Kann man entlassen werden, wenn man sich am Streik beteiligt?

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10 Antworten

Nein, Streik an sich ist kein Entlassungsgrund. Der betreffende Lokführer hatte aber einen Zug auf einer eingleisigen Strecke stehenlassen und sich nicht mehr per funk gemeldet. Die Zentrale wußte nicht einmal, ob ihm etwas passiert ist und er vielleicht Hilfe benötigt. So etwas ist unverantwortlich. Der Lokführer hat Streik mit Verantwortungslosigkeit verwechselt. Es ist mit ihm durchgegangen und er sollte zu recht entlassen werden.

Egal ob Lokführer oder sonstige Angestellte und gewerbliche Arbeitskräfte, wer nicht verbeamtet ist, hat ein Streikrecht. Das ist im Arbeitsrecht festgelegt. Ich entnehme der Summe der bisherigen Antworten, dass offenbar eine große deutsche Boulevardtageszeitung einen Bericht veröffentlicht hat, dessen Schlagzeile den Schluss zuließ, dass ein einzelner streikender Lokführer auf Grund seiner Beteiligung an einem Arbeitskampf entlassen wurde. Das wollte man eventuell so verstanden wissen, ist aber sehr bedenklich. Hat der in dem Bericht erwähnte Lokführer selbständig und als einziger Seine Arbeit nieder gelegt, handelt es sich nicht um einen Streik, sondern um eine, vertragswidrige Arbeitsverweigerung. War jedoch ein Warnstreik oder Streik von der betreffenden Gewerkschaft ausgerufen, zählt die Aktion als solcher. Hat der Lokführer dabei jedoch gegen Sicherheitsbestimmungen verstoßen, in dem er auf freier Strecke seinen Zug anhält und dann kein Lebenszeichen mehr von sich gibt, so handelt er grob fahrlässig, da er unter Umständen z.B. eine Rettungsmaschinerie in Gang setzt, deren Kosten er dann auch zu tragen hat. Eine schriftliche Abmahnung ist sicherlich die mindeste Konsequenz. Wäre er im nächsten Bahnhof angehalten und hätte dann seine Streikbeteiligung angekündigt, hätte er keinen Anlass zus einer Entlassung gegeben.

Nein - Streik ist kein Entlassungsgrund. In diesem Fall hat man dem Lokführer Sicherheitsgefährdung vorgeworfen. Eine Frage der Auslegungssache??? Möchte mich dazu nicht weiter äussern, aber prinzipiell ist Streik kein Kündigungsgrund!

Entlassung sicher möglich, aber nicht wegen Streik. BILD bringt das gerne auf die Titelseite... :-)

Ein Streik ist ein von beiden Parteien akzeptiertes Mittel im Arbeitskampf um den Tarifvertrag oder entsprechender Teile.

Die Lohnausfälle werden aus der Streikkasse der entsprechenden Gewerkschaft gezahlt.

Nur wenn es sich um einen wilden Streik (spontane Arbeitsniederlegung) handelt.

Ein solcher rechtswidriger Streik liegt aber bei diesem Fall nicht vor.

Unter den Lokführern der DB gibt es immer noch viele mit Beamtenstatus. Diese haben kein Streikrecht. Ob das allerdings Konsequenzen bei widerrechtlichem Streik hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

ich seh schon da glauben manche an den weihnachtsmann. natürlich ist streik kein kündigungsgrund. aber ein grund auf die private entlassungsliste vom chef zu wandern, wenn mal wieder personalkürzungen anstehen. irgendnen grund wird dein chef schon finden.

Hallo,nein nur einmal die Schlagzeilen der Bildzeitung zu lesen ist noch lange kein Entlassungsgrund!

Schlagzeilen können Tatsachen wunderbar verfälschen. Da hast Du aber nicht viel Eigeneinitiative bei der Suche nach einem Nickname bewiesen. So phantasielos? ;-)

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Ja das ein Grund zur Entlassung ---> Arbeitsverweigerung.

Traue niemals der Bild. Lies sie nichtmal. Verkneif Dir am besten auch nur die Titelseite anzusehen.

Zu genau diesem Thema lies:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,512758,00.html

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