kann man einen 7 Monate alten Hund noch erziehen?

7 Antworten

Man kann einen Hund immer erziehen egal wie alt man braucht nur viel Geduld und Liebe! ^-^

Im welchen Bereich möchtest du ihn denn erziehen? Wichtig ist dass du dem Hund zeigst, dass du der Boss bist und das ohne Gewalt oder unnötigem Geschreie. Zur Stubenreinheit: Öfters rausgehen damit der Hund auch die Möglichkeiten hat draussen sein Geschäft zu erledigen und danach immer loben, wenn er drinnen uriniert oder kotet dann ein wenig schimpfen bzw. einfach "nein" sagen. Solltest du große Probleme mit diesem Hund haben dann wäre eine Hundeschule gar nicht mal so schlecht.

Du scheinst ja richtigen Aufklärungsbedarf zu haben, Hunde sollten so viel Beschäftigung wie möglich haben gerade wenn er noch so jung ist und da es sich um einen Terrier mit ausgesprochenem Jagdtrieb handelt und dann noch Shiba Inu die auch nicht gerade die einfachsten sind wie eigentlich so gut wie alle asiatischen Hunde, also da solltest du Zeit und Ahnung haben. Wie du ihn am besten auslastest lässt du dir dann vom Trainer aus der Hundeschule zeigen.

Vielen dank :) Er soll erst mal die Grundkommandos (Sitz, Platz, bei Fuß ) lernen. Am wichtigsten finde ich aber ist das wenn er raus darf, nicht weg rennt. Das er auch ohne Leine rennen kann.

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@Milkschnitte

Na wie diese Grundkommandos gehen hängt von der Rangordnung ab erst wenn du auch der Rudelführer bist kann der Hund auf dich hören.

Wegen ohne Leine spazieren gehen, was eine tolle Sache ist: Versuche den Hund mal sobald das Vertrauen groß genug ist und ihr euch sicher fühlt den Hund in einem groß eingezäunten Gebiet ab zu leinen und schaut wie er mit läuft und auf euch hört. In der Hundeschule wird das noch mit anderen Hunden probiert z.B dass der Hund auch wirklich zu euch kommt wenn er gerade jemanden anderen anbellt evtl. einen anderen Hund. Viel Glück! :)

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@Sesshomarux33

Ich glaube Sesshomarux33

bei Dir besteht aber auch noch extrem viel Aufklärungsbedarf, eine Rangordnung bildet sich unter artverschiedenen nicht aus, auch Hunde also unter artgleichen bilden keinerlei Rangordnung!

Wer mit diesem antiquierten Meinungen arbeitet, wird nicht viel Erfolg haben, denn Rangreduktionsprogramme sind einzig und alleine da um Hunde einzuschüchtern, bedrohliche, psychische sowie physische Qualen zu rechtfertigen und nicht zuletzt um die Unfähigkeit der Halter zu präsentieren.

Wenn Du aber mit Deinem Hund liebevoll umgehst, ihn nicht anschimpfst, wenn er sein Geschäft in der Wohnung verrichtet, was immer mal passieren kann, sondern das draussen machen lobst, berechenbar für Deinen Hund bist, dann wirst Du einen Hund bekommen, der Dir vertraut und ein Hund, der einem vertraut, ist wesentlich leichter händelbar als einer, der über psychische oder physische Gewalt zu einem unberechenbarem Lebewesen wird.

Ein Hund lernt übrigens in jedem Alter genau wie wir Menschen, er lernt sein Leben lang nicht aus.

Die Erziehung eines Hundes ist rasseunabhängig, denn die Lerntheorie greift bei jedem Lebewesen, insofern man bereit ist, dazu zu lernen, geduldig, konsequent und liebevoll erzieht.

Die Grundsignale die Du dem Hund beibringen möchtest, sollten kleinschrittig auftrainiert werden. Denn wie bei uns Menschen braucht auch ein Hund Zeit zum lernen, gib ihm diese und strafe ihn nicht für Dinge, wo Du nicht weißt, ob er etwas wirklich verstanden hat.

Auch das "Nein" würde ich unterlassen, was hat das Wort denn für eine Bewandnis für Deinen Hund, er kennt es nicht, es ist eine fremde Sprache, es kommt vermutlich bedrohlich rüber, gibt ihm aber keinerlei Auskunft darüber, was er statt dessen tun sollte, was soll ihm also das "Nein" mitteilen? Wenn Dein Hund in die Wohnung machen sollte, laß das nein, nimm ihn kommentarlos mit nach draussen, macht er dort, wird es in höchsten Tönen gelobt!!!

Gib ihm auch die Zeit, in seiner neuen Umgebung anzukommen.

Du weißt was auf Dich zukommt, Dein Hund weiß das nicht und wie sollte man ihm das auch erklären, er spricht eine andere Sprache, entstammt einer anderen Art und weiß erst einmal gar nicht, was mit ihm geschieht, also laß ihm Zeit, rede ruhig mit ihm, streichel ihn viel, hilf ihm in angsteinflössenden Situationen und laß ihn nicht alleine stehen, dann werdet ihr ein tolles Team und Du hast einen klasse Begleiter, der Dir vertraut, Dich genauso wie Du ihn liebst und der gerne mit Dir zusammen arbeitet... ;-)

Liebe Grüße Anda

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@Anda2910

Meinst du damit jetzt wirklich direkt mich? Du hast zwar Recht, aber dann hast du mich missverstanden ;)

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@ Milkschnitte,

ein Hund lernt in jedem Lebensalter und kann in jedem Lebensalter lernen.

