Kann man einen Nachnamen nachträglich angleichen (eindeutschen)?

3 Antworten

Eine "Angleichung" von Namen (nach § 94 BVFG) gibt es nur, wenn der Name ursprünglich in kyrillischer Sprache existiert. Das trifft für Polen nicht zu. Seine Eltern hatten also nie die Möglichkeit einer "Angleichung". Es bleibt also nur der Weg über eine öffentlich-rechtliche Namensänderung, wozu ein wichtiger Grund die erste Voraussetzung ist. Dann gibt es keine Vorgabe des Standesamts oder der sonstige Namensänderungsbehörde, sondern allein der Wunsch des Antragstellers ist maßgebend. Mit einer Eheschließung hat das überhaupt nichts zu tun. Wenn dies vor der Hochzeit ist, kann der neue Name zum Ehenamen bestimmt werden, nach der Hochzeit wird der Ehename für beide Partner geändert.

Noch einige Bemerkungen zu den wichtigen Gründen: Die müssen schwerer wiegen als das öffentliche Interesse an der Beibehaltung des bisherigen Namens. Der Wunsch auf Namensänderung allein reicht absolut nicht aus. Ist der Name für deutsche Begriffe schwierig zu schreiben, weil ungewohnte Buchstabenfolge, oder kommt man beim Lesen zu einer entstellenden Aussprache (Zungenbrecher)? Kann der Name zu frivolen Wortspielereien verleiten? Das wären triftige Gründe, die eine Namensänderung rechtfertigen können.

Das ist schon möglich, aber es sind einige Hürden zu überwinden. Ein möglicgher Grund für eine Eindeutschung wäre die schwierige Aussprache eines original polnischen Namens, z.B. bei 4 Konsonanten hintereinander.

Aber sehr viele Namen in Deutschland haben einen polnischen Ursprung, z.B. Koslowski, Wittkowski - alle Namen, die auf -sky oder -ski enden.

Schau mal in Artikel 47 EGBGB in Verbindung mit § 1617c BGB.

 

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