Kann man für ein Musikalbum aus 2014 die Urheberrechte "anklagen" bzw. eine Weiternutzung verbieten, obwohl damals eine mündliche Nutzung erlaubt wurde?

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2 Antworten

Mir ist der Fall aus deinen bisherigen Äußerungen nicht ganz klar geworden. Schon von dem, was ich gelesen habe, merke ich aber, dass das hier den Bereich der "Rechtsberatung" berührt und ihr einen niedergelassenen Fachanwalt aufsuchen solltet.

Das meiste, was brennspiritus sagt, ist richtig. Lediglich, dass man "Nutzungsrechte" im Nachhinein wieder entziehen könnte, obwohl sie vorher im (mündlichen) Vertrag eingeräumt wurden, stimmt so nicht. Das müsste explizit Teil der Vereinbarung gewesen sein. ("Ich behalte mir vor, das Nutzungsrecht im Nachhinein wieder zu entziehen.") Generell gilt im Recht Pacta sunt servanda. - "Verträge sind einzuhalten".

Mündliche Verträge sind zwar theoretisch genau so gültig wie
schriftliche. (Ein Vertrag besteht aus zwei gleich lautenden
Willenserklärungen und muss nicht zwingend schriftlich geschlossen
werden) Jedoch habt ihr für eure mündliche Zusage keinerlei Beweise und
würdet im Zweifelsfall vor Gericht den kürzeren ziehen.

Wenn ihr die Instrumentals des Produzenten genutzt habt, um eigene Musik zu machen, dann habt ihr mit dem Produzenten ein gemeinschaftliches Urheberrecht an den Songs, die dabei herausgekommen sind. Ihr habt aber dadurch kein Urheberrecht an den Instrumentals selbst. (Es sei denn ihr habt auch bei deren Erstellung mitgearbeitet und könnt das auch nachweisen)

Ihr dürft die Songs also ohne (nachweisbare) Erlaubnis des Produzenten nicht veröffentlichen. Denn für eine Publikation müssen immer alle Urheberrechtsträger zustimmen. Im Gegenzug dürft ihr ihm auch nicht die weitere Publikation der Instrumentals untersagen. Denn diese hat er ja (wie ich es verstehe) ohne eure Beteiligung gemacht und hat daher das alleinige Urheberrecht daran.

Ich bin kein Anwalt, glaube aber, dass ihr in dem Fall eher keinen Blumentopf gewinnen werdet. Tut mir Leid :(

Wenn ihr es dennoch versuchen wollt (oder ich irgendeinen Sachverhalt völlig falsch verstanden habe) solltet ihr einen niedergelassenen Fachanwalt aufsuchen.

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Urheberrechte kann man weder ausschließen noch irgendwas anderes damit machen. Nutzungsrechte können erteilt werden, selbstverständlich kann man das Nutzungsrechte auch wieder entziehen.

Das ist immer das Problem, wenn man mündlich etwas aushandelt. Im Prinzip sind auch mündliche Verträge gültig, aber das muss man auch gelegen/ beweisen können.

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Kommentar von bennzn
07.01.2016, 09:05

Das Problem ist einfach, dass bei der Produktion und bei der Fertigstellung gesagt wurde das das ein Freundschaftsprojekt ist und für die weiternutzung etc nichts verlangt wird, lediglich ein Gewinnanteil beim Verkauf, der auch bezahlt wurde und nun möchte uns der damalige Produzent die Nutzungsrechte entziehen weil er die Instrumentale anderweitig nutzen möchte bzw durch die weiternutzung von uns seine Urheberrechte verletzt werden. Nun haben wir uns schon ein bisschen informiert und folgendes Gesetz gefunden aber sind uns da auch nicht sicher: UrhG § 8 Miturhebe

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