andere ist vielleicht menschlich, aber auf Dauer kritisch.

Wer es kann, sollte auch Gott lieben. Nicht aus Angst vor der Hölle wie früher, sondern um seines Prinzips der Liebe willen, als Bejahung dieses Prinzips und damit als Bejahung von ihm.

Hallo,

was bedeutet "Liebe" eigentlich? Müssen das immer Liebesgefühle sein? Diese Gefühle sind sexuell, denn Gefühle sind Sexualität! Und das kann mit Nächstenliebe nicht gemeint sein!

Mit Liebe ist hier einfach gemeint, respektvoll auch mit Feinden umzugehen. Kriegsgefangene werden (wenn ein strenger Offizier in der Nähe ist) nicht getötet. Politischen Feinde wünscht man nicht den Tod usw.

Liebe bedeutet freundlich zu sein gegen jeden und keine negativen Gedanken gegen sie zu hegen. Wenn mich jemand nicht mag, so ist das sein Problem (und nicht meines!). Warum soll ich mich nun über ihn ärgern? (Er amüsiert sich nur darüber). Selbst wenn es mein Todfeind sein sollte, muß ich nicht stark erregt negativ über ihn denken und fühlen.

Wenn wir nicht "lieben", schaden wir uns selbst. Unsere negativen Gedanken und Gefühle beindrucken nur uns selbst. Wir selbst sind es, die sich ärgern und darunter zu leiden haben. Und das nutzt wiederum unseren "Feinden".

Wir lassen die anderen in Ruhe. Falls wir ihnen begegnen, beachten wir sie nicht oder lassen ihnen die Vorfahrt, wie z. B. im Straßenverkehr. Falls sie Hilfe benötigen, leisten wir erste Hilfe und rufen den Rettungsdienst. Oder falls es ein Straftäter ist, rufen wir um Hilfe und die Polizei (oder unsere eigene Soldaten). Aber wir rächen uns nicht.

Die "Rache" ist auch wichtig. "Wer sich rächt, an dem rächt sich der Herr. Dessen Sünden behält er im Gedächnis", heißt es in der Bibel. Feindesliebe bedeutet auch, frei von Rachegedanken zu sein. Als Gläubiger ist klar, das ein anderer über ihn urteilen wird. Und alle anderen sollten bedenken, das ein Haßerfüllter Mensch seiner Psyche nichts gutes tut.

Man muß "Feinde" nicht lieben, wie es oft (miß-) verstanden wird. Ein distanzierter, ruhiger und aggressionsfreier Abstand, verbunden mit den notwendigen Maßnahmen (siehe oben) reicht aus, um zu lieben.

Grundsätzlich bedeutet "Liebe", nichts schlechtes über andere zu denken oder ihnen böses anzutun. Auch nicht, wenn sie angefangen haben. Was im Krieg nicht einfach ist. Aber man kann innerlich immer daran denken, das alle Menschen Kinder Gottes sind und nicht mit Absicht Böses tun. Dann ist man frei von Haß und liebt seine Feinde.

Demnach kann man Liebe nicht "verordnen", aber empfehlen. Es ist eine Angewohnheit, die man eigentlich schon als Kind lernt. Mit einer grundsätzlich liebenswerten und freundlichen Einstellung verhält man sich allen Menschen und Tieren gegenüber hilfsbereit und zuvorkommend.

Alles eine Frage der Einstellung.

Viele Grüße vom Klingonen

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