Kann man ganzheitliches Denken lernen?

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Alles kann man lernen. Am leichtesten, wenn es einem Freude macht.

Solange man seine eigenen Bedürfnisse erfüllt, lernt, sich in allem selbst zu erkennen und liebt, dient man auch immer der Allgemeinheit.

Das kann ich in Realität allerdings nicht erkennen, denn Bedürfniserfüllung ist in den Wohlstandsländern durchaus gegeben.

Möglich dass es einer Allgemeinheit dient, aber doch nicht als Regel und der Gesamtheit (Erde, Universum) sowieso nicht.

Ausserdem, wenn es eines Menschen Bedürfnis darstellt, dass eine andere Regierung wirken möge und er dann Bomben legt, wird das von der entsprechenden Allgemeinheit nur ausnahmsweise als Dienst empfunden, sogar in Diktaturen.

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@mimPutz

Unter ganzheitlichem Denken verstehe ich:

Ganzheitliches Denken bedeutet, grenzenlos übergreifend zu denken. Es bedeutet alle gedanklichen Schranken die es gibt, fallen zu lassen.

Für einen ganzheitlich denkenden Menschen gibt es keine festen Regeln und Gesetze die unverrückbar sind. In dieser Haltung spiegelt sich das Lebensprinzip "alles ist ständige Veränderung und Bewegung", eines der hermetischen Gesetze wieder.

Ein ganzheitlicher Denker spürt, dass alles was existiert miteinander verbunden ist. Er spürt, dass er mit seinem Denken und seinem Körper nicht isoliert ist, sondern dass er Teil von etwas Größerem ist.

Zum ganzheitlichen Denken passt es auch, die Erde als einen lebendigen Gesamtorganismus zu erfassen. Und uns Menschen als Teil dieses Organismusses.

Und weiter noch:

"Gemeint ist damit ein integrierendes, zusammenfügendes Denken, das auf einem breiteren Horizont beruht, von größeren Zusammenhängen ausgeht, viele Einflussfaktoren berücksichtigt und das weniger solierend und zerlegend ist als das übliche Vorgehen. Es ist ein umfassenderes, generalistisch orientiertes Denken, das auch eine andere Gestaltungs- und Lenkungsphilosophie verlangt. Es wird nicht auf das System eingewirkt, sondern mit dem System gearbeitet."

Das analytische Denken folgt einem linearen Ursache-Wirkungsdenken. Das ganzheitliche Denken untersucht die Wirkung der einzelnen Teile auf das Ganze.

Ich sprach nicht von Grundbedüfnissen im Sinne der Gesellschaft. Natürlich sind sie hier meist erfüllt, obwohl ich dazu schreiben möchte, daß knapp 3 Mio. Kinder als arm in D gelten - bei ihnen werden die Grundbedürfnisse nicht mehr allein durch die Eltern erfüllt. Wenn sie Glück haben, übernimmt eine carikative Einrichtung, wenn sie Pech haben, haben sie den Mangel.

Viele Bedürfnisse sind unerfüllt. Ich spreche nicht von dem vergoldeten Wasserhahn. Betroffene sollten Wege finden, um sie sich zu erfüllen. Dazu ist es oftmals nötig, ehrlich und mutig hinzuschauen, sich mit Problemen und Konflikten auseinanderzusetzen, eigenes Gedankengut zu überprüfen.......sich mit sich selbst auseinanderzusetzen...... Meist ist es unumgänglich, sich zuerst einmal selbst zu ändern, damit sich die eigene Umwelt ändert. Wer noch immer glaubt, daß man im Außen einfach ändern könnte, ohne sich selbst zu überprüfen, hat wohl noch nicht ausreichend Mißerfolge eingesteckt. Zuerst muß man sich selbst, sein Inneres, sein Gedankengut ändern, um etwas im Außen bewegen zu können.

Zuerst dient man sich selbst, tankt auf, macht sich stark. Schon allein dadurch kann man sein Umfeld stark von z.B. Erwartung entlasten und dient ihm. Dann hat man reichlich Energie dafür, auch anderen zu dienen. Einfach indem man z.B. das macht, was einem Freude macht, dient man sich selbst und sicherlich vielen anderen. Damit dient man stets der Erde und dem Universum, weil man seine Lebensaufgabe erfüllt und ihr nachgeht.

Der Bombenleger hat vielleicht übersehen, daß er in bestimmten Bereichen seines Lebens genauso störend vorgeht, wie es seine Regierung macht, wenn auch "zarter". Er hätte sich erst viel intensiver mit sich selbst auseinandersetzen müssen, ehrlich und mutig sich selbst erkennen müssen, dann wäre die Bombe überflüssig geworden.

Aber ich weiß, daß es üblich ist, Schuldige zu suchen. Aber mit welchem Erfolg wird dies betrieben?

Liebe Deine Feinde, wie Dich selbst. Ein Christusspruch. Aber dazu muß ich mich doch erst einmal selbst lieben können - oder? Sonst kann ich doch nie und nimmer einen anderen Menschen lieben, geschweige denn meinen Feind. Die Aussage "Ich liebe Dich mehr, als mich selbst" ist für mich eine Unmöglichkeit, weil jeder Mensch nur ein bestimmtes Maß an Liebesfähigkeit besitzt. Und warum überhaupt sollte ich plötzlich meine Feinde lieben? Also ich denke, weil sie uns soviel geben können. Wenn wir offen sind, können sie uns viele gute Geschenke machen (Bewusstwerdung, Ausgleich...). Bin ich also zu der Liebe zu meinen Feinden fähig, können sie große Lehrer von mir sein. Eine gewisse Demut, Offenheit und Weisheit ist dazu natürlich vonnöten. Aber diese Werte sind gerade nicht so angesagt.

Wenn sich jeder etwas öfter selbst bei seiner eigenen Nase packen würde und mal ehrlich und mutig sich selbst beobachten und bei sich schauen würde, als schon wieder den bösen Nachbarn, Politiker, Lehrer, Eltern.......schuldig sprechen würde, was glauben, was das für große Veränderungen zur Folge hätte!!!!!! Da bräuchte es keine Bomben mehr.

Jeder Mensch hat die Möglichkeit, seine eigene Regierung (Glaubenssätze, Gedanken), sein Oberstübchen zu ändern, dann ändert sich auch die große Regierung.

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Das können nur Menschen, die einen altruistischen charakter haben. Oder du tust nur so als würdest du es wollen...

Ganzheitliches Denken käme einer Allgemeinheit zugute, welche es leider nicht gibt. Die gegenwärtig existierenden Allgemeinheiten sind immer noch Völker, nicht die Menschheit und Erde, und es gibt noch kaum ein Volk, welches nach ganzheitlichen Regeln die Erde erhalten will — vielleicht die Hopi-Indianer — darum wurden die ja ausgeschaltet (Reservat).

Insofern ist es zwar möglich das zu lernen, doch wenn man es in Praxis umsetzen will, gerät man sehr oft in Konflikt mit geltendem Gesetz und kann entweder nur in winzigem Rahmen wirken oder muss in Opposition zur Regierung versuchen etwas zu erreichen.

Schwierig dabei ist auch, dass ganzheitlich zu denken erfordert, ganzheitliches Wissen zu haben, und das wäre dann annähernd ein Gottesbewusstsein.

Die wenigen Menschen, welche sich bisher anmassten, ein Gottesbewusstsein zu haben oder damit Verbindung aufnehmen zu können, bewiesen allerdings in ihren Entscheidungen eher das Gegenteil.

Was man aber kann, ist es anzustreben, und das wäre schon einmal ein gewaltiger Fortschritt.

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