Kann man etwas gegen den Klimawandel unternehmen?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wichtig wäre es, auf die Politik Druck auszuüben, endlich zusammen-hängende Maßnahmen auch für die Wirtschaft zu beschließen, um Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen, sowie weitere Faktoren wie
Ruß und Staub zu begrenzen.

Im Augenblick wird eher das Gegenteil gemacht, z.B. Kohle und Braunkohle aus Partei- und machtpolitischen Spielchen heraus weiter gefördert, das EEG und der Emissionshandel verwässert und verschlimmbessert.

Meines Erachtens wäre die beste Maßnahme eine einkommensneutrale CO2-Steuer, wie z.B. in British Columbia in Kanada: https://skepticalscience.com/BCCarbonTax.html

Trotzdem kann man auch im kleinen für sich selbst einiges umsetzen. Ein paar Anregungen:


- Gegen Desinformation von Wissenschafts- und Realitäts- Gegnern angehen. Seinen es Klimawandel-"Skeptiker", Impfgegner, Chemtrail-Anhänger oder Reichsbürger. Eine aufgeklärte und gebildete Gesellschaft fällt dann weniger leicht auf die "Alternativen Fakten" von Trump oder der AfD herein.

- Strom sparen, z.B. Einsatz von LED-Leuchten, die im haushaltsüblichen Bereich inzwischen kaum teurer als die normalen Energiesparleuchten sind, aber noch weniger Verbrauch haben und ohne Quecksilber auskommen.

- konsequentes Ausschalten/Stecker ziehen von ungenutzten Geräten (Standby-Verbrauch).

- Stromversorger wählen, der auch tatsächlich erneuerbare und damit CO2-arme Energiequellen anbietet und ausbaut http://www.oekostrom-anbieter.info/

- Energieeffiziente Geräte verwenden, Altgeräte ersetzen (Von A+ auf A++ bringt nicht viel, von B auf A+ aber schon), im Zweifel Messgerät besorgen oder ausleihen!

- regionale und saisonale Ernährung (Beheizung von Gewächshäusern und Transportwege)

- Weniger Fleisch/Fleischprodukte. Für das Füttern eines Rinds wird ein Vielfaches an Kalorien verbraucht, als wenn das direkt gegessen wird, und Methan aus der Landwirtschaft ist ein starkes Treibhausgas

- Weniger Flugreisen, Fliegen setzt mit Abstand am meisten CO2 und weitere Abgase frei, und das auch noch in großen Höhen, wo diese noch stärker wirken. Bus ist da übrigens am besten.

- kleineres Auto mit geringerem Verbrauch wählen

- der Gesundheit zuliebe mehr mit dem Fahrrad machen.

- Gebäude vernünftig dämmen; wenn man das übertreibt oder falsch macht ist allerdings die Bauphysik und vor allem die Baubiologie nicht mehr gut. (Kondensfeuchtigkeit und Schimmelecken)

- Heizung etwas niedriger stellen; überheizen ist eh' ungesund ;-)

-Generell unnötigen Konsum und billiges Wegwerf-Zeug verringern; das merkt auch der Geldbeutel!

- und last but not least: bei der Politik Druck machen! Sich gegen Desinformation stellen!

Für den Konsum gibt es auch allgemein die 5 R-Regel:

Refuse (unnötigen Konsum verweigern)
Reduce (notwendigen Konsum verringern)
Reuse (Sachen wiederverwenden, Second-Hand)

Repair (nicht alles gleich wegwerfen, sondern auch mal reparieren)
Recycle (Stoffkreisläufe schließen)

globale Temperaturen, CO2 und Sonneneinstrahlung 1950 bis 2016 - (Klima, Klimawandel)

- Weniger Flugreisen, Fliegen setzt mit Abstand am meisten CO2 und weitere Abgase frei, und das auch noch in großen Höhen, wo diese noch stärker wirken. Bus ist da übrigens am besten.

