Kann man einen, stark auf eine person geprägten, Chihuahua abgeben?

8 Antworten

"...und sie jault zwar Anfangs circa eine Stunde, manchmal etwas länger, beruhigt sich aber dann und verhält sich wie ein ganz anderer Hund." 
Das wird sicher keine Entspannung sein, eher aber Erschöpfung und somit die 3. Phase von Stress. 

Ich finde Du solltest Dich mal über Hundeverhalten informieren und das gründlich. Eine Prägung gibt es nicht, es gibt eine sensible Phase. Eine Prägung würde aussagen, dass ein Hund einmal eingeprägtes auch nicht mehr umlernen könnte und das trifft auf Hunde nicht zu. Auf Grund der Neuroplastizität ist es Hunden möglich bis ins hohe Alter zu lernen, sonst könnte kein einziger Hund vermittelt werden nachdem er einmal auf einen einzigen Halter geprägt worden wäre. 

Wenn die Tierärzte sagen, dass der Hund definitiv keine Schmerzen hat (da würde ich mir auf jeden Fall noch weitere Meinungen zu einholen) dann wird es vermutlich ein eigens gemachtes Problem sein. 

Konditionierte Entspannung und ein Platz wo der Hund auch ohne in Deinem Bett zu sein, entspannen kann wären für den Anfang m.M.n. grundlegende Dinge um Dich erst einmal zur Ruhe zu bekommen. So lernt der Hund Nachts auch einfach mal ohne Dich in seinem Bettchen zu schlafen, wenn sie denn meint Nachts nicht mehr alleine auf das Bett zu kommen. 

Eine andere Möglichkeit wäre ihr eine Treppe zu bauen, so hoch dürfte das Bett ja nicht sein wenn sie da tagsüber von alleine drauf springen kann. Auch damit wäre dieses Problem Vergangenheit. 

Eine Abgabe käme für mich persönlich wirklich nur in aller aller aller aller letzter Instanz in Frage. 

Was das kratzen an Deinem Gesicht angeht so denke ich nicht, das es mit Aufmerksamkeit zu tun hat. Das hört sich für mich schon wirklich nach ARV (abnormal repetitiven Verhalten) an. Welches entweder durch die Krankheit des Hundes hervorgerufen werden kann oder aber auch durch eventuell doch vorhandenen Schmerzen. Beides würde zu Stress führen und dieser kann solche Verhaltensweisen bedingen. Fraglich ob man das mal eben mit einem Trainer "beseitigen" kann und somit auch hier konditionierte Entspannung, bombastisch gut aufgebaut am besten mit Melodie, Duft und Entspannungszone. 

Ansich fände ich es wichtig jeglichen stressenden Faktor aus dem Leben des Hundes zu verbannen. Alleine bleiben Training sollte auch aufgebaut werden, denn man muß ja einfach auch mal einkaufen und dafür muß eben ein Hund lernen alleine zu bleiben. Aber es gibt auch Hunde die lernen es nie alleine zu bleiben und wenn Dein Hund sogar noch in Gesellschaft jault, könnte es schwer werden ihr das beizubringen. So würde ich erst einmal an ihrer Selbständigkeit arbeiten, dass sie merkt das sie auch ohne Dich klar kommen kann. 

Nehm mir das bitte nicht übel, ich verstehe Deine Situation, aber mir persönlich tut dieses Hundewesen unendlich leid. Das ist ein Ergebnis von der menschlichen Dummheit, was aus Tieren werden kann wenn man wie wild an ihnen rumzüchtet, woran Du natürlich keine Schuld trägst.  
Fraglich ist ob der Hund nun nicht bedingt der Krankheit wirklich behindert ist und wenn es eben eine Behinderung ist, so wird man daran nichts ändern können und dann würde eben vermutlich nur noch eine Abgabe in Frage kommen. Viel viel viel Verständnis für den Hund wären dann m.M.n. gefragt, denn der Hund kann ja somit nichts dafür das er so ist (wobei ich der Meinung bin das er sowieso nichts dafür kann). 

Wenn Du sie aber abgibst, so würde ich erst einmal jegliche Besuche einstellen, damit der Hund erst einmal zur Ruhe kommen kann und sich an die neue Situation gewöhnt. 

Ganz ehrlich… denkst du dass du ein Zuhause für einen Hund finden wirst der erstmal so klein ist dass kaum ein „normales“ Hundeleben möglich ist und dann auch krank? Die Kleinanzeigen sind voll mit Hunden die ein Zuhause suchen, oft problemlose Hunde. Ich glaube das wird selbst bei Liebhabern der Rasse schwierig.

Ich würde mir einen Verhaltenstherapeuten suchen aber nicht mit dem Ziel, dass es eine Lösung für die Krankheit/das Problem der Hündin gibt sondern um zu lernen wie ich es managen kann und ein weiteres Zusammenleben möglich ist.

Ich würde die Hündin nicht abgeben denn meine Sorge wäre, dass der neue Besitzer keine Geduld mit ihr hat und sie im schlimmsten Fall einschläfern lässt.

Sorry aber das sind meine Gedankengänge dazu.

Ich weiß nur leider nicht mehr, zu welchem Spezialisten ich noch rennen soll.