Als ich meine Hündin bekam, war ich unbeleckt (Keine Ahnung von der Erziehung eines Hundes). Ich suchte eine Hundeschule (eine bestimmte Art) und fand keine solche.

Durch einen glücklichen Umstand wurde ich aufmerksam auf eine Tierpsychologin, die Hunde sozialisiert und resozialisiert. Die Frau hat sich meiner Hündin und meiner Person angenommen. Heute würde ich nie wieder nach einer Hundeschule suchen, sondern immer wieder "meine" Tierpsychologin wählen.

Also eins mal vorweg: Mit 7 Monaten ist der Hund keineswegs erwachsen und genau wie jeder andere Jugendliche kann auch dieser Hund noch haufenweise lernen. Sein Charakter ist noch nicht "fertig" und seine Gewohnheiten können noch recht leicht geändert werden.

Die Stubenreinheit bringt man einem 7-monatigen genau so bei, wie auch einem 10-wöchigen. Häufig rausgehen, draußen dafür loben und Missgeschicke in der Wohnung kommentarlos entfernen. Erwischt man ihn auf frischer Tat, kann man ihn ohne Schimpfen schnurstracks nach draußen bringen.

Das Tierschutzgesetz nennt keine konkrete Stundenzahl. In §2 der Tierschutz-Hundeverordnung heißt es lediglich:

"(1) Einem Hund ist ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers oder einer Anbindehaltung sowie ausreichend Umgang mit der Person, die den Hund hält, betreut oder zu betreuen hat (Betreuungsperson), zu gewähren. Auslauf und Sozialkontakte sind der Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand des Hundes anzupassen."

und

"(3) Einem einzeln gehaltenen Hund ist täglich mehrmals die Möglichkeit zum länger dauernden Umgang mit Betreuungspersonen zu gewähren, um das Gemeinschaftsbedürfnis des Hundes zu befriedigen."

Wie lange man sich wie mit dem Hund beschäftigt, ist also weitestgehend Ermessenssache des Halters.

Ein Hund lernt in jedem Alter, und die Erziehung ist auch nie "fertig", d.h. man muss ständig üben, trainieren, richtiges Verhalten verstärken etc., sonst wird der Gehorsam sehr schnell wieder schlechter.

Eine **gute **Hundeschule ist prinzipiell keine schlechte Idee, allerdings ist eine wirklich gute Hundeschule, deren Trainer ohne Zwang arbeiten und bei einem Hund, der sich nicht nach Schema F ausbilden lässt, nicht gleich überfordert sind, oft nur schwer zu finden. Da man mit einer schlechten Hundeschule aber mehr kaputt macht, als sie einem nützt, sollte man sie wirklich sehr gut prüfen, wem man in Sachen Hundeerziehung vertraut.

Ich lebe auf dem Land und denke das das in der Stadt kein Problem wäre..aber hier?? Muss die Hundeschule jeden Hund aufnehmen oder kann die einen verweigern ??

Eine Hundeschule muss nicht jeden Hund aufnehmen, aber die Frage ist eher, willst du überhaupt in diese Hundeschule gehen? Gerade "auf dem Land" oder in kleineren Städten wird auf den Hundeplätzen häufig immer noch mit Leinenrucken, den Hund in irgendwelche Positionen drücken und ziehen und ähnlichen Zwangsmethoden gearbeitet. So etwas solltest du deinem Hund nicht antun, konsequente Erziehung hat nichts mit Gewalt zu tun!

Ich würde dir raten, einfach mal bei einer Trainingsstunde zuzuschauen (ohne Hund!), dann siehst du schon mal, wie grundsätzlich mit den Hunden gearbeitet wird. Wenn dort an der Leine gerupft wird, die Hunde im Kasernenhofton angebrüllt werden und stur ein Prüfungsschema abgelaufen wird (oder alle Anfänger mit ihren Hunden im Kreis marschieren...), dann kannst du dem Hundeplatz getrost auf Nimmerwiedersehen den Rücken kehren. Wird über positive Verstärkung gearbeitet, dann kannst du aber natürlich durchaus mal versuchen, dort mit deinem Hund mitzumachen.

Auf alle Fälle kann man seinen Hund aber auch gut ohne Hundeschule erziehen. Kauf dir ein paar gute Bücher (z.B. von Sabine Winkler, Pietralla, oder auch Karen Pryor (das ist mehr lerntheoretischer Hintergrund, aber auf alle Fälle sehr sinnvoll)), ließ dich in das Thema Hundeerziehung ein und dann schau einfach, wie dein Hund auf verschiedene Dinge reagiert.

Und weiß jemand wie viele Stunden am Tag man sich mit ihm beschäftigen MUSS? Auch aus tierschützlichen Gründen.

Ich habe noch nichts davon gehört, wäre auch kaum zu kontrollieren, wie lange du dich mit deinem Hund beschäftigst. Für einen normal aktiven, gesunden Hund würde ich als Minimum 3-4 Stunden Bewegung im Freien (nicht nur stupides Gassi gehen, sondern wirklich abwechslungsreiche Spaziergänge an unterschiedlichen Orten, mit eingestreuten Such- und Tobespielen, kleinen Trainingseinheiten, Sozialkontakten usw.) und dazu noch die ein oder andere Trainingsrunde in Wohnung/Haus oder Garten. Gemeinsames schmusen (wenn es der Hund mag) und Kontaktliegen darf natürlich auch nicht zu kurz kommen.

Normal ist das für einen Hundehalter kein Problem .Kaufe dir ein gutes buch ,über Hundehaltung .

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