Kann man einen Verkauf rückgängig machen?

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6 Antworten

Ein Vertrag gilt durch beiderseitige Willenserklärung im allgemeinen als unwiderruflich geschlossen. Willenserklärung ist die Aushändigung der Ware auf der einen Seite und die Bezahlung auf der anderen Seite. Ausnahmen sind jedoch, zB Verträge die gegen geltendes Recht verstoßen oder mangelhafte Ware, Verträge die durch Täuschung oder ubermittlungsfehler zustande gekommen sind. In solchen Fällen sind Verträge anfechtbar oder nichtig.

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Nein es gibt kein Hausrecht, das zu einer einseitigen Rücknahme eines Vertrages berechtigt. 

Das es sich um den  Verkauf von verbotenen Waren (Alk oder Tabakwaren an Minderjährige) handelt, sollte man die Sache von einer anderen Seite aufziehen.

Darf der Jugendliche überhaupt so ein Geschäft abschließen? Es liegen durchaus Gründe vor, die das Geschäft als nichtig oder unwirksam erscheinen lassen  (§105 ff BGB).

Desweiteren verstößt der Verkauf dieser Waren an Minderjährige gegen ein gesetzliches Verbot, so dass er nach §134 BGB nichtig ist.

Kurz gesagt: es ist kein rechtskräftiger Kauf zustande gekommen, so dass die Transaktion durch einfache Erklärung rückgängig gemacht werden könnte. 

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Nachträglich kann der Kaufvertrag nur im gegenseitigen Einverständnis rückgängig gemacht werden. Wenn die Überlassung illegal ist muß man das vorher bedenken, es erst garnicht zu einem Kaufvertrag (Ware gegen Geld) kommen lassen.

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Nein ... zumindest müssen beide damit einverstanden sein. Schließlich ist nach dem tausch Geld gegen Ware der Vertrag abgeschlossen. Da hat das Hausrecht nichts mit zu tun.

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Kommentar von truthermann
21.01.2016, 02:42

Angenommen es geht um den Jugendschutz (Käufer unter 18, Produkt z.B Wodka) Darf man dann den Käufer davon abhalten das Produkt mit zu nehmen um es zu konsumieren oder darf man ihn davon abhalten oder gegebenfalls die Polizei dazu holen? Eben damit es nicht zu einem konsumieren kommt... Falls man eventuell die Altersbeschränkung bei Jugendschutz verschwitzt hat ?

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Kommentar von RudiRatlos67
21.01.2016, 02:46

in dem Fall ist der Vertrag anfechtbar, da er gegen übergeordnetes Recht verstößt.

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Rechtlich gesehen ist der Kaufvertrag ist nach § 433 BGB abgeschlossen. Also besteht kein Anspruch auf Rückabwicklung, außer der Kunde ist damit einverstanden und dass ist i. d. R. nicht der Fall.

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Kommentar von truthermann
21.01.2016, 02:35

Angenommen es geht um den Jugendschutz (Käufer unter 18, Produkt z.B Wodka) Darf man dann den Käufer davon abhalten das Produkt mit zu nehmen um es zu konsumieren oder darf man ihn davon abhalten oder gegebenfalls die Polizei dazu holen? Eben damit es nicht zu einem konsumieren kommt... Falls man eventuell die Altersbeschränkung bei Jugendschutz verschwitzt hat ?

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Nein, dies kann nicht rückgängig machen. Nach dem Tausch Geld gegen Ware, gehört der Artikel dem Käufer. Wenn der Käufer auch mit einverstanden ist, könnte das ganze sicherlich rückgängig gemacht werden, andernfalls nicht.

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Kommentar von truthermann
21.01.2016, 02:35

Angenommen es geht um den Jugendschutz (Käufer unter 18, Produkt z.B Wodka) Darf man dann den Käufer davon abhalten das Produkt mit zu nehmen um es zu konsumieren oder darf man ihn davon abhalten oder gegebenfalls die Polizei dazu holen? Eben damit es nicht zu einem konsumieren kommt... Falls man eventuell die Altersbeschränkung bei Jugendschutz verschwitzt hat ?

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