Kann man eine Person die sich nicht an anfallenden Miet- / Stromkosten beteiligt aus einer Übergangswohnung verweisen oder zur Zahlung zwingen?

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6 Antworten

Wie genau es bei den mietverhältnissen ist weiss ich nicht und ob es da sonderregelungen gibt das sie ihn dulden muss. Bei jedem normalen Mieterverhältniss wäre glaube ich ein verweisen der wohnung kein problem.

Ich würde warscheinlich die erzieherische route ersteinmal versuchen.

Als erstes allen seinen Geräten das internet kappen. Sachen wie wäsche waschen oder irgendwelche anderen gefälligkeiten kann er ersteinmal vergessen. Mitnuzung  eines eventuell vorhandenen autos genauso.

Ansonten ggf. den sicherungskasten mit einem schloss sichern und alle sicherungen rausnehmen die ich gerade nicht benötige. Inklusive Boiler in der nacht. (dann kann er morgens kalt duschen)

Wenn das nicht klappt Rausschmiss. Bzw. selbst für sich alleine eine wohnung suchen und die jetzige ggf. kündigen.

Hallo!

Bzgl. des Mietvertrags siehe die ergänzten Informationen am Ende der Frage.

Wenn meine Bekannte das Internet kappt etc. beginnt ihr Sohn sofort damit die Wohnung zu zerlegen; auch wenn es wohl möglich wäre ihn darauf rechtlich zu belangen bedeutet das eine Menge Ärger & Stress - alles Dinge von denen ja nun schon mehr als genug vorhanden ist.

Daher zielt die Frage ja darauf ab ob ein Verweis aus der Wohnung oder Zahlungsaufforderung über amtliche Wege möglich ist.

Grüße

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Vor die Tür setzen fertig, denn er ist nur im Mietvertrag erwähnt aber nicht Vertragspartner.

Hallo!

Deine Antwort geht bereits absolut in die richtige Richtung - es würde mich freuen wenn du dir die Ergänzung am Ende meiner Frage (neue Infos zum ``Mietsvertrag´´) durchlesen und gegebenefalls darauf eingehen würdest.

Bleibt es bei deiner Einschätzung das er (da nur erwähnt) der Wohnung verwiesen werden darf?

Grüße

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@Svexx

Der ``Mietvertrag´´ ist tatsächlich eine (mittlerweile mehrfache verlängerte) Zuteilung einer Obdachlosenunterkunft. Wortwörtlich wird damit Frau *** nebst Sohn, *** nachstehend bezeichnete Wohnung als Notunterkunft zugewiesen...

Das könnte ein Problem sein da ihm auch die Unterkunft zugewiesen wurde

Laut Vertrag entrichtet meine Bekannte dafür eine monatliche Nutzungsentschädigung (wie eine Miete).

Wie zahlt sie die, welche Einkünfte hat sie und er?

Trotzdem kann es doch nicht sein das meine Bekannte die komplette Nutzungsentschädigung sowie Strom alleine zahlen muss, oder? Ihr Sohn verursacht ja auch Kosten, durch das Duschverhalten nicht mal geringe.

Wenn sie Sozialleistungen bezieht, soll sie beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein holen und die Sachlage beurteilen lassen.

Bekommt er Leistungen vom Staat, wie z.B. Mietanteil, den er nicht abführt, könnte man ihn unter Druck setzen, das man ihn verpfeift.

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@johnnymcmuff

Hallo!

Meine Bekannte arbeitet in Teilzeit, ihr Sohn Vollzeit, Sozialeistungen beziehen beide nicht.

Meine Bekannte fällt knapp über die Grenze, unter der sie aufstocken könnte, wenn ich das richtig verstanden habe.

Worüber sie auch ganz froh ist, da ein früherer Versuch (als sie noch Anspruch auf soziale Leistungen gehabt hätte) an ihrem Sohn scheiterte - schließlich zählen die beiden ja als Bedarfsgemeinschaft, wodurch seine Unwilligkeit ein Hinderniss darstellt.

Danke und Grüße

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Ganz ehrlich? Wenn das mein Sohn wäre, dann würde ich ihm ein Ultimatum stellen. Entweder findet er innerhalb 3-4 Wochen eine eigene Wohnung oder er fliegt raus! Einen "Schubs" ins kalte Wasser hat noch niemanden geschadet.

Da der Sohn deiner Bekannten offensichtlich selbst Geld verdient wäre es doch kein Problem sich selbst zu versorgen, selber Miete und Nebenkosten zu bezahlen. Dann sieht er mal, wie es ist sich jeden Cent einteilen zu müssen, um über die Runden zu kommen. 

