Kann man errechnen wie stark eine Leitung maximal belastet werden darf?

3 Antworten

Natürlich lässt sich das berechnen, allerdings vergessen viele, dass WEEEEIT bevor die Kabel schmelzen ganz andere Probleme auftreten. was wiederum nicht heißt, dass das schmelzen der kabel kein Problem darstellt. z.B. Spannungseinbrüche bei Belastung. hierfür gibt es klare vorgaben seitens der VDE bzw. der Netzbetreiber... genauer gesagt sind es 2,5% vom Trafo bis zum Zähler, 5% vom Zähler bis zur Steckdose.

Außerdem ist da noch die Sache mit den Sicherungen. um einen zuverlässigen Sach- und Personenschutz zu gewährleisten muss ein Sicherungsautomat in der Lage sein, im Falle eines Kurzschlusses rechtzeiig auszulösen.

nehmen wir den normalen B 16 Automaten. der kann bis zu 80 Ampere kurzfristig vertragen. bei 1,5 mm² wird das schon bei rund 100 Metern Leitungsweg wegen dem Widerstand, den das Kabel von der Sicherung bis zum verbraucher und wieder zurück entfaltet... immerhin beträgt dieser Widerstand bei 200 Metern Leitungsweg (100 hin, 100 zurück) schon 2,381 Ohm... bei nur 230 Volt Spannung ergibt das einen Kurzschlusstrom von rund 97 Ampere. und in der rechnung sind noch weitere Übergangswiderstände wie Steckverbindungen, Schalter, Klemmen etc. nicht mit enthalten.

hier kann es schon einige Sekunden dauern, bis Sicherungen auslösen... nun stelle man sich mal vor, es liegt am angeschlossenen Gerät ein Erdschluss vor. dann kann es einige Sekuden, ggf. sogar Minuten dauern, bis die Sicherung auslöst. in diesre Zeit steht das angeschlossene gerät unter Strom!

nun stell dir mal vor, wir haben keine B 16, sondern eine C 32 Sicherung (für eine große Drehstromsteckdose) dann sind es im Kuzrschlussfall nicht mal eben nur 80, sondern 320 Ampere! dann kommen wir langsam in Bereiche, in denen nicht nur die Schleife im Endstromkreis relevant wird, sondern die gesamtschleife, also vom Trafo über die verkabelung bis zum Verbraucher.

aber kommen wir wieder zurück zur Berechnung: die ist so komplex, dass es sich selten lohnt selbst zu rechnen. 

kommen wir noch mal auf den anfang zurück. das mit der Leitungserwärmung ist nämlich wohl ein Problem. und zwar dann, wenn die Wärme nicht gescheit weg kann, oder wenn duch viele Leitungen auf einem Fleck zu viel davon auf einem Punkt entsteht...

nehmen wir mal eine mit 13 Ampere belastete Leitung. das sind bei 230 Volt etwa 3 kW z.B. für einen Backofen. bei 1,5 mm² entfaltet die Leitung pro Meter eine Verlustleistung von rund 4 Watt. bei 2,5 mm² sind es nur ca. 2½ Watt.

Wenn man sich nun überlegt, dass viele Leitungen eng beieinander in einem Schacht liegen, oder und in einer isolierten Wand, so dass die Wärme nicht weg kann, dann ist es nur eine frage der Zeit, bis sie sich zu stark erwärmt.

Für die Belastbarkeit und maximale Absicherung von Leitungen gibt es Tabellen, die genau beschreiben, bis zu welchen Längen zu gehen ist. neben dem Klassiker, dem Tabellenbuch z.B. von Europa Lehrmittel, stehen mittlerweile jede menge toller Smartphone-Apps so wie eine Tabelle von ABB

diese hier habe ich immer in meiner Werkzeugtasche dabei: https://library.e.abb.com/public/cfe65723ae1e61ccc12579c200282f54/2CD401001D0109.pdf

lg, Anna

Vielen dank für deine Antwort. Falls du mit dem Tabellenbuch von Europa das rote meinst, das hab ich auch, aber es liegt noch im betriebtn Daran das das da steht hab ich garnicht gedacht... 

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musst nicht mal errechnen,da gibt's tabellen dazu welchen kabelquerschnitt man mit wieviel ampere belasten darf.dazu kommt die kabellänge,um so länger um so weniger ampere belastung zulässig

Richtig Das Ergebnis was du dann bekommst ist in andere angegeben und wird errechnet aus Länge Material Querschnitt usw und es gibt eine Formel dafür Müsstest du aber jetzt googeln weil ich mein elektrotechnikbuch gerade nicht da habe

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