Kann man einen Antrag für die doppelte Staatsbürgerschaft schon beim Amt abholen?

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3 Antworten

Beabsichtigt ist eine Aenderung des Staatsangehoerigkeitsgesetzes, nach der die Optionpflicht bei solchen Kindern auslaendischer Eltern wegfallen soll, die ihre deutsche Staatsangehoerigkeit bereits durch Inlandsgeburt erworben haben. Ob eine solche Aenderung aber wirklich erfolgen wird und wie die dann ggf. genau aussehen wird, kann man heute noch gar nicht mit Sicherheit sagen.

Du scheinst die deutsche Staatsangehoerigkeit aber gar nicht durch Inlandsgeburt erworben zu haben denn sonst braeuchtest du sie ja gar nicht zu beantragen. Bei deinem Vorhaben scheint es sich also um eine ganz normale Einbuergerung zu handeln. Hierbei ist aber wohl gar keine Aenderung bezueglich der Beibehaltung einer auslaendischen Staatsangehoerigkeit beabsichtigt oder gar geplant.

Im Moment sind das aber sowieso noch ungelegte Eier und ungelegte Eier kann man nicht essen.

Einen Antrag auf Doppelte Staatsbürgerschaft gibt es nicht - nur auf Staatsbürgerschaft (die kann man jederzeit beantragen). Dann musst Du Auskunft geben über die bisherige Staatsbürgerschaften - das kann aber muss kein Problem sein.

Doppelte sind auch bisher möglich und Alltag!

Es geht in deinem Fall um die Türkei?

nein, bei mir geht es nicht um die Türkei. Aber als Kind von ausländischen Eltern, kann ich die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen, muss aber dafür meine andere aufgeben. Doch 2014 soll es ja ein neues Gesetz geben, das man auch einen doppelten Pass bekommt, also wahrscheinlich kann man die deutsche Staatsb. beantragen und muss die andere Staatsb. nicht aufgeben. Wie es aber aussieht gibt es diese Anträge noch nicht.

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@JellyPudding

Verstehe. Es geht Dir darum, den Pass des Heimatlandes der Eltern zu behalten und die Deutsche dazu. Ich kann das grundsätzlich nachvollziehen. Aber wie ich schon sagte: Es wird dann (wenn das GEsetz in Kraft tritt) auch keinen Antrag auf "Doppelte Staatsbürgerschaft" geben , sondern Du beantragst die deutsche Staatsbürgerschaft und es wird (nach NAchweis der Lebensjahre und Schulabschlüsse in Deutschland) anders als bisher die deutsche Staatsanhörigkeit gewährt ohne die bisherige aufzugeben zu müssen (Bisher Optionslösung)

Aber es ist bisher GEsetzentwurf! Ich denke - er wird nach der Sommerpause so durchgehen. Das GEsetz wird aber frühesten zum Jahreswechsel, eher Mitte nächsten Jahres in Kraft treten.

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@findesciecle
Du beantragst die deutsche Staatsbürgerschaft und es wird (nach NAchweis der Lebensjahre und Schulabschlüsse in Deutschland) anders als bisher die deutsche Staatsanhörigkeit gewährt ohne die bisherige aufzugeben zu müssen (Bisher Optionslösung)

Eine derartige Aenderung des Staatsangehoerigkeitsgesetzes ist nicht geplant sondern lediglich der Wegfall der Optionspflicht fuer Kinder auslaendischer Eltern, die ihre deutsche Staatsangehoerigkeit bereits durch Inlandsgeburt erworben haben. Das scheint hier aber nicht der Fall zu sein denn sonst muesste JellyPudding die deutsche Staatsangehoerigkeit ja gar nicht erst beantragen.

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@DerCAM

Ich lass mich wirklich gerne widerlegen und freue mich dann auch darüber, dazugelernt zu haben!

Bitte nochmal - dass wir nicht aneinander vorbeireden:

Der Fragesteller hat die Staatsangehörigkeit der Eltern. Er/sie könnte auch bisher schon die deutsche beantragen (das gibst du mir sicher recht?) Er/sie hat nichts davon gesagt, sie schon zu besitzen und mit spätestens mit 23 Jahren optieren zu müssen! Oder habe ich das überlesen?

Der Nachweis von langjährigem Wohnsitz und/oder Schulabschluss - quasi der Integration (für nicht in Deutschland Geborene) - ist Teil der geplanten Novelle! Das ist mein letzter Info-Stand. WIe gesagt: ich lasse mich gern falsifizieren!

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@findesciecle

Bei der geplanten Aenderung geht es lediglich um die sog. "Optionspflicht" nach StAG § 29. Dieser sieht eine Optionspflicht fuer in Deutschland geborene Kinder auslaendischer Eltern vor, die ihre deutsche Staatsangehoerigkeit bereits durch Inlandsgeburt erhalten haben. Diese muessen sich nach heutiger Rechtslage bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres dahingehen erklaeren, ob sie ihre auslaendische Staatsangehoerigkeit beibehalten wollen oder nicht. Wollen sie dies, dann geht die deutsche Staatsangehoerigkeit verloren (es sei denn, es wurde rechtzeitig vorher eine Beibehaltungsgenehmigung beantragt und tatsaechlich auch erteilt). Weiterhin geht die deutsche Staatsangehoerigkeit verloren, wenn die Erklaerung nicht bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres erfolgt.

Hier setzt die geplante Aenderung an. Zukuenftig soll diese Optionspflicht unter bestimmten Voraussetzungen entfallen (6 Jahre Schulbesuch in D, 8 Jahre rechtmaessiger Aufenthalt in D vor Vollendung des 21. Lebensjahres u.s.w.). Es geht also nur darum, im Inland geborene Abkoemmlinge auslaendischer Eltern, die ihre deutsche Staatsangehoerigkeit bereits durch Inlandsgeburt erworben haben, unter bestimmten Voraussetzungen von der Optionspflicht zu befreien. Es geht hingegen nicht um Abkoemmlinge auslaendischer Eltern, die noch gar keine deutsche Staatsangehoerigkeit besitzen. Diese werden von StAG § 29 ja auch gar nicht erfasst.

Eine kurze Erlaeuterung dazu findet sich in dieser Veroeffentlichung des Bundesverwaltungsamtes: http://www.bva.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/BVA/Staatsangehörigkeit/EinigungKoalitionsparteienOptionspflicht.html?nn=4508564

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