Kann man einer Kuh Milch entnehmen, ohne dass sie und ihr Kind darunter leiden müssen?

11 Antworten

Hallo Maily!  Das erste de sagt : 

Glückliche Kühe auf saftigen Wiesen  das ist das Bild, mit dem die Milchwirtschaft gerne wirbt. Die Realität ist eine andere: Ausgelaugte Kühe enden krank im Schlachthof, nachdem sie gerade zweimal gekalbt haben.

Durchschnittsalter 5,5 Jahre

Wenn der schwäbische Milchkuhhalter Albert Schwellinger seine Herde beschreibt, dann spricht Verzweiflung aus dem Landwirt. Viele Tiere seien krank, erzählt er, immer wieder müsse er tote Milchkühe aus dem Stall ziehen. Tierärzte bestärken den Bauern in seinem Eindruck. Nicht nur seine Tiere seien krank, es gehe hier um ein Grundproblem in Deutschlands Kuhbeständen. Viele Tiere würden heute nicht mehr älter als 5,5 Jahre im Durchschnitt. Sie würden gerade noch zwei Geburten überstehen.

Tatsächlich geht in jedem Jahr rund ein Viertel des gesamten deutschen Bestandes in den Schlachthof, weil die Tiere vor allem krank, nicht mehr leistungsfähig und ausgepowert sind. Der Hauptgrund für das Leiden in Deutschlands Ställen: Kühe sollen immer höhere Mengen Milch liefern. Deshalb wurden die Tiere über die vergangenen Jahrzehnte hinweg züchterisch verändert und so mit Kraftfutter versorgt, dass sie in der Lage sind, ein Vielfaches an Milch zu produzieren als noch vor Jahren.

Tierärzte sprechen von "Qualzucht"

Das Ergebnis: Hochleistungs- bzw. Turbokühe. Durch diesen Erfolg der Forschung hat sich die Jahresmilchmenge seit 1960 zwar mehr als verdoppelt, gleichzeitig stellen Veterinäre jedoch immer mehr Erkrankungen bei den Tieren fest. Kritische Tierärzte sprechen in diesem Zusammenhang inzwischen von "Qualzucht". Den Tieren würden Leistungen abverlangt, die sie auf Dauer nicht erbringen könnten.

Die "Report Mainz"-Reporter Monika Anthes und Edgar Verheyen haben sich bundesweit auf Spurensuche begeben. Ihre exklusiven Recherchen decken das ganze Ausmaß des Leidens in deutschen Kuhställen auf. Sie sind der zentralen Frage nachgegangen: Wer zahlt den Preis für die billige Milch?

Zitat Ende, alles Gute.

Ganz genau, kami - DH ! 

Den Preis zahlt nicht der Bauer, sondern allein die Kühe und ihre Kälber - die vielgepriesene und allerseits geforderte "faire Milch" gibt es höchstens auf den bunten Plakaten...

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Mal ehrlich das ist eine der besch**ertsten antworten die ihr hier je gelesen habe die meisten lackierenden Tiere haben laktationen von mehr als4/5 Jahren:(:(:(:(:(;(;(;(:€:C

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@Tosty1732

Die "Report Mainz"-Reporter Monika Anthes und Edgar Verheyen haben sich bundesweit auf Spurensuche begeben. Ihre exklusiven Recherchen decken das ganze Ausmaß des Leidens in deutschen Kuhställen auf. Sie sind der zentralen Frage nachgegangen:

Aber immerhin beschreibst Du Deinen Kommentar recht gut.

