Kann man einen Hund kastrieren dass er nicht mehr läufig wird?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sicher macht es Sinn eine Hündin kastrieren zu lassen die niemals Hundewelpen haben wird.

Besprich das mit deinem Tierarzt.

Wenigstens eine vernünftige Antwort !

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@xttenere

Die Verstümmelung eines gesunden Tieres, nur weil es dem Besitzer lästig ist, auf eine läufige Hündin aufpassen zu müssen oder bei die Läufigkeit im Urlaub "stört" ist vernünftig??

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@dsupper

Eine Hündin kann auch gedeckt werden, wenn sie an der Leine geführt wird, wenn sie auf einen erfahrenen Rüden trifft.

Ich finde die Haltung des FS in Ordnung....dass er das Tier kastrieren will...da nämlich die Spritze zur Verhinderung der Läufigkeit auch nicht ohne ist.

Er will ja NIE züchten mit dem Tier !

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@xttenere

Auch der erfahrene Rüde wird an der Leine geführt - sorry, aber es ist durchaus möglich, da eine Paarung zu verhindern, die ja auch nicht innerhalb von Sekunden passiert.

Und einen Toypudel auf den Arm zu nehmen - ist sicher auch kein Problem.

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@dsupper

Nun ich weiss schon, dass man nicht immer gleich das Messer wetzen soll. Doch glaube ich auch, dass in dicht besiedeltem Hundegebiet eine Hündin die läufig werden muss sehr unter Stress steht und für enormen Stress unter anderen Hunden, besonders Rüden, sorgt.

Zumal sich Besitzer von läufigen Hündinnen oft nicht richtig verhalten, bzw. sich dumm und fahrlässig benehmen.

Die Risiken von Gebärmuttervereiterungen und Scheinträchtigkeit sind auch nicht ohne. Da passiert dann eine OP dann als Notfall.

Wenn ich das ganze Hundeelend sehe, bin ich geneigt eine Kastrationspflicht für Hündinnen zu befürworten.

Ich bin der Überzeugung, wer in die Ferien fährt, wenn auch nur gelegentlich auf fremde Hundebetreuung angewiesen ist, lässt seine Hündin besser kastrieren.

Kaum eine Hundepension nimmt eine läufige Hündin auf, mit einer läufigen Hündin, kannst du nicht einfach irgendwo zu Besuch , in eine Ferienwohnung oder ein Hotel gehen und ich würde sicher nicht eine läufige Hündin einem unerfahrenen Aufpasser anvertrauen wollen.

Dann sollte man auch bedenken, dass sich die Läufigkeit der Hündin gar nicht planen lässt.

Wie schnell ist ein Notfall da und niemand nimmt einem eine läufige Hündin in Obhut. Auch diese Gedanken gehören zu einer seriösen Abklärung ob man von Anfang an eine Hündin kastrieren lässt.

Für mich ist die Kastration einer Hündin meist zum Wohle der Hündin, nicht zu ihrem Schaden.

Ja natürlich ist die Kastration auch eine bequeme Sache, das muss man nicht abstreiten.

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@dsupper

sicherlich schaffen es verantwortungsbewusste Halter, Hündin und Rüde in der Hitze getrennt zu halten. Aber die Praxis sieht oft anders aus. Gerade bei uns auf dem Land wird vermehrt was das Zeug hält und wie oft erlebe ich bei meinen Gassigängen in Wald und Feld, wie oft Hunde nicht im Wirkkreis ihrer Besitzer geführt werden und keinen Grundgehorsam haben.

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@Goodnight

Die Risiken von Gebärmuttervereiterungen und Scheinträchtigkeit sind auch nicht ohne.

Da heutzutage aber bei einer Kastration sehr häufig nur noch die Eierstöcke entfernt werden - scheidet dieses Argument aus.

Und ja, natürlich "stimmen" alle deine Argumente - aber alle diese Argumente beziehen sich immer nur auf die Bequemlichkeit der Halter. Warum kauft man sich eine Hündin - das weiß man doch alles vorher?

Und dann wird sie aus Bequemlichkeit verstümmelt - das kann nicht in Ordnung sein, in meinen Augen ist es das jedenfalls nicht.

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Hallo,

ja natürlich gibt es die Möglichkeit. Vom TierschutzG her ist sie allerdings verboten. Da darf eine Kastration nur aufgrund einer medizinischen Notwendigkeit durchgeführt werden, nicht, weil die Läufigkeit dem Hundehalter lästig ist.

Aber trotzdem gibt es reichlich TA, die das machen.

Im Vorfeld sollte man immer bedenken, dass es zu vielfachen Komplikationen kommen kann, eine solche OP ist immer ein Risiko, es kann zu Verhaltensänderungen kommen, durch den massiven hormonellen Eingriff, die Hündin kann dauerhaft inkontinent werden und und und.

Eine Verminderung des Krebsrisikos sollte kaum eine Rolle spielen, denn das wird nur verringert, wenn die Kastration vor der ersten Läufigkeit oder nach der ersten Läufigkeit erfolgt. (Natürlich kann es keine Krankheiten mehr an der Gebärmutter geben, wenn diese entnommen wurde). Aber Mamakarzinome etc. passieren weiterhin.

