Kann man einen Rüden mit einer Hündin "vergesellschaften"?

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7 Antworten

Hallo,

die Vergesellschaftung von unkastrierten gegengeschlechtlichen Hunden sollte man - im eigenen und im Hundeinteresse - tunlichst unterlassen.

Die Tiere sind instinktgesteuert, bedeutet: riecht der Rüde die läufige Hündin, dann will er zu ihr - unbedingt! Befindet sich die Hündin in den "Stehtagen" dann will sie zum Rüden - unbedingt!

Die Tiere sind dabei extrem erfinderisch und schafft man es noch, sie bei der ersten und vllt. zweiten Läufigkeit voneinander fernzuhalten, so ist es doch dann bei der nächsten oder übernächsten Läufigkeit doch passiert. EINEN Moment nicht aufgepasst - und schon nimmt das Übel seinen Lauf.

Und nicht immer braucht es für einen Deckakt ein längeres "Vorspiel". Ich habe auch schon erlebt, dass das blitzeschnelle geht, dass der Rüde "hängt" - und dann ist alles zu spät.

Und die tagelange Heulerei der beiden ist weder für die eigene Familie noch für eventuelle Nachbarn zu ertragen. Tut euch das nicht an.

Auch die Hunde leiden ebenso, wenn sie ihrem natürlichen Instinkt nicht folgen dürfen. Und auch die Schimpfe, die sie ständig erhalten, weil sie unruhig sind, in die Wohnung urinieren, heulen und überhaupt nicht mehr hören wollen, fördert kein ausgeglichenes, friedvolles Miteinander.

Ich kenne ganz viele Fälle, wo es hieß: "das schaffen wir schon", "wir passen auf", "wir trennen die beiden", "einer geht in der Zeit zu Freunden" und was es noch so alles an Plänen gibt. Und nach einiger Zeit war es dann doch immer wieder passiert.

Gerade aktuell "betreue" ich wieder einmal Leute, die es auch "schaffen konnten" - die Hündin ist aktuell in der 6. Trächtigkeitswoche.

Will oder muss man beide Geschlechter gemeinsam halten, dann führt über die Kastration eines Hundes kein Weg vorbei.

Gutes Gelingen

Daniela

froeschliundco 26.08.2015, 12:12

bin gleicher meinung,da tiere sehr erfinderisch u.zu unmöglichem im stande sind wens um den sexualltrieb geht...zum thema "wir passen ja auf" kenn ich sogar züchter denen das nicht gelungen ist...od.es kommt ein kumpel,öffnet unbeabsichtigt die tür oder ein kind, leine durchbeissen, durch den zwinger decken, 2m-zaun wird locker überwunden,ectect...tiere die wollen,können und wen nicht leiden sie unter stress...DH

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Wir halten seit vier Jahren einen unkastrierten Rüden mit einer intakten Hündin. Anfangs mit seiner Mutter, die ist mittlerweile aus Gesundheitsgründen kastriert. Seit zweieinhalb Jahren lebt er mit einer anderen unkastrierten Hündin zusammen, da wir mit beiden züchten. Bei Läufigkeiten haben wir getrennt. Das geht ganz gut. Einmal wurde die zweite Hündin absichtlich belegt. Sie war nur drei Tage wirklich in der Standhitze (von drei Wochen Läufigkeit). Diese drei Tage war dann auch der Rüde kaum zu halten, wenn er die Hündin wirklich vor sich hatte. Von den sechs Läufigkeiten, die mein Rüde bisher mitgemacht hat, wurde noch nie rumgeheult oder in der Wohnung markiert. Allerdings ist er auch ein sehr gehorsamer Rüde. Wir hatten schon mal einen Mix-Rüden, der im Hormonkoller unerträglich war, wenn nur im Dorf eine Hündin heiß war.

Entweder kastriert man (vorzugsweise die Hündin) oder sterilisiert den Rüden. Einen Rüden würde ich nicht kastrieren lassen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Ich habe mal einen Kastraten aus dem Tierschutz übernommen, der teilweise auf Rüden sehr anziehend wirkte und entsprechend schlimm bedrängt wurde. Ein läufige Hündin ist nur drei Wochen am Stück läufig. Meinem Kastraten sind die Rüden monatelang nachgestiegen. Der Horror! Etwa ein Drittel der Kastraten, riecht für Rüden nach läufiger Hündin. Entsprechend werden diese Kastraten dann auch von einige Hündinnen angegangen, weil sie sie für eine Konkurrentin halten.

Ein sterilisierter Rüden ist für andere Hunde weiter als Rüde erkennbar und benimmt sich auch so. Er kann nur keine Welpen mehr zeugen.

Du müsstet die Hündin kastrieren lassen, dann klappt die Vergesellschaftung sicher optimal. Ein unerwünschter Deckakt innerhalb vom gleichen Haushalt ist kaum zu verhindern. Auch wenn Hündinnen nur wenige Tage in der Läufigkeit Deckbar sind leidet ein Rüde mehrere Wochen unsäglich und reagiert mit Durchfall und Heulen. Kein Vergnügen. Von einer Kastration des Rüden kann ich nur intensiv warnen. Kastrierte Rüden werden gerne zum Lustobjekt anderer Rüden, das kann schlimmer ausarten als mit einer läufigen Hündin und das immer nicht nur 2x im Jahr für 3 Wochen. Kastrierte Rüden werden auch gerne von anderen Rüden gemobbt.

Am einfachsten sind zu vergesellschaften sind zwei Hündinnen, aber auch da zwei läufige Hündinnen zu halten ist nicht einfach. Überhaupt  muss man sehr gut organisiert sein wenn man eine läufige Hündin hat. Das heisst Ferien sind nicht sicher planbar. Kaum jemand nimmt eine läufige Hündin zum Hüten auf. Also darf  man nicht krank werden..

MiraAnui 26.08.2015, 07:30

Naja ich kenne Leute da sind ich die Hündin an die kehle und wollten sich killen. Egal was versucht wurde.

Und ich kenne die Gegenseite.zwei Schwestern die wie pech und schwefel sind.

Rüde und Hündin läuft meist problemlos bis auf die Sachr mit der Läufigkeit :S

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Wir haben uns erst einen Rüden zugelegt und als er 9 Monate war aus bestimmten Umständen noch eine Hündin dazu geholt (13 Wochen alt).

Als probelauf für eine mögliche Kastration und ihre Folgen hat der Rüde vom TA einen Hormonchip bekommen. Dieser hält 6 Monate (es handelt sich dabei um eine hormonelle Kastration). Das hat super geklappt, der Rüde ließ sich nix aus, wollte auch in der Hitze nicht auf die Hündin springen. Wir haben dann beide mit 1 Jahr kastrieren lassen um ganz sicher zu gehen.

Die beiden lieben sich abgöttisch, trennen können wir sie nie wieder ;) Auch nicht mal für 10 Minuten, dann ist gleich Theater :D

Entweder einen kastrieren oder den rüden solange weggeben.

Ich hab beides zu hause, die Hündin wurde kastriert. Ich hab meine Möglichkeit sie zu trennen. 

Stress pur für alle Beteiligten.

Du kannst sie ja kastrieren lassen

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