Und ich habe zitiert - mehr nicht

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Hallo, ich finde gut, dass du hinterfragst, muss dich jedoch enttäuschen... Eine Kuh, die ihr Kalb säugen darf, produziert genau die Menge, die nötig ist, damit das Kalb aufwachsen kann und schnell groß und kräftig wird. Die Milchleistung ist also genau darauf abgestimmt - da bleibt nix über... Es ist auch nicht "unsere Milch" - wir benötigen keine artfremde Muttermilch, weder im Kindes- noch im Erwachsenenalter... Lies mal das Buch "Milch besser nicht" von Maria Rollinger. Hier wurde über Mutterkuhhaltung geschrieben - ist sicherlich eine feine Sache, nur eben auf reine Fleisch"produktion" ausgelegt - hat mit Milchwirtschaft nichts zu tun ! Wer mit der Milch Profit erzielen und Geld verdienen will, kann den Kühen und Kälbern gar nicht gerecht werden, was deren Bedürfnisse angeht. Außerdem spielen auch hygienische Gründe eine Rolle... Kuhmilch ist für Kälber und abgestimmt auf deren spezifische Bedürfnisse, auch, was Wachstumshormone etc. angeht... Was denkst du, warum heutzutage Kinder immer schneller groß und frühreif werden ? Ich wünsch dir alles Gute - probier doch mal verschiedene Pflanzendrinks und Sojajoghurt - da gibt es leckere Sorten...:)

Gruß, Elsie

Danke dir, Elsie :)

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Booooar Leute, schaut nicht soviel PropagandaTV!

"Wegnehmen" heißt nicht leiden. Kälber werden in der Regel nach ca. ein bis zwei Tagen nach der Geburt von der Milchkuh getrennt. In dieser Zeit bekommt sie Biestmilch. Das kalb kommt dann in Kälberboxen. Da bekommt sie genauso Milch bis sie nach einigen Wochen aus der Box im Stall normales Futter und Kraftfutter bekommt. Weder die Kuh, noch das Kalb zeigen da irgendwelche leidvollen Reaktionen. Die konnten gar keine Bindung in der kurzen Zeit aufnehmen!!!

Man braucht nur mal zu Kühen hingehen und die Hand hin halten. Die schnuppern sofort die Hand ab, weil es richtig neugierige Tiere sind. Die denken sich nicht "pühhh der hat mir das Kind geklaut, der kann mich mal". Bei Kälbern genauso! Auch sind Rinder i.d.R. friedliche Tiere. Die schlagen nicht wochenlang um sich weil der Landwirt ihr "das Kind geraubt hat".

Geht bitte in einen Milchkuhstall und überzeugt euch, aber bitte schaut euch nicht diese veganisierte Propaganda an.

Und JA, na klar geht das, dass die Kälber bei der Kuh bleiben. Das Kalb braucht kein ganzes Jahr die Milch. Jedoch ist es nicht wirtschaftlich, denn der Milchpreis ist momentan dermaßen im Keller (ca. 45cent). Milchbetriebe verdienen jetzt schon keine Menge Geld. Die kontrollierte Aufzucht in der Kälberbox ist da besser. Denn die Kälber bekommen eben in der ersten Zeit Milch und kein Grund- und Kraftfutter.

Bei Weidehaltung (ca. 42% der deutschen Milch-Betriebe) kann das aber auch anders gehandhabt werden.

Bitte verkehrt nicht soviel auf veganen Seiten. Diese vermenschlichen die Tiere und stellen ALLES immer nur mit Leid und Qual hin lügen sich die Welt zusammen. Geht lieber in einen einen Kuhstall und redet da mit den Landwirten. Die haben Ahnung. Und die Tiere sehen nicht danach aus, dass sie leiden!

Das Schöne ist ja, dass "Weidehaltung" kein geschützter Begriff ist und ihn praktisch jeder verwenden kann.

"Wie viele Kühe überhaupt noch auf die Weide kommen, wollte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vor einiger Zeit in einer Anfrage an die Bundesregierung wissen. Laut der jüngsten Landwirtschaftszählung im Jahr 2010 sind es 42 Prozent. Experten sehen diese Zahl jedoch mit großer Skepsis: "Es gibt einen klaren Trend zu Null-Weidegang", sagt der Agrarexperte Dr. Daniel Weiß. Er schätzt, dass weniger als ein Zehntel der deutschen Milchkühe regelmäßig auf einer Weide grasen, "die große Mehrheit kommt aus dem Stall nicht mehr heraus".
"


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@AuroraRich

Aha und das sagt Herr Dr. Weiß, weil er selbst durchgezählt hat? Die Zahlen stammen aus dem Jahre 2010 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft - soweit richtig. Wenn die Grünen das in Frage stellen, dann sollen sie das auch beweisen und nicht einfach nur glauben. Die Grünen sind für mich eh nicht mehr alle ganz knusper, das hat mehrere Gründe!

