Kann man für eine Mutter als Kind eine Last sein?

10 Antworten

Kann ein Mensch für einen anderen eine Last sein?

Prinzipiell: ja.

Aber was bedeutet das?

Im Prinzip bedeutet das, dass sich ein Mensch von einem anderen belastet fühlt. Nicht mehr und nicht weniger.

Zwei andere Menschen, in der gleichen Konstellation, werden es vielleicht ganz anders erleben und empfinden. Sich vielleicht sogar gegenseitig als Bereicherung erleben...


Das Problem ist; sie legt kein Wert darauf was ich sage, was ich fühle. Was ich will und was ich denke.

Ok, dann akzeptiere das so wie es ist. Nimm es so hin. Fühle den Schmerz, der damit verbunden ist. Aber laß es so sein wie es ist. Du hast kein von Gott verbrieftes Anrecht darauf, deine Mutter schuldet es dir nicht. Natürlich wünscht man es sich von nahestehenden Menschen. Aber wenn es nicht ist, dann ist es eben nicht. Das kannst du auch nicht erzwingen und nicht fordern. Du kannst es höchstens erbitten und vielleicht bekommst du es, oder eben nicht. Und wenn du es nicht bekommst, dann heißt das nicht unbedingt, dass der andere nicht will, es kann auch sein, dass der andere einfach nicht kann.


Sie hasst es wenn ich alleine Entscheidungen treffen möchte, sie hasst
es wenn ich ihr widerspreche und sie hasst es auch wenn ich ihre Meinung
einfach nicht vertreten kann.

Ja, das ist relativ normal und weit verbreitet: Noch vor kurzem hat sie für dich entschieden, hat sie gesagt, wo es lang geht, hat sie dir erklärt, welche Meinung die richtige ist. Und jetzt  - aus ihrer Sicht von heute auf morgen (da die Zeit mit zunehmendem Alter subjektiv immer schneller zu vergehen scheint) - hat sie diese besondere Stellung plötzlich nicht mehr inne. Das zu verdauen kann Jahre dauern (einige schaffen es auch nie).





Ich bin aber eine Person die gerne frei ist. Diese gewisse Freiheit in
der Jugend, wenn ihr versteht, erleben will. Alleine Entscheidungen
treffen will und die schweren Seiten des Lebens kennenlernen will, Dinge
alleine tun will.


Das ist ok so, auch völlig normal. Mach das einfach, so gut es dir möglich ist, aber rechne nicht damit, dass es deiner Mutter gelingt, das gut zu heißen.




Wenn ich versuche alleine etwas zu erreichen, steht sie mir immer im Weg
und meint oft ich werde es eh nicht durchziehen oder, dass meine Ziele
sinnfrei und dumm wären .. wenn ich nichts tue, depressiv im Bett liege,
kommt sie oft schreiend und genervt in meinem Zimmer und meint dass ich
zur nichts fähig bin, dass ich ein nichts bin und nur eine Last auf
ihren Schultern bin.


Das hat einen ähnlichen Effekt wie bei der Werbung. Jeder weiß, das Werbung i.G. bullshit ist. Trotzdem verfehlen die ständigen Wiederholungen offensichtlich nicht ihre Wirkung.

Genauso ist es mit den destruktiven Sprüchen deiner Mutter. Dass sie von einem Menschen, den du zumindest unterbewußt immer noch als eine Art Halbgott abgespeichert hast, kommen, gibt diesen Botschaften scheinbar noch mehr Bedeutung.

Hier ist es hilfreich, wenn du dich diesen negativen Programmierungen so radikal wie möglich entziehst - insbesondere wenn du in einer passiven (und somit rezeptiven) Stimmung bist. Ziehe dich zurück, steck die Kopfhörer rein, geh weg,...

Versuche, nicht zu streiten. Einer alleine kann nicht streiten, d.h. wenn du nicht mitmachst, dann gibt es auch keinen Streit.

Sperr dein Zimmer einfach zu, wenn sie sich abreagieren will.



Noch nie habe ich so diese typische 0815 Mutterliebe von ihr bekommen. Wirklich noch nie.


Wiederhole für dich selbst in Gedanken immer wieder:

"Ich bin in Ordnung, so wie ich bin!" (auch wenn es sich komisch anfühlen sollte, es ist trotzdem eine Tatsache), oder

"Ich nehme mich an, wie ich bin!"



Sie gibt mir einfach das Gefühl dass ich einfach eine große Last bin und nichts anderes.


Das ist kein Gefühl, sondern ein Gedanke. Sei dir dessen bewußt. Es kann sein, dass dich deine Mutter manchmal als große Last empfindet. Aber wisse und halte dir vor Augen: das liegt nicht daran, dass du eine große Last bist. Es liegt vielmehr daran, dass deine Mutter leider die Dinge etwas verzerrt sieht. Sage dir, wenn du wieder meinst, eine große Last zu sein, die obigen Affirmationen (oder wenn du magst ähnliche) innerlich vor.



