Kann man für das stellen von "Fragen" rechtlich belangt werden?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, auch solche "Fragen" können eine Beleidigung darstellen. Das folgende Beispiel zielt zwar im Kern auf einen anderen Aspekt, aber trotzdem geht es um eine beleidigende Frage:

Auch dienstliche Äußerungen von Amtsträgern können den Tatbestand der Beleidigung erfüllen. Dies trifft etwa auf die Frage eines Richters in einer Verhandlung gegenüber einem Prozessbeteiligten zu, ob dieser ihn nicht verstehen will oder zu dumm sei, ihn zu verstehen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Beleidigung_(Deutschland)

Hmmm... interessant :-)

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Auch eine Frage wie die von dir erwähnte könnte als Beleidigung aufgefasst werden.

Unabhängig davon, würde ich dir aber auf jeden Fall empfehlen, niemandem diese Frage zu stellen.

Das käme mir nicht in den Sinn.
War auch nicht mein Beispiel.

Geht eher um das generelle Thema ob "Fragen" (die ja der Erkenntnisgewinnung dienen) als Tatbestand gewertet werden können.

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@Knopperz

Aber das ist genau der Punkt: Diese Frage dient NICHT der Erkenntnisgewinnung. Genauso wenig, wie Trollfragen, Suggestivfragen, Fetischistenfragen, rhetorische Fragen etc.

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@Knopperz

Ich kann nur das beurteilen, was du hier als Beispiel anführst.

Jemand nach dem Weg oder der Uhrzeit zu fragen, ist etwas anderes als jemand zu fragen, ob ein A...loch ist.

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Wenn ich einem Polizisten diese Frage stelle, so hat man doch nur eines im Sinn: Man will ihn provozieren und beleidigen, oder siehst du das anders?

Woher will man das mit Bestimmtheit wissen?

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@Knopperz

Ja, man muss schon ziemlich dumm sein, um einem Polizisten diese "Frage" zu stellen. Das beantwortet aber nicht die Frage nach der Intention des Fragestellers: Wozu stellt man diese Frage?

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@Hacker48

Vielleicht liegt die Vermutung nahe, und man möchte sich Gewissheit verschaffen?

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@Knopperz

Die Vermutung, dass jemand ein A*schloch ist? Das ergibt keinen Sinn, denn niemand IST eine Beleidigung. 😉

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@PatrickLassan

Die Meinungsäußerung hingegen müsste aber schon erlaubt sein oder?

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@Knopperz

Nein. Meinungsfreiheit hat ihre Grenzen bei den Rechten anderer, und der Polizist hat ein Recht auf Bewahrung seiner Ehre.

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Richtig, und genau so wird das dann auch vor Gericht ausgelegt. Eine andere Auslegung existiert nämlich nicht.

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Von Experte PatrickLassan bestätigt

Er hat Recht. Richter sind, in der Regel, keine Idioten. Du kannst auch keinem den Mittelfinger zeigen und nachher behaupten, du hättest nur deinen Ring bewundert. 😉

Der Mittelfinger ist ein Tatbestand.
Die Frage nicht.

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@Knopperz

Es ist eine rhetorische Frage. Aber weißt du was? Probier es doch aus und berichte dann, wie es gelaufen ist.

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@Hacker48

Ich hätte ehrlich gesagt kein Problem damit diese Debatte mit einem Polizisten zu führen ...selbstverständlich auf neutralem Boden, der voher genau abgesteckt ist :)

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@Knopperz

Sag mal, weshalb du dir gerade einen Polizisten ausgesucht hast, um ihm diese Frage zu stellen?

Diese Frage kannst du doch jedem X-Beliebigen stellen.

Oder muss dies unbedingt ein Uniformierter Staatsbediensteter sein?

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@Romanzev33

Ist halt ein gutes Beispiel, hätte ich, anstelle des anderen, auch gewählt.

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@Romanzev33

Den Polizisten hab ich mir nicht ausgesucht, es war ein Beispiel von einem anderen User.

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@Knopperz

Joh, stellt sich halt die Frage, warum ausgerechnet ein Polizist ausgewählt worden ist, so eine Frage zu beantworten?

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@Hacker48

Ja schon, aber weswegen muss es denn so jemand sein.

Man könnte das ja auch einen Arzt oder Apotheker fragen.

Oder einem Rettungsschwimmer DLRG an einem Strand, oder einem Berufs-Feuerwehrmann, einem Rettungssanitäter?

Alles Leute, die einem eigentlich ja nichts Schlechtes wollen, so wie ein Polizist auch.

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@Romanzev33

Man nimmt eine Amtsperson, weil diese, in jedem Fall, von Amtswegen Anzeige erstatten muss. Beleidigst du eine Privatperson ist es gut möglich, dass diese nichts weiter unternimmt. Beleidigst du einen Polizisten, MUSS dieser das dem Dienstherren melden, also der Behörde, und dieser WIRD dann Anzeige erstatten.

Das trifft auf Ärzte, Apotherk, Rettungsschwimmer-/sanitäter nicht zu.

Auf hauptamtliche Feuerwehrleute trifft es zwar zu, aber die werden nicht als klassische Beamte gesehen - Polizisten schon. Man sagt sogar PolizeiBEAMTE. Dazu kommt, dass Polizisten sich sehr viel häufiger mit Beleidigungen konfrontiert sehen, dieses Szenario ist also wahrscheinlicher.

Case and point.

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@Hacker48

Ok, aber verstehen tu ich das trotzdem nicht, wenn ich bewusst darauf aus bin mir eine Anzeige, wegen Beamtenbeleidigung einzuhandeln.

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@Romanzev33

Es gibt keinen Tatbestand der Beamtenbeleidigung...

Und es geht nicht darum, dass man das tut. Sondern darum, dass man das in einem Argument als Beispiel nutzt. Das Erste macht keinen Sinn, das Zweite schon.

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@Hacker48

Danke für Deine Bemühung mir das auseinander zu schrauben.

Wahrscheinlich bin ich zu blöd um das zu kapieren.

Ciao, und schönen Sonntag!

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@Romanzev33

>> Danke für Deine Bemühung mir das auseinander zu schrauben.
>> Wahrscheinlich bin ich zu blöd um das zu kapieren.

Geht mir ähnlich, deswegen habe ich die Frage ja gestellt.

In einer Logischen Welt müsste normalerweise die Gegenfrage "Haben Sie mich gerade A***loch genannt?" kommen, weil die Fragestellung eben keine direkte Tatsachenbehauptung (und somit auch keine Beleidigung) darstellt.

In einer Welt der verletzlichen Ego's hingegen, wird man der Person für das Stellen der Frage (Trollfrage, so wie Hacker48 es genannt hat) wohl irgendwie ein Strick drauß drehen :-)

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@Knopperz

Die Frage "sind Sie ein A****loch?" ist eine Tatsachenvermutung.
"Er hat mich A****loch genannt" ist eine Tatsachenbehauptung.
"Sie sind ein A***loch!" ist ein Tatsachenbestand.

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@Knopperz

Warum bin ich nicht überrascht...

Und auch deine Frage, diente nicht der Erkenntnissgewinnung.

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