Weidehaltung ist in München nicht im Markenregister eingetragen, soweit korrekt. Aber der BMELV hat konkrete Zahlen von Milchkuh-Weidehaltung und Mutterkuh-Weidehaltung geliefert. Sogar mit Stundenanzahl.

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@Omnivore01


Während früher Milchkühe in den Sommermonaten Weidegang hatten und damit das Grünland direkt nutzten, finden sich heute verstärkt ganzjährige Stallhaltungen mit der Verfütterung von Silage und Kraftfutter. Der Anteil der Weidehaltung in der Landwirtschaft geht zurück. Bei großen Milchviehbetrieben ist der Weidegang arbeitswirtschaftlich schwierig (Melkaufwand, räumliche Entfernung zur Weide) und sinkt deshalb. So beträgt er bei Betrieben mit 100 und mehr Kühen derzeit nur noch 33 %. Bei Betrieben mit 50-99 Kühen liegt der Anteil der Weidehaltung bei 51 %, bei Milchviehbetrieben mit weniger als 50 Kühen beträgt er 42 % (Landwirtschaftszählung 2010)."


Während sich in über 50 % der Betriebe mit 50 bis 500 Kühen Weidehaltung findet, nutzen Betriebe mit weniger als 50 Kühen nur zu 40 % Weidehaltung sowie Betriebe mit über 500 Kühen nur zu 25 % Weidehaltung (Statistisches Bundesamt, 2010b).


Danach hielten 2010 noch 54 % der milchviehhaltenden Betriebe ihre Kühe in Anbindehaltung. Da dies i. d. R. kleinere Betriebe sind, waren etwa 27 % aller Milchkühe noch in dieser Haltungsform aufgestallt. Die durchschnittliche Bestandsgröße lag in Anbindeställen bei 23 Tieren. 45 % der Betriebe hielten die Milchkühe in Laufställen mit perforiertem oder planbefestigtem Boden. Die durchschnittliche Bestandsgröße betrug hier 80 Tiere. Von 90.200 in 2009 befragten Betrieben gewährten 45 % mehr als zwei Stunden Weidegang pro Tag. Daraus leitet sich ab, dass von 4,2 Mio. Milchkühen nur noch rund 1,8 Mio. regelmäßigen Weidegang hatten (Statistisches Bundesamt, 2010b).



Bei 2 Stunden pro Tag kann man ja wohl nicht von Weidehaltung sprechen, aber da ist man dann wieder dabei, dass der Name nicht geschützt ist. In den Niederlande zB wäre das keine Weidemilch/Weidefleisch.


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@AuroraRich

Anbindehaltung? Bitte...Laufställe sind heute Standard

Es stimmt, dass viel von der Weide in Stallhaltung überführt wurde. Das hat auch wirtschaftliche Gründe. Da der Milchpreis immer weiter sinkt und jetzt im absoluten Keller ist (ca. 45cent). Ich konnte diesen Übergang von Weide in Stallhaltung bei mir im Dorf Live miterleben. Früher waren sie nur im Winter im Stall, jetzt ganzjährig. Das ist aber ein offener Laufstall mit Außenbereich. Die Kühe können den ganzen Tag tun und lassen was sie wollen. Ich hab sogar schon Betriebe gesehen, welche mit Melkroboter arbeiten. Da gehen die Kühe sogar selbst zum Melkstand. Ich finde das schon sehr beeindruckend!

Und die durchschnittliche Zeit kommt auch dadurch dem arithmetischen Mittel zustande. Da steht keiner mit der Stoppuhr am Zaun. Das sind Zeiten, welche sich aus Stallhaltung, Überführungszeit und Weidehaltung zusammensetzen.