Ärzte sowie Trainer, erzählen mir allesamt etwas anderes, daher hoffe ich hier jemandem zu finden, der vielleicht ähnliches durchgemacht hat.

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Meine Oma, welche mitte sechzig ist, hat schon mehrfach angeboten, sich um meine Maus zu kümmern.

Sie ist Rentnerin, sehr viel draußen, liebt die Kleine und könnte sich 24 Stunden lang um den Hund kümmern, jedoch bringe ich es momentan noch nicht übers Herz und will erst alle Optionen ausprobieren, bevor ich die wahrnehme.

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@Sophiecated

Das ist doch toll, dass du jemanden hast, der bereit wäre sie zu nehmen. Und dann noch deine Oma - da könntest du sie auch besuchen.

Probiert es doch mal aus, vielleicht erstmal für eine Stunde und später dann etwas länger.

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@chatley

Ausprobiert haben wir es schon, und sie jault zwar Anfangs circa eine Stunde, manchmal etwas länger, beruhigt sich aber dann und verhält sich wie ein ganz anderer Hund.

Sie schläft dann ruhig und läuft niemandem hinterher. 

Ich frage mich nur ob dieses Verhalten Entspannung ist oder ob sie trauert und ob ich vielleicht das Problem bin, weil der Hund zu stark auf mich geprägt ist.

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@Sophiecated

Wenn sie dir den ganzen Tag hinterher läuft, wird es wohl Entspannung sein, denn irgendwann braucht sie die auch mal.

Sorry, aber inzwischen kristallisiert sich hier immer mehr heraus, dass es an dir liegt und nicht an dem Hund :)

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@chatley

Das ist mir, wie des öfteren erwähnt, durchaus bewusst, daher habe ich ja auch anfangs gefragt, wie ich meinen Umgang mit ihr verbessern kann.

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Ach je, das tut mir für euch beide sehr leid!

Hast du schon mal versucht sie nachts in einer Box neben deiner Matratze unterzubringen? Die Box gibt ihr vielleicht mehr Sicherheit und sie kann dich dann auch nicht mehr drangsalieren.

Trotz allem Mitgefühl für das Tier solltest du sie trotzdem konsequent erziehen. Dieses ständige Hinterherlaufen und- jaulen kann zur Manie ausarten. Das müsstest du ihr abtrainieren.

Nun aber zu deiner eigentlichen Frage: Wenn du ein optimales Zuhause für sie finden würdest, könntest du sie abgeben. Sie würde zwar zunächst sehr leiden, aber jeder Hund ist in der Lage, sich früher oder später umzugewöhnen.

Vielleicht wäre es sogar besser, wenn sie zu einem Zweithund käme, der ihr etwas mehr Sicherheit geben würde. Das bliebe auszuprobieren.

Alles Gute für euch!

Vielen Dank für deine Antwort.

Das mit der Box abe ich die letzten Nächte ausprobiert, jedoch ist sie darin maximal 10-20 minuten ruhig und bekommt dann regelrechte Kratzanfälle und heult, bis ich sie raushole.

Bei meinen Eltern, wo ich die Hälfte der Woche bin, lebt noch unsere zweite Hündin. Diese ist 10 Jahre alt und meine Kleine akzeptiert keinen anderen Hund.

Ich habe das Gefühl, dass sobald mein Hund merkt, dass ich komsequenter werde, sie ihr Verhalten verschlimmert...

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@Sophiecated


"Ich habe das Gefühl, dass sobald mein Hund merkt, dass ich komsequenter werde, sie ihr Verhalten verschlimmert..."

Das nennt man Erstverschlimmerung ;)  Es zeigt aber, dass sie versucht, dich zu "erziehen". Das ist ein Machtkampf, den sie dann wahrscheinlich gewinnt, weil du nachgibst. Und das darfst du auf keinen Fall.

Chihuahua´s haben meist eh die Eigenschaft, ihren Besitzer voll und ganz für sich zu vereinnahmen.


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@Sophiecated

Ganz ehrlich? Wenn der Hund so sehr leidet und Du schon medizinisch alles ausgeschöpft hast und auch Verhaltenstherapie nichts bringen würde, dann würde ich die Fellnase erlösen.

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@Berni74

Nein Berni74,

es ist ein Chihuahua! Wenn du die charakterlichen Eigenschaften dieser Rasse kennst, dann weißt du, was hier läuft :)

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@chatley

Einschläfern ist für mich erst dann eine Option, wenn sie starkes körperliches Leid hat, was bis jetzt nicht festgestellt wurde.

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@chatley

Das ist das eine - aber die FS schreibt auch, der Hund hätte einen Wasserkopf und zeige Zeichen der Behinderung, die mit zunehmendem Alter immer schlimmer werden. Weiterhin schreibt sie, daß sie schon bei X Ärzten und Trainern war, alles ohne Erfolg.

Der arme Hund ist Opfer seiner selbst, findet nie Ruhe und kann nicht abschalten.

Wenn es wirklich "nur" daran liegt, daß es ein Chi ist, dann sollte sie sich einen Hundetherapeuten suchen, der ihr beibringt, das Tier wie einen Hund zu behandeln.

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