Flugreisen wirken sich wegen ihrer Wolkenbildung in großer Höhe noch verheerender auf die Klimaerwärmung aus, als durch ihren CO2-Ausstoß.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/luftverkehr-erstmals-klimagefahr-durch-eiswolken-berechnet-a-754112.html

Laut der Untersuchung, die in "Nature Climate Change" veröffentlicht wurde, hat die von den Kondensstreifen verursachte Bewölkung tatsächlich eine beeindruckende Klimawirkung. ...  Die Kondensstreifen-Zirren verursachen nach Angaben der Forscher insgesamt einen Strahlungsantrieb von 31 Milliwatt pro Quadratmeter. Dieser Wert übertrifft damit knapp die Klimastörung des von Flugzeugtriebwerken ausgestoßenen Kohlendioxids.

Durch die anthropogen erzeugte Erhöhung der atmosphärischen CO2-Konzentration (von 290ppm auf 400ppm) ist die Globaltemperatur nur um ca. 0,1°C gestiegen (wie von mir berechnet), während sie seit Beginn der Industrialisierung um ca. 0,9°C gestiegen ist.

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@Maarduck

Ja, das meinte ich doch dass die Wirkung von Flugreisen stärker ist als die reine Wirkung des dabei freigesetzten CO2.

In Deiner Darstellung hast Du aber einen fetten Fehler - Die Wolken sind innerhalb kurzer Zeit wieder verschwunden, der Ruß ausgewaschen usw. Deshalb berechnet der Artikel die Wirksamkeit für nur 1 Jahr. Das CO2 ist aber für die nächsten paar hundert Jahre in der Luft und hat jedes einzelne der folgenden Jahre weiterhin seine Wirkung!

Deshalb ist die kumulative Wirkung des CO2 auf das Klima deutlich größer als von Dir behauptet.

Auch widerspricht Deine Behauptung, dass CO2 nur 0,1°C verursacht habe, dem Stand der Wissenschaft. Und sorry, da messe ich der Zusammenfassung des IPCC deutlich mehr Gewicht zu als einer Milchmädchenrechung in einem Forum.

http://ipcc.ch/report/graphics/images/Assessment%20Reports/AR5%20-%20WG1/SPM/FigSPM-05.jpg

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Danke für den Stern! :-)

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als einzelner, sauschwer... der klimawandel wird ja nicht durch den menschen ausgelöst sondern ist ein natürliches phänomen des systems erde. die letzte eiszeit ist gerade mal 10-15000 jahre her, was in betracht auf das erdalter nahezu gestern ist. das klima (wetter mal zeitperiode) ändert sich von selbst. was allerdings stimmt ist dass der mensch das phänomen verstärkt. CO2, methan und co. gelangen durch fossile brennstoffe und den allgemeinen konsum von schadstoffen in unsere atmosphäre und verhindern dass die ozonschicht die strahlung der sonne filtern kann und die hitze der sonne bleibt durch die ganzen staubpartikel in dem systems "gefangen" deshalb erwärmt sich die atmosphäre "schneller"
selber was daran ändern, zumindest für dein gewissen --> kurze strecken mit rad/zu fuss machen, mehr auf öffentlichen transport achten anstatt jede längere strecke mitm auto,
versuchen weniger strom zu verbrauchen --> elektrogeräte komplett ausschalten oder sogar stecker ziehen etc
usw..

Wenn die gängige Theorie stimmt, und alles vom CO2 kommt kann man ganz einfach eines tun : Atmung einstellen.

Schau doch mal nach, wieviel CO2 mehr in deinen Abgasen ist, als in der Luft die Du einatmest. Dann recherchiere mal dein durchschnittliches Atemvolumen, berechne die Anzahl deiner Atemzüge pro Stunde und dann mal 24 X durchschnittliche Lebenserwartung. Da kommt einiges zusammen .....

 

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