Ich finde Stallhaltung nicht schlimm, da ich weiß wie professionell da gearbeitet wird. Auch wenn der Wert real gesunken ist, bleibt eine genaue Bezifferung bis zur einer neuen Studie des BMELV reine Spekulation! Auch für den Herrn Weiß und die Fraktion Bündnis 90/Grüne

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@AuroraRich

Achso, ich hab noch eine Frage: Ich kenne mich nicht mit niederländischen Marken oder Gesetzen aus; Auch kenne ich die niederländische Landwirtschaft nicht. Ich würde gerne wissen wollen was du mit "in den Niederlanden ist das kein Weidefleisch/milch" meinst.

Ist das bei denen Niederländern geschützt? Müssen die so und soviel prozent pro jahr auf der Weide stehen? Was machen die im Winter.

Tut mir leid ^^ ich kenne die niederländische landwirtschaft nicht. Könntest du mir das bitte mal kurz erklären? Danke...:)

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@Omnivore01

Schätzchen, das ist vom BMEL, das habe ich mir nicht ausgedacht, sondern nur aus 2 oder 3 Quellen zitiert, ich schicke dir gerne die Links.

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@Omnivore01

Auskenne tue ich mich auch nicht, aber in einem Bericht vom BMEL stand dies:

"Während in den Niederlanden die Molkereien für Weidemilch konkrete Kriterien formulieren („Weidemilch stammt von Kühen, die an mindestens 120 Tagen im Jahr für je sechs Stunden Weidegang haben“, gibt es in Deutschland Molkereien, die ihrer Weidemilch keine konkreten Kriterien zugrunde legen und allein auf den relativ hohen Anteil an Grünlandbetrieben in ihrem Einzugsgebiet verweisen."

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@Omnivore01

Ich bitte dich, Omnivore: "Laufställe sind heute Standard"... Wo denn: Auf der Takka-Tukka-Insel ? Da wirfst ausgerechnet DU mir vor, ich würde Behauptungen statt Fakten liefern - wie absolut lächerlich ! :( Der Rest deiner Ausführungen passt dazu...

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@Omnivore01

Und ich weiß auch nicht, warum sich Deutschland da so quer stellt. Weidemilch kostet immerhin bis zu 30% mehr und es sagt einfach NICHTS über die Haltung aus...genau wie "Bergmilch" oder "Alpenmilch". Mich kotzt sowas an.

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@AuroraRich

Weil Milchwerke für den Liter Milch nur 45cent nehmen. Es ist wirtschaftlich einfach nicht möglich den Großteil der Milchwirtschaft auf der Weide zu halten. Ich hab das live miterlebt. Nach der Wende gab es bei uns noch ca. 5 Jahre Weidehaltung, danach zog man ganzjährlich in den offenen Laufstall. Und die Preise sind seit dem immer weiter gepurzelt. Das heißt aber nicht, dass sie das Gras nicht bekommen. Sie bekommen noch immer das gleiche Gras, nur in Form von Grassilage.

Stallhaltung hat auch wirtschaftliche Gründe

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@Omnivore01

Meiner Meinung nach darf es diese "wirtschaftlichen Gründe" aber nicht geben. Klar und neben Grassilage auch noch Kraftfutter und Schrot und so weiter.
Ich finde das einfach falsch. Aber okay, ich trinke auch keine Milch.

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@AuroraRich

Kraftfutter ist nicht immer der Fall. Unser Dorfbetrieb (ca. 100 Milchkühe) füttert nur mit Gras- und Maissilage. Kraftfutter ist nur ein Mittel um die Milchleistung zu erhöhen. Aber auch nicht die ganze Zeit, weil man nicht will, dass die Kühe verfetten. In modernen Anlagen bekommt jedes Tier eine individuelle Kraftfutterration. Computergesteuert.

Ich finde das nicht falsch, aber gut, da kann man anderer Ansicht sein...

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Danke für deine Antwort - ich bin auf dem Land groß geworden und war schon sehr oft in Kuhställen ;-) Trotzdem haben mir die Kälbchen schon immer Leid getan ^^ Wie in einem Kommentar bereits geschrieben, könnte ich auch gar nicht vegan leben - ich konsummiere also Milch, wollte trotzdem nur mal fragen:)

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