Es gibt übrigens auch die Möglichkeit, die Läufigkeit der Hündin abspritzen zu lassen. Dazu bekommt sie kurz vor der Läufigkeit eine entsprechende Spritze. Auch das ist ein hormoneller Eingriff - wenn es aber nur um den einen Urlaub geht, sicher zielführender als eine Kastration.

Ansonsten sollten solche Probleme mit dem TA des Vertrauens besprochen werden, denn das ist der Fachmann.

Gutes Gelingen

Daniela

Ist vom TSG her nicht verboten, sondern wird sogar empfohlen, um die Anzahl der unerwünschten Welpen zu reduzieren. Aus diesem Grund werden Hunde aus Tierheimen nur kastriert abgegeben....männliche wie weibliche.

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@xttenere

Laut § 6 Absatz 5 ist es nur erlaubt ....

5. zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird.

 (und natürlich nach medizinischer Indikation)

Da sich das TierschutzG ja nicht nur auf Hunde bezieht, sondern z.B. auch auf Katzen, betrifft die Kastration zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung nicht die Hunde (sondern eher die Katzen).

Hunde können sich grundsätzlich in D nicht unkontrolliert fortpflanzen, da sie ja gar nicht unbeaufsichtigt frei herumlaufen dürfen. Wie soll sonst eine unkontrollierte Fortpflanzung passieren?

In Tierheim und im Tierschutz steht ein ganz praktischer Sinn hinter den Kastrationen. Wie soll man dort läufige Hündinnen von potenten Rüden trennen? Wie die entstehenden Aggressionen vermeiden?

Und ebenfalls steckt der Sinn dahinter, die Tierschutztiere vor "Geldmachern" zu schützen, die mit ihren Vermehrerwürfen die Dollarzeichen in den Augen haben ....

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@dsupper

Ich arbeite im Tierheim und dort wird nicht jeder Hund kastriert. Es gibt eine einzige kastrierte Hündin, ein Pittbull Mädchen. Alle anderen werden läufig und dort gibt es keine Probleme mit unkastrierten Rüden, was die meisten sind.

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@HideAndSeek69

Dann wäre das aber ein recht merkwürdiges Tierheim, denn in dt. Tierheim wird grundsätzlich kastriert, bzw. zu junge Hunde bekommen einen Kastrationsgutschein und im Kaufvertrag die Verpflichtung, den Hund dann später kastrieren zu lassen (wobei das nicht der gesetzlichen Regelung entspricht und daher nicht einklagbar wäre).

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@dsupper

was die gebärmutterentfernung betrifft, hast du recht. die darf nur aus medizinischen gründen durchgeführt werden.

die kastration der hündin ist hingegen erlaubt. bei der kastration werden die entsprechenden "hormonproduzenten", nämlich die eierstöcke entfernt. davon wird die hündin auch nicht inkontinent. die ovarienresektion wird in den allermeisten fällen mittels endoskopie durchgeführt und gehört rein operationstechnisch zu den minimalinvasiven eingriffen. die produktion von geschlechtshormonen wird nach dem eingriff vom körper der hündin eingestellt, da die produktionsstätte entfernt wurde.

viele bezeichnen die tatsächliche kastration der hündin noch immer als sterilisation. bei einer sterilisation werden aber tatsächlich nur die eileiter durchtrennt und abgebunden oder auch entfernt. da die eierstöcke erhalten bleiben, wird die hündin nach der sterilisation weiterhin läufig, kann aber keine welpen mehr bekommen, da die reifen eier nicht in die gebärmutter gelangen können und vom körper resorbiert werden.

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@ponyfliege

Warum sollte die Entferung der Eileiter erlaubt sein?

TierschutzG

§ 6

(1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres.

Sind die Eileiter keine Organe, bzw. Teile der Geschlechtsorgane?

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@dsupper

Das Wort *Amputation* bezieht sich auf Gliedmassen....nicht auf Organe.

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@xttenere

bitte weiter lesen: "oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen..."

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Leider wird hier nur über das Für und Wider einer Kastration/Sterilisation diskutiert.

Was mir aber noch viel wichtiger erscheint, ist dass man den Hund so oder so nicht mit nach Italien nehmen sollte.

Erstens ist es im August dort sehr heiß, was keinem Hund gut gefällt.

Zweitens ist die Gefahr sehr groß, dass der Hund sich dort verschiedene gefährliche Krankheiten einfangen kann, die von Zecken und Sandmücken übertragen werden, sogenannte Mittelmeerkrankheiten. Davor kann man keinen Hund schützen!

Es wäre besser, ihr würdet für diesen Zeitraum eures Urlaubs einen privaten Hundesitter finden. Vielleicht würden ja auch Verwandte oder Freunde den Hund solange bei sich aufnehmen.

Ihn in einer Hundepension unterzubringen wird schwierig sein, wegen der Läufigkeit.

Wir haben das mit unserem TA besprochen ;)

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