Ich selbst kenne einen ähnlichen Fall:

 Die Nachbarin meiner Eltern, eine alte und nette Dame, hat einen Sohn der weiter weg wohnt. Sie leidet stark an Rheuma und hat Herzprobleme. Alle 2 Monate kam er zu ihr. Nicht nur um sie zu besuchen. Jedesmal kam er mit mehreren Koffern voll mit schmutziger Wäsche, die sie im waschen sollte. Das hat sie ihm natürlich gemacht. Warum wusste keiner. Selbst als sie mehrmals im Krankenhaus lag hielt er es nicht mal für nötig sie zu besuchen oder sie anzurufen. Zum Glück hat er jetzt gemerkt, das sie nicht mehr in der Lage für ihn zu waschen, da sie nun in einem guten Altenpflegeheim untergekommen ist. Er wird jetzt selbst waschen müssen.

Was sich damit ausdrücken will: 

Manche Söhne und Töchter brauchen einen Schuss vor den Bug, sonst werden sie ihr Leben lang Kinder bleiben und werden niemals Verantwortung übernehmen. Wenn die Eltern eines Tages nicht mehr da sein sollten, werden die "Kinder" niemals klar kommen, weil sie es nicht gelernt haben. Ich bin diesbezüglich kein Fachmann, aber so wird es definitiv geschehen.

Ich wünsche deiner Bekannten viel Glück und alles Gute.

LG

Hallo!

Meine Bekannte würde nichts lieber tun als ihrem Sohn eine Frist zu setzten und ihn dann der Wohnung verweisen, die Problematik liegt in seiner namentlichen Erwähnung im ``Mietvertrag´´ (Siehe dazu Ergänzung in der Frage sowie Kommentar auf Armin Schmitz Antwort).

Es geht nicht um eine moralische / was soll ich tun - Frage, sondern eher um den Aspekt was darf man in so einem Fall bzw. was kann man machen.

Grüße

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Sie sollte ihn der Wohnung verweisen. Dann ist er eben obdachlos.

Sie ist schon lange nicht mehr verantwortlich für ihn.

Bis er raus ist: ALLE Tätigkeiten für ihn einstellen - keine Wäsche waschen, kein Essen kochen usw.

Sachen packen, vor die Tür stellen, Schloß austauschen. Dann kommt er am Abend nach Hause und merkt's vielleicht endlich mal.

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@beangato

Wie bereits oben erwähnt geht es eben darum, ob meine Bekannte ihn überhaupt rauswerfen darf. :/

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wenn sie (Mutter) so was durchlässt hat sie selbst Schuld, wenn deine Bekannte auf die hohen Nebenkosten sitzen bleibt, ist nicht zu bedauern, Schloss erneuern, erst wieder den Eintritt gewähren wenn die offen stehe Beträge ausgeglichen sind, ohne wenn und aber, er hat ja Geld

Es wäre schön wenn das so ohne weiteres Möglich wäre, die Frage zielt ja gerade darauf ab ob es trotz des ``Mietvertrags´´ möglich ist ihn der Wohnung zu verweisen.

Grüße

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@rudelmoinmoin

Bist du dir da sicher? Schließlich handelt es sich um eine zugewiesene Übergangswohnung - obliegt es da wirklich meiner Bekannten ihn rauszuschmeißen, wenn er seine Verpflichtungen nicht erfüllt?

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@Svexx

ja, wo steht es dann, das andere für seine verursachten Kosten aufkommen sollen/müssen ?

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Ist denn da überhaupt ein normaler Mietvertrag abgeschlossen worden?  Das kann man ja angesichts der Zuweisung des Wohnung als Obdachlosenunterkunft in Zweifel ziehen. Man müßte den Inhalt der Vereinbarung kennen um beurteilen zu können, welche Rechte man hat.

Hallo!

Der ``Mietvertrag´´ ist tatsächlich eine (mittlerweile mehrfache verlängerte) Zuteilung einer Obdachlosenunterkunft. Wortwörtlich wird damit Frau *** nebst Sohn, *** nachstehend bezeichnete Wohnung als Notunterkunft zugewiesen...

Laut Vertrag entrichtet meine Bekannte dafür eine monatliche Nutzungsentschädigung (wie eine Miete).

Für den Erhalt von Strom hat meine Bekannte einen regulären Vertrag mit einem Stromversorger.

Trotzdem kann es doch nicht sein das meine Bekannte die komplette Nutzungsentschädigung sowie Strom selbst zahlen muss, oder?

Grüße

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