Ich würde jetzt zu gerne sagen, was du jetzt an deiner Mutter nicht verstehen kannst, wirst du spätestens dann viel besser verstehen lernen, wenn du selbst Mutter bist und so eine Tochter hast wie du momentan sinngemäß für deine Mutter bist, hast. ;-)

Versuche es mal so zu sehen, vorher warst du ihr sinngemäßes Küken das wohl behütet groß gezogen werden soll. Da ging Mutti voll in ihrer Aufgabe und ihrer eigenen Sinnhaftigkeit und Motivation auf. Nichts störte dieses Idüll.

Nun hat das Küken die Eierschalen, sinngemäß abgeworfen, will eigene Erfahrungen machen, groß und unabhängig werden. Okay, ist Mutti ja auch so geworden und Mutti hat längst vergessen, welche Probleme ihre damalige Pupertät ihrer Mutter damals machte.

Pupertäten sind sinngemäße Generationenkonflikte, nicht nur wegen diverser Abnabelungen und Befreiungsversuchen vorher Abhängiger.

Da müsst ihr Beide durch. Okay, von dir kann man jetzt noch keine Vernunft und Fähigkeiten von vernünftigen Erwachsenen erwarten, du bist ja noch sinngemäß im Entwicklungsprozess.

Mein Rat an dich, versuche mal deine Mutter zu verstehen und gleichzeitig so eine gewisse Art Diplomatie zu entwickeln indem du nicht nur lernst eine Sichtweise für die Dinge von Anderen zu entwickeln, sondern auch für deine eigenen Dinge. Je besser dir das gelingt, um so diplomatischer lernt ihr miteinander umzugehen.

Ich möchte dich noch kurz auf einen Denkfehler von dir aufmerksam machen.

Sie, deine Mutter gibt dir nicht irgendein Gefühl! Alle deine Gefühle entstehen in deinem Gehirn aufgrund deiner Sinnesorgane, sehen, hören usw. Sind also deine eigenen Interpretationen und nichts anderes.

Es müsste also heißen, du hast so ein Gefühl, nicht meine Mutter gibt mir das Gefühl! Denn letzteres ist sinngemäß eine Unterstellung und solcherlei muss erstens nicht stimmen, zweitens ist sowas in jeglicher Betrachtungsweise nicht förderlich, sollte also vermieden werden.

Erinnere deine Mutter manchmal dezent an ihre eigene Kindheit, hinterfrage geschickt, wie es damals bei ihr war. Mutti kommt dann zu anderen Sichtweisen, mehr Vernunft und merkt, es macht wenig Sinn sich wegen diverser menschlicher Probleme nicht gegenseitig zu bekriegen.

Wie gesagt, lerne diplomatischer zu werden, den Dingen eine gute, vernünftige Richtung zu geben. Sowas brauchst du nicht nur für dein eigenes Leben, du wirst später wohl auch Mutter sein, ein symbolisches Küken aufziehen.

Letzetens so etwas motivierendes positiv zu sehendes bildhaftes.
Küken sind keine Last, sondern eine Freude. Nicht nur für die Hennen ;-)

Hi, ich bin Männlich und 26 und bei mir und meiner Mutter war es Früher nicht anderst sie hat mich permanent angeschrien und nichts aber auch wirklich nichts was ich getan habe war genug wenn ich gezockt habe war ich zu viel daheim wenn ich draußen war war ich zu wenig daheim wenn ich etwas gegessen habe hat sie mich angeschrien und gesagt das hat sie extra für sich gekauft und wenn ich das dann das nächste mal nicht gegessen habe und die Lebensmittel abgelaufen sind hat sie mich angeschrien das sie umsonst einkauft. Auch immer wenn ich mich über etwas gefreut habe und gedacht habe ich komme mit guten Neuigkeiten zu meiner Mutter hat sie immer so trocken gesagt na des machst du nicht. Ich empfehle dir einfach mal mit deiner Mutter zu reden und ihr klar zu machen das du mittlerweile die Entscheidungen für dein Leben treffen musst. Auch wenn du durch deine Entscheidung auf die Schnautze fliegst dann ist es wichtig aus den Fehlern zu lernen. Setz dich durch und lass dich nicht unterkriegen. Ich würde sie auch knall hart mal drauf ansprechen ob du ihr mittlerweile so egal geworden bist oder woran es liegt das sie dich so behandelt da du ihr ja nichts getan hast und allein dafür das du lebst kann sie dir ja keinen vorwurf machen schließlich hat sie dich auf die welt gebracht. Sprich das Thema mal an dann wirst du schon sehn was sie dir antwortet, dann weist du auch wie euer Verhältnis ist und vielleicht besserst es sich aber es kann auch zu unangenehmen Antworten führen. Überleg dir gut was dich alles stört das du auch wirklich alles in einem Gespräch über alles Redest. Ich drück dir die Daumen.

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